Begegnung mit dem Teufel

Am 10. Juli 1948 notierte Gabriele Bitterlich ihre Erlebnisse vom 9. Juli, da sie den „Kreuzweg der Verlassenheit“ beginnen musste:

„Dann durch die unendliche Barmherzigkeit Gottes mit und durch den Herrn Seinen Kreuzweg gegangen. Wie sind alle Wege der Menschen verschwindend gegen diesen Weg! ... Nach einigen Stunden Hausarbeit in großer Erschöpfung dann, nachdem alles zur Ruhe gegangen war, den Weg der Verlassenheit bis zum ersten Fall gehen müssen. Anderntags fast nicht mehr körperlich hochkommen können. Trotzdem große Belastung von außen. In den wenigen freien Minuten angefangen niederzuschreiben. Dabei das Wachsen eines Hornes an der Stirne gespürt. Im selben Maß, als dieses Wachsen zunahm, auch die Angst in der Erkenntnis der eigenen Schwäche und Widerstandslosigkeit zugenommen. Gebetet und angebetet.

Gegen Mitternacht nach dem Willen des Herrn die Seele sich aufgemacht zu ihrem Weg, aber im gleichen Moment knapp unter der Tür angehalten worden von einem Herrn im Abendanzug; es schien, als käme er eben aus dem Klub. Er machte eine Handbewegung und sagte höflich. „Nur auf ein Wort, meine Liebe, ich will nicht aufhalten. Ich möchte dich nur sehr warnen, dieses gefährliche Spiel weiter fortzusetzen. Bedenke, dass wir die Macht haben, unseren Geist beliebig von unserem Körper zu trennen und für uns arbeiten zu lassen. Das könnt ihr nur in einem ganz verschwindend kleinen Maß, und so seid ihr uns gegenüber ständig im Nachteil. Es wird alles, das du tust oder schreibst, überwacht. Und jetzt wird uns dein Treiben etwas zu viel. Siehe einmal her: Ihr habt die Kraft zu opfern, zu lieben und zu leiden, wie ihr sagt, im Hinblick auf ein Jenseits, auf das ihr blind vertraut. Nun schön und recht, wenn es euch Spaß macht, aber was gibt es euch hier? Wir haben andere Kräfte, wahrhaft andere, glaubst du das? Sieh nur einmal die Macht des Geldes oder die Macht, euch in Not zu stürzen. Das sind reale, greifbare Dinge, über die sich reden lässt. Willst du hier allen zum Unheil werden, deiner Familie, deiner ganzen Umgebung und Zeit. Du wirst es, trittst du nicht in letzter Stunde zurück. Hör auf und du kannst alle retten und ihr könnt in Frieden und Ruhe eurem Gott nach Herzenslust dienen, wir werden euch nichts mehr in den Weg legen. Andernfalls garantiere ich dir für das, was ich gesagt habe.“

Die Seele konnte nicht antworten. Die vom Brot des Herrn gebrannte Zunge war wie Feuer. Sie konnte nur die Stirn mit dem Horn gegen den Mann neigen, das war ihre einzige Waffe. Sie schloss die Augen und dachte nichts anderes als immer nur: „Mein Gott und mein Alles!“

Es rührte sich lange nichts. Als die Seele wieder die Augen öffnete, erschrak sie sehr. Denn aus dem Horn schoss Licht, und der Mann saß mitten im Lichtkegel und starrte mit weit aufgerissenen Augen hinein. Plötzlich schlug er beide Hände vor die Augen und verschwand. Es war wie ein blitzartiges Gefühl der Seele, „Ein Fisch an der Angel“, aber schon war sie inmitten ihres Weges und bemühte sich umsonst, unter der Last hochzukommen, wenn nicht die barmherzigste aller Mütter, die Madonna della strada, geholfen hätte. Niemand anderer hätte dies tun können. Sie, die Mutter allein, konnte diesen Weg der Verlassenheit betreten, die allergütigste bittende Allmacht.

Anmerkung: Mehrfach hatte sie das Gefühl, als wüchse auf ihrer Stirn ein Horn, das sich in diesem Fall als Waffe gegen Satan erwies. An dieser Episode fällt auf, welche Bedeutung die Engeloffenbarungen für den Teufel haben. So erklärt sich auch der furchtbare Kampf, den er gegen das Engelwerk angezettelt hat. Überraschend war nur, in welcher Form ihm Personen der Kirche und Mitglieder des Engelwerkes dabei geholfen haben.

Ein Dämon äfft Maria nach

Der folgende Text gibt einen Einblick in das konkrete Gegeneinander von Teufeln und Engeln: Der himmlische Gegenspieler des Fürsten Berzabel ist ein knieender Engel, grad wie ein Märtyrer, sein Name ist so ähnlich wie Gratiel oder Galathiel, sein Sinn ist jedenfalls „sühnende Liebe“. Er brennt vor Liebe und beachtet diesen sehr unheimlichen Fürsten gar nicht. Und dabei ist gerade dieser Engel der erste des Chores der Gewalten und Träger der besonderen Stärke Gottes. Dieser Berzabel hat ganz merkwürdigerweise die Giftschlangen, die Spinnen und den Hund als Knecht. Berzabel hat auch das Eisen als Knecht und wirft Fieber, Wahnsinn und Empörung auf die Erde. Galathiel aber hütet den Rubin und die bittere Myrrhe.

 

Der Planet Venur (Venus?) wird „Unsterblichkeit Gottes“ genannt, sein Engel St. Ariel ist wohl der Schönste aus dieser Schar der Weltgestirnengel. Es geht auch dort wohl noch am friedlichsten zu, denn der satanische Gegenspieler (so ähnlich wie Camael oder Ismael, jeder, der die Lüste und Triebe unter sich hat, kupfrisch schaut er aus oder doch grünspanig, während Ariel die gelösten Farben wie Abendhimmel oder Regenbogen hat) ist einfach triebhaft oder erdhaft irgendwie. Weil er erdhaft ist, gehört ihm auch das Schaf und der Spatz als Knecht, Ariel aber die Taube. Und Schaf und Spatz werden so wenig von den Mächten der Finsternis geachtet, dass sie ohne weiteres in die Erlösung übergehen dürfen; so geht es den Geringsten unter den Menschen, um die ist auch kein Geraufe von Seiten der Teufel. Was einen hier am meisten kränkt ist, dass dieser Camael der Nachäffer unserer himmlischen Mutter ist und immer kniend die Besuche Luzifers empfängt und sagt: „Mein Herr und mein Gott!“

Der Planet Saturn scheint bei den Mächten der Finsternis eine bedeutende Rolle zu spielen. Er ist als Thron diesem „Geist Gott“ Luzifers geweiht. Bei den himmlischen Mächten aber heißt er „Erlösung durch Gott“ und sein Engel Jophiel trägt den Sinn „Bekehrung durch Buße“. Auch hier wieder das Groteske: Diesem großen Geist unterstehen als Knechte die Ratten und die Kröten. - Mai 2010 – (cpc)†

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