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Offenbarung an Gabriele Bitterlich

Gabriele Bitterlich schrieb alles auf, was Christus und die Engel zu ihr sagten. Daraus ergab sich die umfassendste Offenbarung der Neuzeit, die nicht begrenzt ist auf das Wesen und Wirken der Engel auf der einen und der Dämonen auf der anderen Seite. Wie die nachfolgenden Aufzeichnungen beweisen, handelt es sich um eine End-Schau, um einen letzten Weckruf an die Menschen, die Einladung zum Hochzeitsmahl des Herrn nicht zu verpassen. Aufgeschrieben wurden diese Worte im Jahr 1948.

Siehe, Ich habe den Engel vor dem Menschen geschaffen. Er ist Meine erste Schöpfung Meines eigenen Wesens und der erste geschöpfliche Träger Meiner ewigen Geist-Seele. In der Schöpfung der zeitlichen Materie ist der Mensch, als Träger der Geist-Seele, wesenhaft verbunden mit dem Engel, die Krone der Schöpfung, die durch Mich als Mensch wieder zurückführt zur unfassbaren Vollendung des Drei-Einigen Gottes.

Durch die Geist-Seele ist der Mensch so eng mit dem Engel verbunden wie der Erdball mit der ihn umgebenden Atmosphäre. Die Zahl der Engel ist auch ebenso unberechenbar wie die Zahl der je geschaffenen Menschen. Da sie aber untrennbar miteinander verbunden sind, gehen sie in Eins auf in Mich. Ich habe für jeden Engel und für jeden Menschen seine Aufgabe, für die er, bei der vollkommenen Wahrung seiner persönlichen Willensfreiheit durch Mich, die Möglichkeit erhält, sie zu erfüllen und wofür er verantwortlich gemacht wird. Darum kann Ich 10 Denare geben oder auch nur einen für eine euch gleich groß dünkende Aufgabe, und Ich bin gerecht.

Die Wahrung der menschlichen Willensfreiheit ist Gebot für Meine Engel, weil diese Willensfreiheit zu einem gerechten Urteil notwendig ist. Meine Engel halten sich auch an dieses Gebot und werden nie um Hauchesstärke den menschlichen Willen übertönen. Darum erscheint die Gewalt des Bösen über die Menschen größer, weil er, der Böse, sich nicht an Mein Gebot hält und seine Einflüsterungen den Zweck der Verführung haben, lockend und bestrickend sind, diplomatisch und zwingend.

Wenn Kinder ganz auffallend von ihren Engeln behütet werden, so ist es darum, weil der Glanz des Angesichtes Meines Vaters noch rein durch die lauteren unkomplizierten Seelen der Kinder auf die Engel fällt und die Kraft des Vaters die Kraft der Engel auslöst. Werdet so wie die Kinder, und ihr könnt eure Engel sichtbar neben euch sehen! 0, dass ihr doch zurückfändet von der Zersplitterung und Kompliziertheit. Seht ihr denn nicht, dass ihr dadurch immer undurchsichtiger werdet und es immer undurchsichtiger um euch wird? Was seid ihr ängstlich, wo Mein Blut euch gezeichnet hat, Meine Liebe euch Speise ist, Meine Diener euch zur Seite gestellt sind als Hilfe, warum gebraucht ihr diese Waffen nicht? Mein Vater hat von jeher Seine Knechte ausgesandt, die Menschen zu Meinem Hochzeitsmahl zu laden. Jedem von euch sendet Er Seinen Engel, keiner hat die Ausrede, den Weg nicht zu finden; was aber tut ihr mit Meinen Knechten? Missachten, verlachen, verneinen, beschmutzen, glaubt ihr nicht, dass Mein Vater die Schmach, die ihr Seinen Knechten antut, rächen wird? Als Mein Herz durchbohrt wurde, floss Blut und Wasser heraus, die Zeichen für geteilt in ungeteilt, für Zeit und Ewigkeit, für Mensch und Engel, von Gott kommend und in Gott mündend. Denn so wie Ich der Quell lebendigen Wassers bin, des Wassers so klar und ewig wie die reinen Geister, so bin Ich auch durch die Menschwerdung das Blut des Alten und Neuen Bundes, durch das Blut habe Ich euch erkauft. Im Blut ist Sühne, Liebe und Erlösung in alle Ewigkeit beschlossen: Der Mensch, mit Meinem Blut gezeichnet, geht von dem ewigen Wasser gestärkt und geführt, ein zur Ganzheit des Göttlichen. Wieder sage Ich es, begebt euch nicht einer mächtigen Waffe in diesem gewaltigen Ringen. Ihr müsst es doch schon bald mit geschlossenen Augen erkennen, was sich abzuzeichnen beginnt.

