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Die Engelbücher von Mutter Bitterlich

… Beim Studium des Materials von Mutter Bitterlich sind mir wieder einige Dinge aufgefallen, die wichtig genug sind, um sie Ihnen mitzuteilen. Es geht um die Offenbarung über die Tagesengel und die Engel der beweglichen Feste, die von der Schutzengelbruderschaft Innsbruck in zwei kleinen Bänden zusammengefasst und herausgegeben wurden. Mir liegen die Bände der Auflage von 1969 vor.

Ich fand jetzt das Original der „Einführung in das Kalendarium der heiligen Engel“, das an mehreren Stellen erheblich von der gedruckten Einführung abweicht. Im Original heißt der erste Satz: „Zum ersten Male liegt das Kalendarium der heiligen Engel in der bisher größten Vollständigkeit vor. Niemals wird der Mensch das Reich der Himmlischen Hierarchie völlig ausschöpfen können.“

Die ersten Sätze der gedruckten Einführung lauten: „Das vorliegende Kalendarium ist eine Lehr- und Betrachtungsschrift des Opus Angelorum und ausschließlich für die Mitglieder des Werkes bestimmt. Nur wer an die Engel Gottes glaubt, wer sie liebt und sich von ihnen führen lassen will, wird sich in diesem Kalendarium zurechtfinden.“ Von der Ausschließung des gewöhnlichen Gläubigen aus dem Kreis der Leser ist im Original nicht die Rede.

Dort heißt es dagegen: „Und es soll mit diesem Kalendarium auch nur ein Tor aufgestoßen werden zu einem innigen Anschluss an unsere großen himmlischen Geleiter. Es soll der menschlichen Vorstellungsfähigkeit durch die Gnade und Barmherzigkeit Gottes ein Weg gewiesen werden zu einer solchen innigen Verbindung. Diese innige Verbindung ist auch der Zweck aller Schriften über die heiligen Engel und auch der Zweck des Kalendariums: Den Engel durch die uns von Gott gegebenen geistigen Gaben sehen zu lernen, d. h. kennen zu lernen, hören zu lernen, ihn in unsere geistige und sichtbare Welt einbauen zu lernen... „

Weiter heißt es im gedruckten Text: „Es ist dieses Kalendarium ähnlich dem Versuch eines unbeholfenen Menschen, an eine Hausmauer mit einem Buntstuft das Bildnis eines vom ihm geliebten Bruders, aber nicht als Karikatur, sondern in ernstlich gutem Wollen aufzuzeichnen.“ Im Original lautet dieser Satz aber: „Es ist dieses Kalendarium ähnlich dem Versuch eines Kindes, mit einem Rotstift an eine Hausmauer das Bild seines Bruders... aufzuzeichnen.“

Die Reservierung der Texte für die eigenen Mitglieder entspricht nicht der Intention der Offenbarung und die Verantwortlichen müssen sich - sofern sie noch leben - fragen lassen, warum sie die Erkenntnisse über die Engelwelt als „Herrschafswissen“ behandelt haben. Der zweite Fehler ist harmlos, aber dumm. Ein Kind darf mit Kreide an einer Mauer malen, ein Erwachsener gerät aber in den Verdacht, ein Schmierfink zu sein. Welchen Grund hatte diese Veränderung?

Einige Zitate aus dem Original-Vorwort, um zu zeigen, welche Bedeutung diese erste Engel-Offenbarung hat: „Jeder Engel ist eine Persönlichkeit für sich, viel ausgeprägter und vollkommener als der Mensch; er trägt seine endgültige Prägung bereits in sich, zum Unterschied vom Menschen, der diese seine Prägung erst mit seinem letzten irdischen und ersten ewigen ‚Atemzug’ erreicht hat. Aber genau so, wie wir Gott von tausend Seiten beleuchten können; immer bietet sich uns eine völlig neue, unausschöpfliche Sicht, und doch ist es immer der Eine Gott. Und genau so, wie wir den Menschen von allerhand Seiten ins Auge fassen können und immer wieder die eine oder die andere Eigenschaft, Stellung, Art, Tätigkeit als den einen maßgebenden Grund voranstellen, nach dem wir das Bild dieses Menschen formen oder darstellen, genauso ist es bei den heiligen Engeln.

