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Die Geheimnisse der Geburt Christi

und die Engel der Weihnachtszeit

Die Offenbarungen über die hl. Engel, die Mutter Bitterlich von Jesus Christus erhielt, führen uns in einmaliger Form in die Geheimnisse Seiner Geburt und die der Engel ein. Es folgen die Offenbarungen über die Engel vom 24. und 25. Dezember.

St. Dimachiel - 5. h. Chor - Engel der Geburt

24. Dezember - Weihnachtsvigil

Maria+JesusSo war er das erste Mal zu erkennen, dieser wunderbare Engel aus dem Chorteil der Hohen Gewalten, St. Dimachiel, der Engel der Geburt. Es war am Heiligen Abend im Stall von Bethlehem. St. Joseph war, Hilfe zu suchen, wieder stadtwärts geeilt. Da stand vor der knienden, betenden Jungfrau der Engel der Gewalt, priesterlich gekleidet. Er ist es, der von Gott die Aufgabe erhalten hat, seine Hand auf den Leib der Mutter zu legen, und das Kind in ihrem Schoß steht auf und kommt.

Jede Frau seit Eva macht in diesem Kommen des Kindes die Austreibung aus dem Paradies mit, wie Vorhölle und Golgotha in allen Phasen und Sinnen der Frau. Seit dem Paradies dient St. Dimachiel in dieser Aufgabe; alle Menschen sind durch seine Hand gegangen.

Vor Maria aber kniet sich der hohe Engel ehrfürchtig in das Stroh; er berührt Maria nicht.

Er sagt bloß, tiefgebeugt: „0 Herr, unser Gott, wir bitten Dich, komm!“

Himmel und Erde halten den Atem an. Der Herr der Welt tritt, Seiner Macht entkleidet wie im Heiligsten Brot, in die Welt, wahrlich wie durch ein Nadelöhr, wenn man den armen Stall mit der Erde vergleicht. Er geht als Kind hindurch, nicht für die Reichen, sondern für die Armen, die Ärmchen ausgebreitet, bereit für das kommende Kreuz.

Und hinter St. Dimachiel knien noch drei Engel der Gewalt: St. Najim, der Engel der Wandlung, des irdischen Todes; er zeichnet ehrfürchtig seinem Gott das Kreuz über den ganzen Leib, über alle Glieder. St. Mun, der Engel der Hingabe; er ist verhüllt und trägt seine Schale voll leuchtenden Blutes wie Opferwein. St. Hariel, der Türöffner; er stößt die Türe zum Neuen Bund Gottes mit den Menschen auf. Er hält mit St. Gabriel, der neben Maria kniet, den Mantel der Jungfrau um das holdselige Kind. Eja, Christ ist geboren!

Gebet: Singt mit uns, ihr Engelscharen, dass uns das Heil der Erlösung geworden ist, Christus, der Herr, der Retter. Amen.

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St. Reesch - 1. Chor - Fest Christi Geburt Engel des Lebens

25. Dezember

Wenn sich dieses größte aller Wunder ereignet: „Und das Wort ist Fleisch geworden“, dann gebührt wohl einem der drei höchsten, uns verhüllten Engel der Ehrenplatz als Fürbitter dieser Menschen, um deretwillen Gottes Sohn Sich so entmachtete.

Er ist nicht zu erkennen, nur begrifflich zu erahnen. Seine Geschöpflichkeit ist noch so in das Licht der Göttlichkeit eingetaucht, sein geschöpfliches Licht noch so durchsetzt vom Göttlichen Licht, dass der Mantel des Engels, der ihn verhüllt, einem Lichtring gleicht, dem Lichtring des Dreieinigen Gottes. Es ist St. Reesch, der Engel des Lebens, der auf dem Haupt des Schöpfers, auf Seiner Stirne steht und den Strom der Lebensgnade, der dort in einer unermesslichen Breite entspringt, weiterleitet an die Geschöpfe, vorerst an die Throne, die Fürsten und die Engel, aber auch Zweigströme an alle Engel, besonders an die Engel, welche dem Vater zugeordnet sind.

