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Die vierzehn himmlischen Nothelfer

Die heiligen Engel sind die Mittler zwischen Gott und Mensch. Sie stehen über dem Menschen und unter Gott. Sie spiegeln in größter geschöpflicher Klarheit die Liebe Gottes, die Kraft Gottes, das Leben Gottes in Seiner Heiligkeit und Weisheit, in Seiner Allmacht und Gerechtigkeit hinab auf die Erde. Sie spiegeln aber auch die Antwort der Schöpfung: Die Liebe, die Kraft und das Leben der Menschheit, vorab der Braut Christi auf Erden, der heiligen Kirche, ebenso in größter Klarheit hinauf vor die Augen des Heiligen, Starken, Unsterblichen Gottes. In dieser ihrer Stellung und Aufgabe verbinden sie die ringende Kirche auf Erden mit der triumphierenden Kirche im Himmel um den Thron Gottes in allen Geschehnissen des Zeitablaufes. - Es sind daher für die Not der ringenden Menschheit nicht nur vierzehn Nothelfer unter den Heiligen, sondern auch vierzehn Nothelfer unter den heiligen Engeln. Es ist gut, sie näher kennenzulernen, denn ihre Hilfe für diese Zeit wird notwendig und fruchtbar sein. Die vierzehn himmlischen Nothelfer sind ebenso dem Kranz der heiligen Engel entnommen, wie die vierzehn heiligen Nothelfer aus dem Kranz der Heiligen stammen. Sie stehen zu sieben und sieben und haben in ihrer Mitte die Himmelskönigin, die Hilfe der Christen, die Mutter der Barmherzigkeit, die Immerwährende Hilfe. Sie sollen einzeln mit je einer Beschreibung und einem Gebet genannt werden sein:

 

1. St. Mirachiel, Engel der Macht des Glaubens. Er steht auf der Erde, er ist den Menschen nicht ferne. Vor allem jene, die als Konvertiten dem Corpus Christi Mysticum eingegliedert werden, stehen unter seiner besonderen Fürsorge. Er trägt als Aufgabe vor dem Herrn die Glaubenskraft.- Er soll angerufen werden gegen Glaubenszweifel, in Gefahren des Abfalls vom Glauben, gegen Verdunkelung des Glaubens, Verwischung und Verschleierung des Glaubens durch Versuchung und schlechte Umgebung.

Gebet: Heiliger Engel, der du uns gegen alle Nöte des Glaubens von Gott zur Hilfe gegeben bist, hilf uns aus unserer Weglosigkeit, aus diesen schweren Glaubenszweifeln. Wir können unseren Herrn und Gott und den Weg nicht mehr sehen. Stelle uns das Licht der Erkenntnis wieder auf unseren Weg, gib uns die Kraft, wieder aufzustehen und im blinden Glauben Gott anzubeten und Ihm die Treue zu bewahren. Hilf uns, großer, heiliger Engel der Glaubenskraft, aus unserer Not! Wir wollen deine Hilfe den anderen kundtun und so die Verehrung der heiligen Engel fördern. Amen.

 

2. St. Ariguel, Engel der Barmherzigkeit. Er ist aus dem Chor der Herrschaften von Hoher Gewalt. Er ist Engel der Liebe und der Heimholung, der mütterlichen Hilfe und des Trostes. In seiner Aufgabe steht ihm zur Rechten jener Engel, der den Schleier Mariens trägt, zur Linken jener gütige Engel, der sich „Schemel Gottes" nennt (St. Azariel und St. Gerudiel). St. Ariguel trägt als Aufgabe vor dem Herrn die heilige Caritas. - Er soll angerufen werden von den Flüchtlingen und Heimatlosen, den Arbeits- und Obdachlosen, den Entrechteten und Geknechteten, den Einsamen, Verlassenen, Witwen und Waisen; es sollen ihm die vermißten Lieben anempfohlen werden.

Gebet: Du hilfreicher, gütiger Engel, dem Gott unsere Not ans Herz gelegt hat, sieh her, wie wir hier knien! Bitte doch Gott mit deiner ganzen Kraft, daß Er uns barmherzig sei, daß Er dieses Kreuz von uns nehme oder doch erleichtere, daß wir nicht darunter zerbrechen. Zeige uns in deiner Güte die Türe des himmlischen Vaterhauses, wo alle Not ein Ende hat. Gib uns die Kraft, den Weg des Kreuzes zu gehen, wielange Gott will und wie Gott will und wohin Gott will. Bete du das Sanctus für uns, wenn unsere Lippen vertrocknen, damit nur unser Herz lebendig bleibe. Schiebe den Schemel Gottes unter unsere müden Füße und laß uns vom Schleier Mariens zugedeckt sein. Amen.