Kein Engel ist mit dieser kurzen vorliegenden Beschreibung auch nur annähernd wirklich beschrieben. (... ) Wir lernen den Engel im Kalendarium in seiner Unterschiedlichkeit kennen. Aus dem bisherigen Gattungsbegriff ‚Engel’ formt sich die Verschiedenheit der Engel nach Chören. Jeder Chor ist in etwa vergleichbar mit einem großen Volksstamm, jeder für sich mit einer starken Eigenprägung, die ihn deutlich von den anderen Volksstämmen unterscheidet. Und innerhalb dieses Chores, der ebenso wie ein Volksstamm auch nicht nur aus Masse besteht gleicht den Sandkörnern, sondern einen richtigen Aufbau, eine innere Struktur aufweist, preisend die unendliche Heiligkeit und Weisheit Gottes und ausgerichtet auf den großen Schöpfungs-, Erlösungs- und Heiligungsplan des Dreieinigen Gottes, lernt der Mensch die verschiedenen Engel, einzeln oder in Gruppen kennen. (... )

Die Welt der Engel zeigt sich uns in einer großen Dreiteilung; die Väter der Kirche, die Kirchenlehrer nennen sie Ternare. Im Engelwerk werden sie Ringe genannt. Der erste Ring umfasst die Engelwelt um den Thron Gottes im Himmel, die Engelwelt des anbetenden Seins um Gott. Der zweite Ring umfasst die Engelwelt im Raum der großen Schöpfung in ihren verwaltenden Aufgaben. Der dritte Ring endlich spannt sich um den Raum der Menschwerdung Christi und der Erlösung und umfasst die Chöre der Mächte, Erzengel und Engel und ihre ganze Hilfeleistung zu unserer Rettung.

Den obersten Ring der Anbetung bilden vor allem die drei Chöre der Seraphim, der Cherubim und der Throne. Jeder dieser drei Chöre liegt in der ihm selbst am höchsten erreichbaren Nähe Gottes und wird von einem Gnadenstrom gespeist, der von Gott herab über sie und die unter ihnen in den beiden anderen Ringen stehenden Chöre fließt und genau so der Eigenart jedes Chores entspricht. So trifft der Gnadenstrom des Lebens alle Engel des Lebens, die in besonderer Weise dem Schöpfungs- und Bündnisgedanken - und damit dem Vater zugeordnet sind.

An dieser Stelle wäre daran zu erinnern, dass jeder Mensch einen Schutzengel hat, d. h. so viele Milliarden Menschen, so viele Schutzengel, die aber wiederum nur einen Teil der Engelwelt bilden. Der Mensch, der an Gott glaubt und in der Gnade lebt, hat den vollen Schutz seines Engels und Anteil an den Gnaden, die über ihn fließen. Der Mensch, der nicht an Gott glaubt, hat diesen Schutz und diesen Anteil an den Gnaden nicht, da er nicht zur heiligen Kirche gehört. Hier wird schlagartig deutlich, was den Menschen vorenthalten wird, wenn sie nicht - wie von Christus angeordnet wurde - zur Kirche und zur Taufe geführt werden.

Wir brauchen aber gar nicht von den Menschen zu reden, die nichts von Gott und den Engel wissen, es genügt, sich nur mit den katholischen Gläubigen zu befassen, die von ihrer eigenen Kirche noch nie etwas von den Engeln gehört haben. Diese kommen in der modernen Kirche auf Ikonen und alten Kirchenbildern vor, oft auch in Kinderbüchern, dargestellt in jener kitschigen niedlichen Darstellung, die zur Weihnachtsstimmung gehört und „einfach süß“ ist. Das aber hat mit den Engeln so gut wie nichts zu tun. Wie wir aus den Engel-Offenbarungen von Maria Magdalena wissen entziehen sich die Engel der drei obersten Chöre unserer Vorstellungskraft. Einige sind wie riesige Feuerräder, von anderen heißt es, sie trügen Gott durch den Himmel.

