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Die sieben Engel vom Dienst

Wegen ihrer Bedeutung für die Endzeit kommen wir noch einmal zurück auf die „sieben Engel vom Dienst“, die vor dem Thron Gottes stehen. Sie werden in der Apokalypse im 1. Kapitel, 4, erwähnt: „Johannes an die sieben Gemeinden in Asia. Gnade euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern vor seinem Thron.“ Gabriele Bitterlich hörte in ihren Offenbarungen, wer diese sieben Geister, die Engel vom Dienst, sind und welche Aufgaben sie haben:

 

„Sie kommen aus allen Chören, sie wechseln. Sie sind wie Leuchter, tragend die Liebe des Lammes vor den Vater, sie sind wie Pfeile, tragend das Wort des Vaters an die Schöpfung; sie sind wie Schalen, tragend die Gaben des Hl. Geistes, die Eigenschaften Gottes.

Anmerkung: Das Wort „Eigenschaft Gottes“ ist der menschliche Ausdruck für die „Wesenheit Gottes“. Sie heißen auch, die ‚sieben Brüder’. Dreimal sieben sollen gerufen sein. Jene, welche die Liebe des Vaters im menschgewordenen Wort zur Erde geleitete: Agriel, ‚das Licht Gottes’; Hanael, ‚das Lob Gottes’; Ezechiel, ‚der Getreue’; Razael, ‚die Weisheit Gottes’; Muriel, ‚der Felsen’; der Begleiter der Apostel; Samaliel, ‚der Fürbitter’; Oriphiel, ‚der Keltertreter’; er reichte dem Herrn den Kelch.

 

Jene, welche die Macht Mariens unter die Menschen tragen als Boten des Geistes in unseren Tagen: Sadiel (Salathiel), ‚der Goldschimmernde, Erkenntnis Gottes’; Ariel, ‚Kindschaft Gottes’; der ‚Regenbogenfarbene’; Gabriel, der getreue Bote, ‚Stärke Gottes’; Galathiel (Gratiel), ‚der Brennende’; Rapahel, ‚der Liebespfeil Gottes’; Jophiel, ‚der Umpflüger, Tiefe Gottes’; Michael, ‚Kraft Gottes’; Sieger über Luzifer.“

Anmerkung: Jene sieben Engel vom Dienst, welche die Macht Mariens unter die Menschen tragen als Boten des Geistes, sind zugleich die Verwalter der sieben Machtbereiche Mariens, die der Königin des Himmels vom Dreieinigen Gott gegeben sind und welche wie die Sterne um sie lagern.

 

„Und jene, die kommen werden als Begleiter des Richters und Königs; sie kommen bald.“

Anmerkung: Jene sieben Engel vom Dienst, die kommen werden, stehen statt der voraus gegangenen; sie lösen diese ab. So wie der Strom der Liebe, des Wortes, des Lebens über die verhüllten Engel und von ihnen über die einzelnen Chöre fließt, so stehen auch die Chöre, um diesen Strom aufzufangen, untereinander. Wenn daher der Chor der Engel begrifflich sichtbar wird, so steht über ihm der Chor der Gewalten und über diesem der Chor der Cherubim. Über den Engeln stehen die Fürsten und über diesen die Throne. Über den Mächten stehen die Herrschaften und über diesen die Seraphim.

 

Es folgen nun die Namen der sieben Engel und ihre Bedeutung:

„Nachiel - er steht statt Michael, er steht hinter ihm, ihm wird die erste Posaune gegeben, wenn die Siegel der Engel gelöst werden. Er verdunkelt die Erde durch Feuer und Blut.“

Anmerkung: Die erste Posaune ist wie ein dreifacher Ruf, wie ein dreikantiges Schwert. Drei Engel stehen hinter der ersten Posaune; es ist Nachiel, der die Posaune hält, der Michael ablöst. Es ist Michael, der den ersten Posaunenstoß tut, es ist Barachiel, der das erste Gestirn umwirft, den ersten Leuchter. So sagt der Mensch: Ihr Berge, fallet über uns!“ Das Gestirn, das aus seiner Bahn geworfen ist, verdunkelt die Erde. Es regnet Blut von oben und von unten, vom Himmel und auf den Schlachtfeldern der Erde. Apokalypse 8, 7: „Es blies der erste (Engel), da kam Hagel und Feuer, mit Blut vermischt, und wurde auf die Erde geworfen, und es verbrannte der dritte Teil der Erde, und es verbrannte der dritte Teil der Bäume, und es verbrannte alles grüne Gras.“

 

„Malachiel - er steht statt Gabriel, der steht hinter ihm, der mit einem Fuß auf dem Wasser und mit einem am Land stehen wird. Er verbrennt das Wasser und verdunkelt die Augen.“

Anmerkung: Malachiel, der Engel mit der zweiten Posaune (Apk 8, 8), der große Cherub „Auge Gottes“, verkörpert die Klarsicht auf Gott. In der Endzeit erscheint er in seiner wahren Größe und Kraft. Nur mehr die Reuetränen können die Augen der Menschen für Gott klar erhalten. Alle anderen Tränen und Wasser werden durch die Kraft dieses Engels verbrannt; sie vertrocknen und die Augen verdunkeln, die Menschen können Gott nicht mehr erkennen und erfassen.

