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Das Vorhaben der Engel in ihrem Werk

Die Notwendigkeit des verstärkten Engel-Einsatzes war - abgesehen von dem apokalyptischen Endkampf, den nur Gott allein weiß und bestimmt - schon für den Menschen begreifbar durch das Überhandnehmen der Gottfeindlichen Einbrüche und Einflüsse gegeben. Es ist die Barmherzigkeit Gottes, welche dem Menschen Hilfe schickt durch den Engel. Wir sehen und ahnen kaum die Gefahr, Gott sieht sie. Und wir wissen: Wo die Not am größten ist, ist Gottes Hilfe am nächsten.

So schickt Gott dem Menschen den Engel zu Hilfe. Er ist der Diener Mariens. Er bildet mit den Legionen seiner Brüder den weiten Schutzmantel der Königin, den sie über uns ausbreitet, Schutz und Schirm daraus macht, dass wir alle darunter stehen können, bis wir gerettet sind. Darum ist auch jetzt Maria immer bei uns, sie verlässt uns nicht bei Tag und Nacht wie eine richtige, wie die beste Mutter. Und wo sie ist, ist auch der Engel, ihr Diener und Begleiter.

Wenn wir nun glauben, die uns von Gott zu Hilfe gesandten Engel stehen allesamt mit Schild und Schwert um uns, dass uns kein Leid geschehe, so ist das nur zu einem Teil richtig. Im Werk der hl. Engel kämpfen diese zuerst mit uns, damit wir selber brauchbare Kämpfer werden. Wir sind, sehr real gesprochen, in dieser Engelarmee jetzt einmal Rekruten und müssen vom Engel erzogen werden und das ist das erste Vorhaben unserer himmlischen Brüder in ihrem Werk.

Die Erziehung des Engels hat mit der Werbung für diese „Engelarmee“ begonnen und da haben viele, begeistert von der Herrlichkeit der Engelwelt, sich gemeldet. Das Kalendarium, das Engelbuch hat „gezogen“. Aber dahinter ist der Engel gestanden und hat den Menschen sachte bei der Hand genommen und ihn hingeführt zum Herr, „Ihn bete an, ich bin nur dein Mitknecht“ und hat und wird nicht Ruhe geben, bis der Mensch an seiner Hand nur mehr auf Gott schaut als auf sein Ziel und das ist das zweite Vorhaben der Engel in ihrem Werk.

Aber noch ist der Mensch nicht kampffähig. Die Bedrängnisse des Bösen beeinflussen ihn noch zu sehr, manch einer springt aus den Reihen der Engel weg in das bequemere „bürgerliche“ Leben des Durchschnitts, wo es die Unruhe des Herzens nach Gott nicht gibt und welches Leben Pater Leppich mit krassen Worten und ohne entschuldigende Maske uns darstellt. Die Kampffähigkeit des Menschen an der Hand des Engels liegt erst jenseits der nächsten Phase. Diese Phase lautet: Zuerst die innerliche und dann erst die äußerliche Bereitung, weil die Kraft aus dem Herzen und nicht aus dem Kleid kommen muss und das ist das dritte Vorhaben der Engel in ihrem Werk.

Wir sollen nicht ein Friedensklub sein, sondern eine Kampfgemeinschaft. Wir sollen nicht an Verein oder Bruderschaft oder Orden denken, bevor wir nicht innerlich bereitet sind und erprobt. Zuerst muss die Verinnerlichung unserer Seele erfolgen, ihre Läuterung und Reinigung, damit die Kraft Gottes darin wohnen kann. Es muss ein starkes zielbewusstes Streben nach der einfachen Wesenheit Gottes, mach dem absoluten Erfüllen des Willens Gottes, nach dem Omnia ad majorem dei gloriam, nach der Liebe Gottes da sein. Wir müssen auch bereit sein, geschlagen und gestoßen zu werden und nicht dabei zu jammern. Wir müssen bereit sein, alles zu lassen Gott zuliebe und uns nicht an Liebgewordenes festklammern. Wir müssen auch bereit sein, verdächtigt, verleumdet, hintergangen und übergangen zu werden um unseres Weges willen und auch dazu noch die Treue und die Freude aufzubringen zum „Ja“-Sagen. Wir müssen warten können ohne ungeduldig zu werden oder einzuschlafen. Wir sind innerlich noch lange nicht fertig und können noch und noch aus uns herausholen. So kommen wir immer näher zum Ziel, das uns die Engel gesteckt haben und das auch der Kern ihres Vorhabens in ihrem Werk ist: Die Gottesvereinigung, das Einssein mit Gott!

