Top-GBrief-2

Der Mensch steht zwischen Strahlen

von oben und von unten

Häufig kommen in den Offenbarungen die Strahlungen vor, die von oben und von unten kommen. Am 24. Juli 1948 notierte Gabriele Bitterlich:

Der Erstgeschaffene unter den Engeln stand vor seinem Sturz Gott am nächsten und war mit den größten Machtvollkommenheiten ausgestattet. Ihm war die Erde als Reich verliehen, jene Erde, auf der das ewige Wort Fleisch zu werden gedachte. Wahrlich die größte Auszeichnung für ein Geschöpf, Herbergsvater von Gott selbst zu sein.

Aber Luzifer empörte sich gegen Christus, wie später Kain gegen Abel ... Gott der Vater wusste, dass dieser Luzifer in den Juden Seinen eingeborenen Sohn auf Erden töten würde. Und doch hat er  dem gestürzten Engelfürsten alle seine Kräfte gelassen, außer dem Entzug Seiner Liebe und Gnade und Gegenwart.

Das ist die Hölle Luzifers, niemals Gott werden zu können, ja nicht einmalig dorthin zu gelangen, wo er einstmals stand. Er ist nicht Gott. Er kennt Gott, er weiß, was es heißt, Gott zu sein. Darum strebt er wie ein Irrsinniger danach, sein Reich nach den größtmöglichen Machtgesetzen auszubauen, um Gott zu erreichen und zu stürzen. Er gleicht seine Gesetze und Einrichtungen täuschend den göttlichen an, nur im konträren Sinn, nicht Gesetze der Liebe, sondern des Hasses, der Verneinung, der Disharmonie.

So ist es auch mit den Strahlungen. Wir kennen natürliche auf der Ebene der Schöpfung, göttliche von oben herab und dämonischen von unten herauf. Die natürlichen, mit Messinstrumenten erfassbaren, nennen wir auch Wellen; es gibt auch noch wenig aufgeklärte Strahlungen von Wassern und Körpern aller Art, sowie nicht aufgeklärte wie Fernsehen, Willensübertragungen, Entmaterialisierungen und dgl.

Von den übernatürlichen, göttlichen Strahlungen nennen wir am meisten die Gnaden-Strahlen. Gott strahlt uns an durch Sein ganzes Wesen, durch die Allgegenwart der Augen Seiner Liebe, wie durch den Blitzstrahl Seiner Gerechtigkeit, durch die wärmenden Strahlen Seiner Barmherzigkeit, wie durch die Strahlen des Hl. Geistes.

Auch Luzifer sendet Strahlen über Strahlen des Blendens und des Täuschens. Strahlen von Lockungen und Drohungen, Strahlens des Hasses und Unfriedens, Strahlen, die Schaden bringen in Verwünschungen und in der Lust am Bösen.

Der Mensch steht zwischen diesen Strahlen von oben und von unten mit seinem freien Willen. Dieser ist ihm von Gott zugesichert. Gott respektiert ihn auch. Der Mensch kann die Strahlen Gottes annehmen oder ablehnen, er ist zu nichts gezwungen. Luzifer respektiert den freien Willen des Menschen nicht, er zwingt, wo er nur kann, er wirbt und droht und versucht, den Menschen umzulegen, wo und wann und wie immer nur Tag oder Nacht Gelegenheit dazu ist. Aber trotzdem kann er nur dort in den Menschen eingehen, wo ihm dieser freiwillig die Tür öffnet. Gott hat die oberste Gewalt auch über alles Drängen Satans. Und wenn Gott auch Strahlungen des Bösen zulässt, so ist damit noch lange nicht gesagt, dass wir ihnen auch unterworfen seien. Gott lässt solche Strahlungen oft in der Absicht zu, auf lange Sicht, dass wir uns der Macht der Kindschaft Gottes mehr bewusst werden als der Knechtschaft Satans. Gott will, dass wir uns selbst befreien von der Knechtschaft Satans mit der Hilfe Seiner Strahlen und unseres Willens. Heißt es nicht im Evangelium: „Ich will, sei rein!“

Der Herr selbst als Haupt des Corpus Christi Mysticum hat uns dies versprochen; wir müssen uns in aller Demut Sein Wollen aneignen, denn Er will, dass wir wollen. Dieses Wollen in Seiner Liebe, mit Seiner Hilfe ist das beste und einzige Schutzmittel und die sicherste Gegenwaffe. Füllen wir uns an bis zum Rand mit der Liebe Gottes und wollen wir dann den Bösen abwehren, so kann er uns nichts an.

Angriffsstrahlen muss man mit Abwehrstrahlen begegnen. Abwehrstrahlen sind das Schleudern der Liebe und Barmherzigkeit Gottes, nicht der Rache, mitten in die feindlichen Reihen. Abwehrstrahlen sind die Waffen unserer Mitkämpfer, der heiligen Engel, die wir nur zu rufen brauchen. Abwehrstrahlen sind der Sturm der Liebe und der Anbetung auf das Herz Gottes. Die Anbetung Gottes ist die größere Abwehrstrahlung als sonst ein Hilferuf oder ein Dreinschlagen. Abwehrstrahl ist die Aufopferung der Zulassung Gottes für die sterbenden Todsünder. Abwehrstrahl ist die Sühne für den menschlichen Urheber der feindlichen Belästigungen.

Dem Feind müssen wir einen kalten Kopf zeigen, weil wir das heiße Herz für Gott allein bewahren wollen. Kein Heiliger hat sich dadurch des Bösen erwehrt, dass er sich ängstlich hinter sein Gebetbuch verkrochen hat. Nein, jubelnd hat er Gott gepriesen und mit einem krachenden Abwehrstrahl, direkt geschöpft aus dem Herzen Gottes, ist das Böse hinausgeflogen. Helden wollen wir sein, ja, und keine Waschlappen. Der Teufel ist nicht nur im Sprichwort feig. Wer hat denn die größere Waffe als der, der in der Liebe Gottes ist? Die Strahlungen Gottes einzufangen und auf uns zu ziehen, sei unsere Aufgabe, dann werden die uns bedrängenden satanischen Strahlungen ganz von selbst verschwinden.   - Mai 2010 – (cpc)†

- 15351038.0829 -

Seite noch oben

Index: GB-Visionen 

Mystik

AKE-Visionen

       Bitterlich   

Exorzismus

GB-Visionen

 

Zeitung

Mystik

SB