Die Engel der Endzeit, die am Schlusskampf mit den gefallenen Engeln und Dämonen teilnehmen, sind so gewaltig, dass sie mit je einem Fuß auf zwei Ländern stehen. Die sind nun keineswegs lieblich, sondern furchterregen, aber gerecht und immer im Dienst der Liebe, die zur Gerechtigkeit gehört. Gäbe es in der katholischen Kirche eine Theologie der Engel, wären wir heute nicht in diesem elenden Zustand. Die Kirche verhält sich so, als ob es im Himmel außer der Heiligsten Dreifaltigkeit, der Gottesmutter und den bekannten Erzengeln noch ein paar Heilige gibt, der Himmel im übrigen aber als ziemlich unbesiedelt erscheint. Das ist nicht nur ein grotesker Irrtum, sondern eine Missachtung der Engelwelt.

 

Bei den Überlegungen zum Druck der beiden Engelbücher von Mutter Bitterlich spielt eine wichtige Rolle, das Bild der Tagesengel bei Maria Magdalena zu ergänzen durch die ausführliche Darstellung der Engel in den neun Chören, den drei Ringen und dem System ihrer vielfältigen Verflechtung. So wie es jetzt aussieht, wird sich die römische Kurie nicht mit den Engeloffenbarungen der beiden Mystikerinnen befassen, zum Schaden der Gläubigen wie der Heiden. Denn aus den Offenbarungen geht - fast nebenbei - natürlich auch hervor, dass die heiligste Dreifaltigkeit nichts zu tun hat mit Allah, Buddha oder irgendwelche anderen Götzen und Dämonen. Denn keine von diesen erfundenen Figuren hat auch nur einen einzigen Engel in seiner Nähe, geschweige denn Milliarden. Sie sind so armselig, dass einer von ihnen ein Pferd benutzte, um im Himmel vorwärtszukommen.

So gehen wir mit dem von Pater Hansjörg Bitterlich initiierten Engelbund den nächsten Schritt in der Erweiterung unserer Erkenntnis, indem wir in Kürze das Kalendarium von Mutter Bitterlich gedruckt vorlegen. Auf diese Weise wird der Versuch unternommen, von den Gläubigen her das Engelwissen zu verbreiten, bis es eines Tages in Rom landet und womöglich erneut geprüft und angenommen wird. Von Rom geprüft sind die Texte schon einmal, und zwar durch die Glaubenskonkregation. Sie hat sie nicht verurteilt, und sie hat sie nicht anerkannt; sie hat sie nur zur Kenntnis genommen. Der spätere Konflikt mit Rom bezieht sich nur auf die Praktiken des Opus Angelorum und auf die Verwendung der Texte im Engelwerk bzw. im Kreuzorden.

Die Schutzengel haben zwar einen eigenen Chor, den neunten, aber da jeder Engel auch Schutzengel ist, stellt sich der Mensch sofort die Frage, welche Menschen es sind, die einen Cherubim oder einen Seraphim zum Schutzengel haben. Das geht aus der Offenbarung natürlich nicht hervor, aber wir erfahren, welche Wirkung von den Engeln der beiden obersten Chöre ausgeht: „Führt ein Schutzengel aus dem Chor der Cherubim einen Menschen, wird dieser Engel wie ein Kraftspeicher wirken, der zu allen Engeln seines Chores, wie jener der Gewalten und Erzengel Verbindung hat und ihre Kraft bei sich einfließen lässt. Es wirken immer drei Cherubim in dem einen durch das dreifache Antlitz, das ihr dreifaltiges und doch wie ein Keil wirkendes Tun versinnbildet, dies bleibt auch dem Schutzengel als ein Wesensmerkmal bei.

Wenn z.B. der Cherub der Klarsicht auf Gott, der sich auch ‚Auge Gottes‘ nennt und wie ein Fundament wirkt, aufgerufen wird, einen Bau der hl. Engel auf Erden zu beeinflussen, so wird er sich dazu eine Zeit aussuchen, wo sein ‚anderes Gesicht‘, der Engel der Himmelfahrt Mariens, den größten Einfluss auf die Menschen haben könnte und wo der dritte zu ihm Gehörende, der Engel des Wortes Gottes, als Fundament dafür sorgen kann, dass ein festes Fundament in der hl. Kirche für diesen Bau geschaffen wird.