Dorthin wollen uns die Engel führen. Denn nur Gott in uns kann uns die Kraft zum Sieg geben auch über Atompilze von Dämonen über uns und Höllenschlünde unter uns. Und erst dann, wenn Gott durch uns hindurch ziehen kann wie bei den Engeln und Heiligen und in uns wohnen, dann stehen wir als kampffähig in den Reihen der Engel.

So bereiten uns die Engel:

Der eine von uns muss in die Reihe der Engel der Liebe hineinwachsen, der andere in die Reihen der Engel des Kreuzes und ein dritter in die Reihen der Engel des Wortes, je nach seinen Fähigkeiten, je nach dem Platz, wohin Gott ihn stellte. Aber jeder muss das innere Wachstum für seine erste und vordringlichste Aufgabe ansehen, sonst können die Engel mit ihm nichts anfangen. Und jeder auf seinem Platz muss dieses Einswerden Gottes mit Ihm Selbst erleben, der eine früher, der andere später. Es ist ein Hineinwachsen auch in dieses Einssein. Um sich davon eine Vorstellung zu machen, soll ein solches Einssein in seinen Stufen oder Phasen skizziert werden:

Durch die Engel, diese wunderbaren herrlichen Geschöpfe, sieht der Mensch Gott. Gott wird ihm nahe, Er kommt immer näher, es ist, wie wenn Gott Seinen Mantel voll Majestät und rauschendem Feuer auseinanderschlagen würde und der Mensch sieht den unbeschreiblich strahlenden Leib des Herrn, wir gehen, fallen Ihm entgegen, der Herr geht in uns ein und wir in Ihn, versinken in Ihn.

Und doch ist dies erst der natürliche Anfang des Einsseins mit Gott, weil wir noch mit unseren Sinnen arbeiten und empfinden. Aber schon wollen wir nicht mehr aus Gott heraus und wir sollen es auch nicht, weil wir sonst das Folgende nicht richtig tragen können. Diese Vereinigung Gottes mit uns spielt sich praktisch in unserem Leben als Anruf zur Umkehr, zur Gottesbindung fürs Leben, zur Liebesbindung an Ihn und in der hl. Kommunion ab.

Dann aber wird der strahlende Leib des Herrn, wir eingeschlossen in Ihm, transparenter, menschlicher. Das heißt, die Außenwelt drängt sich vor, wir sehen durch den Herrn hindurch auf die Not der Zeit, die Schäden der Zeit und so beginnt der Herr mit uns den Kreuzweg. Ohne diese vorherige Vereinigung würden wir den folgenden Kreuzweg, der praktisch das ganze Klosterleben, Priester-, Ehe-, Berufsleben umfasst weder richtig verstehen, noch richtig gehen. Wir können ihn nur in Gott verstehen und Ihm absolut, wie ein Blutstropfen eingebunden ist in den ganzen Blutkreislauf, gehorchen. Dies ist das Glied-Sein im Corpus Christi Mysticum und der Kreuzweg ist eine schwache Parallele zur Engelprüfung - in Zeitlupe und viel leichter, weil eben Gott in uns ist, der Erlöser. Wir werden immer durch den Sohn vor die Entscheidung gestellt „wer nicht mit Mir ist, ist gegen Mich“. Der Engel wurde durch den Geist vor die Entscheidung gestellt und darum war sie ewig, uns rettete die Menschwerdung des Wortes und Maria.  - August 2009 – (cpc)†

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