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Emmerick-Vision vom Tod des hl. Johannes

Die Bücher werden herausgegeben von dem belgischen Emmerick-Forscher Jozef de Raedemaeker. der die Texte abgeschrieben und geordnet hat Heute möchten wir den 7. Band dieser Sammlung vorstellen, der die Aufzeichnungen vom August 1820 beinhaltet. Eine der auffälligen Visionen betrifft die Enthauptung des hl. Johannes des Täufers. Er hatte das zügellose Leben des Herodes und seiner Familie offen kritisiert und sich dadurch den Haß der Herodia zugezogen. Der Text aus dem Tagebuch lautet

Ich sah neben dem Schloß des Herodes in Jerusalem in einem anderen Palast ein prächtiges, freches Weib und ihre Tochter wohnen, welche ebenso war. Ich sah, daß Herodes mit dieser Frau im Ehebruch lebte und daß außerdem oft der Satan in Gestalt eines schönen Jünglings zu ihr kam, und ich sah ihn oft des nachts neben ihrem Lager und wie er ihr in den Ohren lag. sie solle den Herodes bewegen, den Täufer umzubringen. Ich sah auch, wie Herodes und alle anderen den Täufer ehrten und fürchteten, wie aber das Weib immer gegen ihn hetzte, weil er dem Herodes seinen Umgang mit ihr verwiesen hatte.

Ich sah den Täufer in einer Schule zu Jerusalem lehren und sah, daß Herodes Leute und Soldaten nach der Schule sendete, welche einige seiner Zuhörer herausriefen und mit ihnen sprachen. Ich sah, daß diese zurückgingen und den Täufer herausbrachten, welchen die Wache umgab und fortführte. Er wurde nicht verletzt noch beschimpft, denn alle achteten ihn. Seine getreuesten Jünger folgten ihm nach, es war ihnen erlaubt. Ich sah ihm jenseits des Jordan beim Toten Meer in einen festen Ort in einen Kerker bringen; es war ein großes Gewölbe, worüber schwere Türme waren. Es war das ganze Schloß mit solchen Gewölben und Türmen umgeben und auch mit vielem Wasser. Es durften seine Jünger ihn dort im Kerker besuchen und er lehrte sie. Auch habe ich Herodes ihn dort sprechen sehen.

Das Fest, welches das ehebrecherische Weib dem Herodes auf seinen Geburtstag bereitete, war in diesem festen Schloß. Sie zog mit ihrer Tochter und vielen Leuten dahin voraus. Das Fest war in einem runden Platz von Säulen umgeben, welche wieder mit Galerien verbunden waren. Der König hatte unten einen Thron und zu den Seiten waren auch Sitze für allerlei Hofherren. Der Raum war oben offen und mit bunten gestrickten oder gemalten Teppichen an Stricken überspannt Dem Thron gegenüber waren oben auf den Gallerien Musikanten mit Harfen, dreieckigen ganz großen Fässern, worauf rings Seiten gespannt, auch waren Ringe daran. Es waren auch Kinder bei den Musikanten.

Das böse Weib war nicht bei dem Fest. Sie war in einem Gebäude gegenüber. Die Tochter derselben aber ging ab und zu. Zuerst tranken sie aus kleinen Bechern, und als sie schon etwas berauscht schienen, wurden Tafeln in der Mitte bereitet, und sie lagen zu Tisch unter der Musik. Die Säulen und Wände umher waren teils mit ausgehauenen unkeuschen Bildern, teils mit Teppichen versehen, in welche solche Abscheulichkeiten eingewirkt waren. Nach dem Schmaus wurden die Tische und alle Geräte an die Seite geräumt und Herodes nahm seinen Sitz wieder ein und die anderen auch.

Nun sah ich sie Teppiche in der Mitte ausbreiten und es traten mehrere Tänzerinnen, eine nach der anderen, auf den Platz und machten allerlei Sprünge und Stellungen und Wendungen. Unter diesen aber war Salome, die Tochter der Herodias, der Ehebrecherin, die frechste und künstlichste. Sie war ungefähr 15 Jahre alt, sehr schön und erwachsen; sie war scheußlich frech und durchsichtig gekleidet, ihre Brust war mit nichts als einem Netz bedeckt, ihre Haare in vielen Löckchen mit glänzenden Flittern und Perlenschnüren durchflochten; wie sie sich wendete und dreht, schimmerte sie.

Sie war ein Greul, von außen ganz glänzend und schön und von innen ganz mit Gift und Verwesung angefüllt Sie trat mehrmals auf und ab, und Herodes ward ganz entzündet von ihr, denn er lebte auch mit ihr in Unzucht. Ich sah aber den Teufel bei ihrem Tanz, der ihr alle Glieder stellte und sie auf der Hand bei ihren Sprüngen emporhob. Sie hatte auch Kränze und Tücher in ihren Händen, welche sie im Tanz hin und her schwenkte.