Von der Tätigkeit dieser Cherubim und ihrem Einfluss wissen wir meist nichts. So werden viele Kriege schon verhindert worden sein, manche Orden wieder erneuert, manche Strafgerichte abgewendet, mancher Schachzug des Bösen in seiner weittragenden Wirkung zunichte gemacht. Aber alle Cherubim führen ihren Schützling zuerst und ganz nahe zum Erlöser, dessen Begleiter sie alle sind.

Das gibt uns eine gewisse Vorstellung von der Wirkung eines Schutzengels aus den hohen Chören. Das legt die Vermutung nahe, dass bestimmte Persönlichkeiten, Päpste, Heilige, Ordensgründer, christliche Politiker einen Cherub oder Seraph als Schutzengel haben, manche von ihnen aber auch zwei oder drei. Vom Leben Maria Magdalenas wissen wir, dass sie zeitweilig mehrere Schutzengel hatte, woraus man auf die Bedeutung ihrer Aufgabe als Mystikerin und Sühneopferseele schließen kann.

Nach allem, was wir über die Schutzengel lesen, wird klar, dass ein Mensch, der durch seinen sündigen Zustand die Gnaden und den Schutzengel verloren hat, keine Chance hat, den Versuchungen der Dämonen zu entkommen. Auf der anderen Seite sind eine geordnete Lebensführung, eine geregelte Arbeits- und Freizeit, warmes und sauberes Essen wichtige Voraussetzungen für die Abwehr der schädlichen Einflüsse. Dazu gehört auch ein Fastentag, der das Eindringen der Dämonen verhindert. Alles, was aus der unverdorbenen Natur kommt, hat Vorteile.

Die Aufgaben der Engel sind so verteilt, dass sie für die gesamte Schöpfung verantwortlich sind. Das wird ihnen von den gefallenen Engeln streitig gemacht, die nun wiederum ihrerseits versuchen, die Natur gegen den Menschen einzusetzen.

Bei Hildegard von Bingen haben wir gelernt, dass die heutige Menschheit mit ihrem Zustand der Glaubenslosigkeit die Ordnung der Schöpfung schwer beschädigt hat, was zunehmend zu Katastrophen führt, die sich in dem Maße steigern, wie sich die Menschen weiter von Gott entfernen und immer bösartiger werden.

Bei Mutter Bitterlich lesen wir, dass die Dämonen Einfluss nehmen auf Gesundheit und Krankheit: „Merket euch: Herz-, Augen- und Nervenkrankheiten können durch die Strahlungen von den Dämonen der Sonne verstärkt werden (starker Luftdruck, Spannungs- und Reizstrahlen). Wendet euch an St. Michael, verwendet die seinen Engeln zugeordneten Zitronen, Orangen, Rohkost aller Art, Hagebutten, Preißelbeeren. „Bei Entzündungen, Ausschlägen und Fieber ist, so hören wir weiter, Beelzebub am Werk. Da helfen Kamille, Wermut, Wacholder, Baldrian, Anis und Öl.

„Merket euch: Kreislaufstörungen gehen vielfach von Strahlungen Ismaels (ein Dämon) aus. „Häufig führen sie zu Rheuma und Hexenschussß. Dagegen helfen Nüsse, Honig, Feigen und Weizenschrot. Zu vermeiden sind Überanstrengungen. Ein Fastentag zu Ehren des heiligsten Brotes ist sehr wirksam, weil dessen Engelhüter dem Dämon Ismael gegenübersteht. Chronische Krankheiten von Niere, Leber und Darm liegen oft unter den schädigenden Strahlen des Dämons Selial. Eine Hilfe dagegen ist die Pflege des Sühnegedankens, dessen Engel diesem Dämon gegenübersteht. Dadurch wird die Kraft des Engels gesteigert. -  (Juli 2005) – (cpc) †

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