Er ist verhüllt, uns nicht begreiflich. Sein Mantel ist der Ausdruck des Umhülltseins mit Gott, aber auch des von uns nicht Erkanntwerdens. Von Gott her gesehen, bedeutet der Mantel ein Dreifaches: Das „Werde!“ des Vaters, das vom Vater eingehüllte Ja-Wort des Sohnes, den Liebeshauch des Heiligen Geistes. Dieser Engel ist im Hinblick auf den Vater „die Leuchte“, denn Leben aus Gott ist Licht aus Gott (darum hieß der ersterschaffene Engel „Lichtträger“ - Luzifer). Dieser Engel ist aber auch im Hinblick auf den Sohn „Wandlung“, denn der Sohn wandelte und wandelt das gebrochene Leben wieder ins ungebrochene, das zeitliche ins ewige Leben. Dieser Engel ist endlich im Hinblick auf den Geist „Frieden“, da er an diesem Tag Maria trägt und ihr dient, der Königin des Friedens, der Braut des Geistes, der schweigenden Liebe. So ist St. Reesch die Leuchte, der Gewordene durch den Vater, Der werden lässt, er ist Wandlung durch den Sohn, Der neuwerden lässt, er ist Friede durch den Heiligen Geist, Den Heilmachenden und Heiligenden.

Er ist das Maß und die Ordnung des geschöpflichen Werdens, Neu-Werdens und Heilmachens. Er hat die Fülle seiner Macht bei der Menschwerdung des Sohnes erreicht, und St. Reesch wird neuerdings zur Fülle der Macht kommen, wenn der Herr, König Himmels und der Erden, einst sagen wird: „Siehe, Ich mache alles neu!“

Gebet: Heiliger, Starker, Unsterblicher Gott, lass uns bittend die Hände falten und klein sein, so klein wie das Kind zu Bethlehem, da uns die Fülle Deiner Macht, wie sie im Engel des Lebens erahnbar ist, erschlägt. Lass uns bloß Hirten sein, arm und gering, und Kind sein vor Dir, damit uns Deine Vatermilde helfe und führe. Amen.

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St. Jah - 1. Chor - „Guter Gott“

25. Dezember

Heute, in dieser Nacht zum 25. Dezember, ist das Auftun des Himmels und das Herabkommen der zweiten Göttlichen Person, des Wortes, Das Fleisch wurde auf unserer Erde, gefeiert worden.

In den Jubel der Seraphim und Cherubim und Throne mischt sich der Klang der Glocken aller Kirchen der Erde, mischt sich der Kindergesang und der Lobpreis aller um die Krippe.

Drei Engel stehen an diesem Hochheiligen Christfest vor Gottes Thron: Einer der höchsten, einer der geringsten Engel und einer in der Mitte. Letzterer ist St. Jah, der Seraph, der Mittler, der heißt: „Guter Gott“. Auch unser Herr ist als Mittler gekommen, und hoch und nieder gelten gleich vor Seinen Augen. Er ist Mensch geworden, um uns zu erlösen. Der Sturz von der Göttlichkeit in die Gott-Menschlichkeit ist größer als der Sprung vom gottnahen Seraph St. Jah zum kleinen Engel St. Nun. Wir Menschen würden diesen Sturz aus dem höchsten Himmel in den kalten Stall von Bethlehem eher als einen Selbstmord bezeichnen, wenn er nicht dem herrlichsten Geschöpf, das je in Verborgenheit blühte, gegolten hätte: In Maria ist Gott Mensch geworden, in diesem Geheimnis Gottes und Seiner Liebe, dieser großen, einmaligen Liebe des Dreieinigen Gottes.

Es ist ein unbegreifliches Geheimnis um die Menschwerdung Gottes; der Mensch hat es nie ganz erfasst, der Engel eher. Es war auch die Ursache des Engelsturzes, vorab Luzifers, dass er nicht wahrhaben wollte, was für Folgen sich aus der Menschwerdung des Wortes für die Engel ergeben. So liegt in der Menschwerdung von Anbeginn die Gegensätzlichkeit, Scheidung und Trennung, Leben und Tod, Sühne für die Sünden der Welt, Erlösung und Heimholung.