Als der Tanz vorüber war, rief Herodes sie zu sich und war so betört von ihr, daß er ihr zuschwor, was sie von ihm verlange, wolle er ihr geben, wenn es auch sein halbes Reich sei. Sie aber begab sich weg über den Hof zu ihrer Mutter, bei welcher ich den Satan wieder sah, und dies Ungeheuer sagte, sie solle das Haupt des Johannes begehren. Ich sah sie nun wieder in den Saal treten und eine Schüssel nehmen und sich dem Herodes nahen und sich das Haupt des Johannes begehren. Als Herodes dies hörte, erbleichte er vor Schreck, sprang auf und drehte sich vor Unwill hin und her, aber sie blieb bei ihrem Begehren, und er hatte sein Wort gegeben und befahl, man solle dem Täufer das Haupt abschlagen. Alles war in der Versammlung unwillig, denn der Täufer war von allen geehrt.

Der König verließ das Fest und ging in sein Schloß und lief oben beängstigt hin und her. Die Hure sah Ich mit ihrer Schüssel zwei Soldaten folgen nach dem Kerker des Täufers. Sie ging mit, damit man ihr nicht etwa das Haupt eines anderen Gefangenen gebe. Ich sah, daß sie vor der Türe wartete.

Der Täufer schien seine Todesstunde zu wissen. Sein Kerker war voll Licht Er saß in der Mittel desselben vor einem Stein. Er stand. betete. Die Eintretenden waren alle voll Achtung für ihn. Sie hatten eine Fackel bei sich, aber es war in dem Kerker so hell, daß ich sie kaum sah. Sie sprachen wenige Worte mit Johannes; er setzte sich gleich auf den Stein nieder und entblößte seine Schultern. Der eine faßte sein Haupt bei den Haaren, der andere hieb es ihm mit einem kurzen breiten Schwert ab; der Leib blieb sitzen, das Blut sprang in mehreren Strahlen hoch bis an die Decke des Gewölbes und schlug von derselben wieder nieder auf das Haupt, welches der, der es hielt erschreckt fallen ließ; es war, als taufe ihn sein eigenes Blut

Sie brachten nun das Haut hinaus, und die Hure eilte damit zu ihrer Mutter. Ich sah diese voll Angst und Grimm und sah wie sie eine Nadel aus ihren Haaren zog und voll Bosheit die Zunge des Täufers durchbohrte, welche auf den betend geöffneten Lippen des Hauptes ruhte, weil diese Zunge ihre Unzucht gerügt hatte. Aus dieser Wunde aber strömte das Blut so heftig und unstillbar, daß es an die Erde niederran, und sie wußte sich vor Grimm und Schrecken nicht zu helfen. Sie ließ das Haupt aus Angst gleich wieder wegbringen, ich glaube, wieder in den Kerker zu dem Leib. Diesen hatten die Richter gleich ordentlich und ehrbar hingelegt und eingewickelt

Es wohnten aber mehrere Jünger des Johannes vor dem festen Schloß in dem dazugehörenden Städtchen. Sie waren gleich von der Enthauptung des Täufers unterrichtet worden und eilten weinend zu dem Leichnam ihres Lehrers und nahmen ihn mit sich. Die Spuren des Blutes konnte die Ehebrecherin auf keine Weise in ihrem Zimmer vertilgen und mußte endlich eben diese Jünger dazu rufen lassen. Ich habe nachher noch gesehen, daß der Leib und das Haupt des Johannes nicht an demselben Ort geblieben, sondern getrennt bewahrt worden sind und daß das Haupt allerlei Ortsveränderungen unter mancherlei Wundern erlitten, welche ich vergessen habe.

Ich hatte auch noch ein Bild, wie Herodes und sein Weib später in einem fernen wilden Land gegen Abend traurig gestorben und wie die hurische Tänzerin bei einem Fest , ich weiß nicht, wo, wieder so frech tanzte und dann ganz glühend gegen ein Fenster lief, sich zu erkühlen, wie ihr dort ein Strom von Blut aus dem Hals stürzte und sie hinab in einen steilen Schloßgraben zwischen hohen Mauern stürzte, in welchem Eis war, das ihr den Hals abstieß.

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Im Evangelium umfaßt der Bericht bei Matthäus 14,6-12 zwölf Zeilen. Das reichte zur Information der Gläubigen und hat zahlreiche Künstler aller Epochen veranlaßt, das schreckliche Geschehen darzustellen. Die Vision von Anna Katharina geht nicht nur viel weiter, sondern ist in einigen Aspekten von großer Bedeutung: Satan ist direkt an dem Geschehen beteiligt. Mit Hilfe von Mutter und Tochter, die beide als Huren beschrieben werden, führt er den Tod des Täufers herbei.

Der Ablauf des Festes zeigt uns eine bedrückende Aktualität. Die heutigen Feste, ob im Film. im Fernsehen oder bei den Treffen der Schwulen und Lesben sind nichts anderes als Wiederholungen der damaligen Unzucht. Die heutigen Generationen sollten sich das Ende dieser Sünder genauer anschauen. Juli 2006   -  (cpc)† 

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