Der Herr sagt: „Komm und folge Mir nach!“ Mit diesem Wort sind alle Geschlechter zu allen Zeiten und an allen Orten ohne Ausnahme angesprochen und vor eine eindeutige Entscheidung gestellt, die der Nachfolge. Wer taub ist und dunkel bleibt, wer Gott sucht und hört und liebt, steht auf und folgt. Der Herr ist kein Gott, der in Schmerzen wühlt und dem Abtötung das Hauptziel ist. Er ist der Gott der Liebe, der Erfüllung, des Kampfes und des Sieges. Er führt die Seinen auf tausenderlei Wegen immer nur zu einem Ziel, zum Vater. Die Entscheidung „wer nicht mit Mir ist, ist gegen Mich“, wird von jedem Menschen, auch vom längst entschiedenen, trotzdem immer wieder gefordert durch das Gesetz des freien Willens. Denn immer wieder kommt eine Stunde der Schwäche, der lockenden Versuchung, des diesseitigen „praktischen Vorteiles“. Immer wieder kommen Stunden, wo das ganze selbst aufgebaute Weltbild schwankt und in Brüche zu gehen droht, eine Gethsemanestunde und ein Golgatha. Das ist Nachfolge Christi, sonst ist „er Meiner nicht wert“. Denn auch der Herr ist versucht worden, auch der Herr ist von Seinem Volk verraten, von Seinen Getreuen verlassen worden. Auch Er hat Gethsemane und Golgatha und zwar als Erster durchgekämpft. Für uns. Darum ist Christo zu eigen sein in Seiner Nachfolge eine Verantwortung und eine Auszeichnung. Dieser eine Denar, der dem ältesten und dem jüngsten Arbeiter im Weinberg ausbezahlt wird, ist Christus selbst. Um dieses einen Denars willen musst du, Mensch, dein Leben entscheiden, erkämpfen und wenn es sein soll - opfern, ob es lang oder kurz war. Der Herr ist dein Lohn!

Der Denar hat zwei Bildseiten, so du ihn aufmerksam betrachtest: Die eine Seite zeigt dir deine Verantwortung, deinen Weg und dein Arbeitsfeld, die andre Seite trägt die Augen des Herrn. Dort kannst du hinein versinken in Liebe, dort kannst du dir Trost und Rat holen, dort siehst du die einzig gültige Werthaftigkeit aller Dinge. Dort erfährst du, warum Gethsemane und Golgatha Kreuz und Liebe sein müssen und warum du nachfolgen darfst, nicht musst. Von dort wird dir das Leben lebenswert und Gott allein alles. Mensch, Bruder, steh‘ auf und komm! Siehe, der Herr steht eindringlicher als je in diesen Tagen vor dir, als wäre Er nur für dich gekommen, weil Er dir alles sein will. Willst du Ihn allein nach Golgatha gehen lassen, jetzt in dieser Zeit, wo der Böse sichtbar auf der Erde umgeht? Ihn, der deinetwegen alle Tage das Kreuzesopfer erneuert? Du stehst allein, wenn du dich nicht an den Herrn hältst, du, und wenn du tausend Brüder um dich hättest, ihr wäret zusammen nur wie ein schwaches Hälmchen für die Macht des Bösen. Besinne dich! Denn in jeder Entscheidung für oder gegen den Herrn stehst du vor der Wahl, Petrus oder Judas für deinen späteren Weg als Vorbild zu haben, den Mann Petrus, der trotz seiner Schwäche durch seine brennende Liebe zur unbedingten Nachfolge kam, oder den Mann Judas, den des geschäftlichen Vorteiles, der triebhaften Gier und der Rachsucht, der dich, ohne dass du es merkst, auf denselben Acker und zu demselben Baum, wo er endete, führt und dich dann deinem Schicksal überlässt. Fasse die Hand des Herrn, Bruder, um der Liebe Gottes willen! Hier ist das einzig Reale und Wertbeständige dieser Zeit. Komm, wagen wir es zusammen!

Der erste Weckruf. „Wie Mich der Vater gesandt hat, so sende Ich euch.“ Diese Worte gelten nicht nur den Priestern, sie gelten auch jedem von uns, ganz gleich welchen Standes, Geschlechtes oder Alters, wenn der Ruf „komm und folge Mir nach“ verstanden wurde, wenn der Mensch aufgehorcht hat. Jede Sendung beginnt mit einem Weckruf, dass der andre aufhorcht und seine Seele bereitet, die Sendung aufnehmen zu können. Der erste Weckruf „komm und folge Mir nach“ ist an uns schon in der Jugend ergangen, da wir das erste Mal zum Tisch des Herrn traten. In die demütige Gestalt des Brotes hüllte sich der Herr und sprach eindringlich und nicht überhörbar in das Herz des Kindes: „Komm und folge Mir nach.“ Ein zweites Mal ist der Weckruf an uns ergangen, wir können es nicht leugnen, in der hl. Firmung. Der Heilige Geist hat uns seine Gaben und Gnaden dargeboten zur Kraft der Nachfolge des Herrn. Und seither ergreift uns jeden Tag, jede Stunde die Liebe Gottes. Es ist an uns, aufzustehen. Wir sind ja nicht taub und blind und ohne Verstand, dass diese Stimme in ihrer hundertfältigen Gestalt nicht in uns eindringen könnte.