 

3. St. Diurim, Engel der Gewalt des Göttlichen Willens. Er stößt vom Himmel herab mit der ganzen Wucht des Göttlichen Willens, und er steht auf der Erde, das Kreuz zu stützen, das als Torheit der Welt und als Friede und Seligkeit der Kinder Gottes von der Erde bis in den Himmel ragt. Er ist unbestechlich und unantastbar, er läßt den Willen Gottes nicht abbiegen. Aber er lehrt mit der ganzen Kraft und Liebe, die ihm zu Verfügung steht, diesen Willen Gottes zu lieben, daß
es höchstes Glück für uns wie für die Engel bedeutet, diesen Willen Gottes erfüllen zu dürfen, daß das „fiat mihi" eine Selbstverständlichkeit wird, eine Liebespflicht. - Er soll angerufen werden gegen jeden Eigenwillen, gegen Starrsinn, gegen jeden von Gott abgebogenen Willen, der nicht von Gott, sondern vom eigenen Ich diktiert wird und den Ich-Götzen Belial zum Vater hat; gegen Häresien, Verranntheiten und Verstiegenheiten, die nicht eingesehen werden wollen, gegen Hochmut und Ungehorsam.

Gebet: Gewaltiger Engel, der du aussiehst, als würdest du das Kreuz nicht in der Torheit, sondern in der Sicherheit des Sieges einsetzen und stützen, lehre uns diese Sicherheit und Überzeugung, daß nur allein der Wille Gottes für all unser Denken und Handeln maßgebend ist. Gib uns die klare Überzeugung der unbedingten Souveränität Gottes über uns. Gib uns die Demut, uns auch den unerforschlichen Ratschlüssen Gottes zu beugen und den Göttlichen Willen restlos zu erfüllen, ohne Murren, ohne Trotz, ohne Bedingungen. Gib uns jene Liebe Mariens, die das „fiat mihi" uns vorsprach, und doch im Bewußtsein des kommenden Kreuzes das Magnificat betete. Laß uns nicht verlorengehen, großer Engel, und tu uns lieber Gewalt an, denn es ist besser, jetzt vom Willen Gottes gebeugt zu werden, als ungebeugt den Qualen der Verdammnis zu verfallen. Amen.

 

4. St. Ezechiel. Er ist aus dem Chor der Fürsten. Es ist Göttliches Gut, das er verwaltet: Das lebendige Leben in der Statik, im Gleichmaß, im zähen Kampf um Göttliches Erbgut im Menschen, denn er ist der Engel der Treue und weicht keinen Schritt von dem Platz, den ihm Gott angewiesen. Er trägt als Aufgabe und Symbol den einen Denar (denn eines nur ist notwendig: Gott). Der Name des Engels ist: „Gott macht stark." - Er soll angerufen werden gegen den Wankelmut, gegen die Labilität und Willensschwäche, gegen die Verführbarkeit, gegen den zu schwachen Widerstand dem Bösen und seinen Einflüsterungen gegenüber.

Gebet: Großer Bruder, du Halt in allen Schwankungen, die mich hin und her werfen wie ein Schilfrohr im Sturm, ich bitte dich, laß mich nicht los. Ich bin wie ein Haus mit lauter offenen Fenstern, durch die der Sturm des Bösen wehen kann, wann und wie er mag. Schließe du meine Fenster der empfindlichen Ohren, der neugierigen Augen, der unüberlegten Zunge, des ich betonten Herzens. Stelle deine Engel davor, die Engel der unerschütterlichen Treue, der tiefen, gleichmäßigen Liebe, des zähen, demütigen Willens, mich immer und so tief als möglich zu beugen. Gib mir die Gnade, an deiner Hand immer den schwereren Weg, das größere Opfer anzunehmen und nie zu wanken. Amen.