 

„Thiriel - er steht statt Raphael, er steht hinter ihm; er wirft das Licht um und in die Flüsse und Quellen. Er hat die dritte Posaune.“

Anmerkung: Unter ihm fallen die Sterne vom Himmel (Apk 8, 10), und das Licht der Sonne wird durch die stürzenden Gestirne völlig verdunkelt. Die zersplitternden Sterne (Meteore) fallen in die Wasser der Erde, die Springfluten und Wasserbrüche kommen über die Menschen. Auch das Licht des Verstandes wird verdunkelt. Der Mensch muss im Dunkeln gehen und im Dunkeln sich entscheiden für oder gegen Gott. Apokalypse 8, 10: „Und es blies der dritte Engel: Da fiel ein großer Stern vom Himmel, der wie eine Fackel brannte, und fiel auf den dritten Teil der Flüsse und auf die Wasserquellen.“

 

„Anophiel - er steht statt Sadiel, er kommt von fern, er verdunkelt die Gestirne, nur mehr der Adler kann sie erkennen.“

Anmerkung: Anophiel, der Engel der 4. Posaune (Apk 8, 12). Er ist kein Cherub, der hinter dem Erzengel Sadiel steht; er kommt aus dem Chor der stillen Fürsten, Fürsten von niederer Gewalt. Nicht nur die Sonne ist verdunkelt, auch die Herzen der Menschen. Die letztliche Liebe Gottes ist immer dunkel. Nur die Adler-Seelen der Liebe, die Feuer- und Johannes-Seelen sehen die dunkle Liebe Gottes klar und licht. Apokalypse 8, 12: „Und es blies der vierte Engel: Da wurde der dritte Teil der Sonne getroffen und der dritte Teil des Mondes und der dritte Teil der Sterne, so dass sie zu einem Drittel verfinstert wurden und der Tag für ein Drittel sein Licht verlor und die Nacht desgleichen.“

 

„Cassiel - er steht statt Jophiel, er hat die fünfte Posaune; es wird der Skorpion über die Erde kommen.“

Anmerkung: Unter der fünften Posaune (Apk 9, 1-59) wird die Schuld der Menschen zum Himmel schreien. Und wie der Skorpion einen Stachel hat, so wird der Stachel der Ichsucht in seiner ganzen Schärfe und Totalität die Menschen zu Legionen vernichten. Und wie der Skorpion sieben Ringe an seinem Leib hat, so herrscht der Götze Aratron vor allem durch seine sieben Plagen: Verhärtung, Hohn, Trotz, Lebensüberdruss, Betrug, Magie und Willensknechtung. Und wie der Skorpion zwei Fangarme hat, so hat der Ichgötze Belial zwei Fangarme der Gier und der Selbstvergottung. Diese Plagen kommen über die Menschheit. Das am meisten in der Bankenkrise verwendete Wort ist „Gier“.

 

„Graphiel - er steht statt Galathiel, er bindet die schwarzen Engel los. Der Dämon Berzabel erringt die gleiche Macht wie er. Die Waage der Völker steht gleich zu gleich. Der Vater ist blind und doch sieht er.“

Anmerkung: Durch den Ruf der 6. Posaune (Apk 9, 14) bäumt sich die Macht des Bösen zum Höchstmaß auf. Der Dämon Berzabel (Beelzebub), der satanische „Gott“ aller Empörungen und Revolutionen, ringt sich hier durch bis zur Macht der Engel. Die gefallenen Engel geben sowohl Galathiel wie Beeelzebub die gleiche „Machtzahl“ 325. Gott lässt zu, dass der Vater, der hier genannt ist, der Hl. Vater, der Stellvertreter Christi auf Erden, durch die Macht des Bösen, Beelzebub, keine irdische Sicht über seine Kirche mehr hat, d. h. keine Einflussgewalt über die Völker der Erde. Und doch sieht er mit den unzerstörbaren Augen des Corpus Christi Mysticum.

Apokalypse 9, 12: „Und es blies der 6. Engel, da hörte ich eine Stimme von den vier Hörnern, des vor Gott stehenden goldenen Altares her, und sie sprach zum 6. Engel, der die Posaune hielt: ‚Lass die vier Engel los, die gebunden sind am großen Euphratstrom.’ Man ließ die vier Engel los, die bereitstanden auf Stunde und Tag und Monat und Jahr, den dritten Teil der Menschheit zu töten.“

 

„Hagiel - er steht statt Ariel, er steht hinter ihm, er gibt die letzte Posaune dem Kind. Das Kind steht auf, das Kind allein wird dem Gericht in Freuden entgegengehen.“

Anmerkung: Unter Kind ist hier nicht nur der zarte Engelfürst Anael gemeint, der die letzte Posaune (Apk 11, 15) tatsächlich in Empfang nimmt und den Himmel aufreißt, sondern in diesem Kind ist zugleich das Wort des Herrn beschlossen: „Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, könne ihr in das Himmelreich nicht eingehen.“ (Matth 18, 3) Die letzte noch lebende Menschheit hat zum einfachen lauteren Kindsein vor Gott zurückgefunden, so unbedingt glaubend wie Michael, so unbedingt vertrauend wie Aralim Enneth, so kindhaft rein wie Anael, der Liebling Mariens unter den Engeln. Apokalypse 11, 15: „Es blies der siebente Engel: Da erschollen laute Stimmen im Himmel, die riefen: ‚Aufgerichtet wurde das Weltreich unseres Herrn und seines Gesalbten, er wird herrschen in alle Ewigkeit.’ Amen“

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Die Texte der Offenbarung des hl. Johannes finden sich immer häufiger wieder in den Visionen der Mystiker.  – November 2008 – (cpc)†

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