St. Jah, der große Seraph, steht zunächst vor Gottes Thron. Er trägt die Verbindung Gott-Mensch, die mit dem heutigen Tage für alle Ewigkeit besiegelt wurde. Er ist Seraph des Sohnes, und da er wie alle Seraphim dreifach ist in seiner Einheit, so gehört je ein Seraph des Vaters und einer des Geistes zu ihm: St. Elchai, der die Güte und Milde des Gotteswortes trägt, und St. Akaba, der Engel des Geistes, der das Wort trägt: „Erschienen ist die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes.“ So ist dieser dreifache Seraph ein Seraph der Güte Gottes in der Güte des Vaters, in der Güte des Sohnes, in der Güte des Heiligen Geistes. Nicht die Gerechtigkeit an erster Stelle hat Gott Mensch werden lassen, sondern die Güte (Liebe). Weihnachten aber ist ein Fest der Liebe, der Güte des Vaters, Den wir nie und nirgends so deutlich als Vater sehen wie über dem Stall von Bethlehem.

Gebet: Dich, o Gott, loben wir, Dich, o Gott, preisen wir, Du hast, um die Menschen zu erlösen, nicht verschmäht der Jungfrau Schoß. Himmel und Erde sind voll Deines Ruhmes. Heilig, Heilig, Heilig bist Du, Herr!

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St. Nun - 9 Chor - Engel der Geringen

25. Dezember

Unser Herr sagte: „Und die Letzten werden die Ersten sein.“ Zur Bekräftigung dieses Wortes hat Er den Engel der Letzten, der Geringsten, in die erste Reihe der Engel um Seinen ersten Thron auf Erden gestellt, St. Nun, den Engel der Bettler, der Armen. Dieser fast menschlich anmutende, schmale Engel, dem großen Engel der Gewalt, St. Abbael, dem Engel des Kreuzes, zugeordnet, steht heute im Namen der Geringsten vor der Krippe, dem ersten Thron des Fleisch gewordenen Wortes. Er steht hier zusammen mit den höchsten Engeln: Dem verhüllten Engel des Lebens vom Haupt Gottes und dem in unfassbaren Lichtglanz eingehüllten Seraph St. Jah, der heute seine Macht abgetan hat, dem Kind zu Ehren, und auch, um St. Nun, den Engel der Geringsten, zu ehren. Diese Spanne zwischen St. Jah und St. Nun ist kaum fassbar: St. Nun kommt von der Erde her, von der Betreuung der Armen und Elenden, Obdachlosen und Heimatlosen, Hirten und Bettler, die in der Tiefe und in den Kellern und an der Straße liegen. St. Jah aber kommt von der Höhe her, vom Thron Gottes über allen Himmeln, von der Majestät des Dreieinigen Gottes, die für uns unverhüllt nicht tragbar ist.

Hier vor der Krippe treffen sie sich. Und hinter St. Nun kniet St. Abbael mit dem Kreuz. 0 muss der Blick des Kindleins schon jetzt auf das Kreuz fallen? Aber da schieben sich die Schützlinge St. Nuns, die Hirten, herein, und Maria lächelt sie alle an, den höchsten und den niedrigsten Engel, das Kindlein und die Hirten. Friede den Menschen auf Erden, die guten Willens sind. Lasset uns mit allen Engeln anbeten den Herrn der Welt!

St. Nun hat ein den Geringsten angepasstes und neben den großen Engeln fast lächerlich wirkendes Symbol: Ein hölzernes kleines Schaf, das legt er dem Göttlichen Kind in die Händchen. So arm sind die Geringsten, dass sie nichts Besseres haben. Aber im holdseligen Lächeln Jesu liegt schon die ganze Göttliche Liebe zu diesen Letzten, die einmal die Ersten sein werden, und Maria wird sie alle unter ihren Mantel nehmen. Dort sind sie geborgen vor Kälte und Härte, vor aller Lieblosigkeit; die Mutter ist seit der Weihnacht auch ihre Mutter geworden.

Gebet: Kindlein in der Krippe. eja, lass Dich grüßen, lass uns Dein Thron sein, arm und gering, aber aus lauterer Liebe. Amen.  – (cpc)†

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