Sehen wir denn nicht die Notwendigkeit der Nachfolge Christi, unsre Sendung? Sehen wir denn nicht die immer näher rückende Macht des Bösen? Wird sein Antlitz nicht immer maskenloser? Sehen wir nicht die wirtschaftliche Not der Welt, eine Zulassung Gottes als Folge unsrer jahrzehntelangen Schläfrigkeit und Feigheit, unsrer Geldanbeterei und Selbstvergötzung? Sehen wir nicht die seelische Not unserer Zeit, wo kein Halt mehr ist vor dem Abrutschen in Korruption und Verrat, in Vogel-Strauß-Politik und Genusssucht. In jeder Stunde schaut dich, o Mensch, der Herr Jesus Christus in deinem Mitmenschen an in jedem, vergiss es nicht! Für jeden ist Christi Blut geflossen, jeder hat eine unsterbliche Seele, von jedem deiner Nächsten gilt das Wort Gottes, „du sollst den Nächsten lieben wie dich selbst“; du wirst der Frage beim Gericht nicht entgehen: „Freund, wo hast du deinen Bruder?“ Das Wort, „jeder ist sich selbst der Nächste“, gilt nicht der Ichsucht, sondern der Verantwortung seines Ichs vor Gott. Du kannst keine Schuld auf deinen Bruder abwälzen, erst bist du vor Gott verantwortlich. Auch dafür, ob du das Wort Gottes aufgenommen oder abgelehnt hast, besonders heute, auch und vor allem dafür. Du bist dir der Nächste, dass du Gott hörst, dass du Ihn in dich aufnimmst, dass du dem Herrn nachfolgst, nicht dass du alles, was dir nicht passt, dem Nächsten überlässt. Nein, o Mensch, dich ruft Gott, „komm, folge Mir nach“, dich ruft Er. Steh auf und komm!

Die Sendung

Der Herr hat uns mit Seinem Leben unsern Weg und unsre Sendung vorgelebt. In Seinen Worten „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ liegt das Programm unsrer Sendung. Der Mensch, der den Ruf, „Komm und folge Mir nach“, gehört hat und aufgestanden ist, wird durch die Sendung, „wie Mich der Vater gesandt hat, so sende Ich euch“, auf den dreifachen Weg der Sendung gewiesen, zum Lehramt, zum Priesteramt, zum königlichen Amt. Aus den Händen des Drei-Einigen Gottes empfängt die bereite, aufgeschlossene Seele ihre Sendung. Das Lehramt ist das des Beispiels. Wir müssen einfach durch unser Leben, durch alle unsre Taten, Christus den Herrn leben und Ihn so durch das Leben tragen wie ein Licht, das den Weg weist, wie das Salz der Erde, das die Botschaft Gottes für die Menschen schmackhaft macht. Wir müssen der Arbeiter im Weinberg werden und der Knecht, der mit dem Pfund wuchert. Wir stehen ein für die Schuld des Bruders und sind der Lastträger in den Fußstapfen des Herrn. Das Priesteramt ist das des Opferns und Geopfertwerdens, gerufen und gesendet werden, es ist Gnade. Es ist ein Leben, in dem der Gedanke der Sühne zur schönsten Blüte gelangt. Hier ist der Mensch das Samenkorn, das in die Erde fällt und täglich vor dem Herrn stirbt, um hundertfältige Frucht zu bringen. Glaubt nicht, dass der Herr auch nur eines dieser Samenkörner vergesse oder es von den Feinden vernichten lasse oder von den Achtlosen zertreten oder dass sie in faulem Grundwasser von den Mächten der Finsternis zerstört würden. Sie werden auferstehen ohne Schaden! Sie werden dem Lamm, das geschlachtet wurde für unsre Sünden, nachfolgen. Sie sind das Brot, das gleich ihrem Herrn gewandelt und den Menschen gebrochen wird, damit sie das ewige Leben finden, sie sind das Lösegeld für die, welche einst ihre Krone sein werden. Das königliche Amt ist der Dienst Gottes, das Einswerden mit dem Herrn, das Nur-für-Ihn-da-sein. Es ist Engelamt, das Vorbild ist Maria. Der Mensch, der in dieses Amt eintritt, muss die andern beiden, das Lehramt und das Priesteramt, wohl beherrschen und leben, sonst ist er eine Blüte ohne Wurzel und ohne Kraft und wird keine Frucht bringen. Denn dieses Amt ist wie der Geist mit Seele und Leib des Menschen untrennbar mit den beiden andern Ämtern verbunden, es ist aber jenes Amt, in dem der gerufene Christusträger als das sterbende Samenkorn in den Händen Seines Herrn liegt, bedingungslos Ihm ausgeliefert, um von Seinem Hauch „werde“ das zu werden und nur das, was der Drei-Einige Gott als Namen auf jene Tafel geschrieben hat, die der Engel auf der Brust trägt, jenen Namen, den niemand weiß als Gott allein.

 – (cpc) †

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