 

5. St. Thaamim, Engel der Gewalt des restlosen Eifers für Gott und Seine Ehre, ist der Engel der Antwort auf den eifersüchtigen Kampf Gottes um jede einzelne Seele. Er senkt in jede Seele, die sich Gott restlos hingibt, den glühenden Pfeil des Eifers für die Ehre und die Liebe Gottes. Er trägt die von seinem Pfeil verwundeten Seelen in der Gewalt der Kraft des Wortes immer von neuem in das Kampffeld für Gott. Es ist seine Aufgabe, die Seelen immer brennend zu erhalten. - Er soll angerufen werden gegen die Lauheit und Gleichgültigkeit, vor allem bei Priestern, in Klöstern, Pfarreien und kirchlichen Ämtern, gegen das Abstumpfen der Seele, gegen alle Nivellierung.

Gebet: Du rastloser, herrlicher Engel mit dem Bündel Blitze in deiner Hand! Deine Pfeile brennen Wunden der Sehnsucht nach Gott, die sich nicht mehr schließen. Nimm die Stumpfheit von unserer Seele, dieses gemächliche „Leben und leben lassen", dieses „Tu mir nichts - ich tu dir auch nichts!" Es ist nicht gleich, was wir tun und wie wir es tun. Nichts ist verborgen, was nicht offenbar werden wird, und nichts fällt unter den Tisch, das uns nicht von den Engeln öffentlich vorgehalten würde. Brenne uns, heiliger Engel, damit wir wie störrische Esel angetrieben werden. Schlage uns und schiebe uns, damit wir unser Ziel erreichen, das Gott uns gesteckt hat, und wir vor dem Gericht bestehen können. Amen.

 

6. St. Samaliel. Er ist aus dem Chor der Cherubim und unter den vierzehn himmlischen Nothelfern jener des höchsten Ranges. Er allein von allen drei obersten Chören ist ganz der Not der Menschheit zugewandt. Er ist der Beter und Fürbitter. Unter dem Strom seiner Fürbittekraft steht jener Engel (St. Aljoim), der von Gott bestimmt ist, das Samenkorn (die Seele) in den Boden zu treten, damit es Frucht bringe für die Ewigkeit. - Er soll angerufen werden bei allen verzweifelten Anliegen.

Gebet: Herr und Gott, laß uns durch die Fürsprache Deines heiligen Engels geholfen werden. Er hebt Dir, o Gott, Dein kostbares Blut, mit verhülltem Angesicht entgegen. Er weist mit der Hand auf Maria, die bittende Allmacht, die Mittlerin aller Gnaden. Er legt Dir unser Herz, das der Verzweiflung nahe ist, in Deine Seitenwunde, Herr Jesus, auf daß Du es heilest, indem du sprichst: „Dein Glaube hat dir geholfen, es geschehe, um was du gebeten hast." Herr, Du hast uns doch nicht umsonst einen so großen Engel als Fürbitter gegeben! Laß uns um seinetwillen, um Mariens willen, um Deines kostbaren Blutes willen geholfen werden! Amen.

 

7. St. Hajim. Er ist Engel der Macht der heiligen Kirche und klopft an die Herzen der Menschen, um sie für Gott zu wecken. Er ist der Engel des Gewissens und Engel des inneren Lebens der heiligen Kirche. Seine Aufgabe ist es, die Herzen der Menschen immer warm und lebendig zu halten. - Er soll angerufen werden gegen alle Hartherzigkeit und Lieblosigkeit, gegen alle Herzenskälte und Vorenthaltung des Lohnes, des Rechtes, der Liebe, gegen Mißtrauen, Verleumdung, Ehrabschneidung, Falschheit und Lüge. Gebet: O heiliger Engel, wie oft spüren wir dich an unser Herz klopfen und achten deiner nicht. Wieviel Sünden gegen die Liebe begehen wir selbst, und dabei bäumen wir uns auf, wenn uns einmal ein Unrecht geschieht. O gib uns ein solches Herz wie das unserer Mutter Maria, das alles leidet aus Liebe, das alles verzeiht aus Liebe, das schweigt, wenn ihm Unrecht getan wird, das betet für die Feinde, das in der Glut seiner Liebe zu Gott auch die anderen zum Glühen und Brennen bringt, das in der Gottesliebe allein sein Genüge und sein Glück findet und dadurch lebendig bleibt in Ewigkeit. Amen.

 

8. St. Nithasiel Er ist ein Engel aus dem 9. Chor und dem Dienst Mariens, der Mutter der schönen Liebe, zugeteilt. Er ist den Menschen wie ein Bruder. Er steht in ihrer nächsten Nähe und versteht sie, denn er ist der Engel der Freundschaft, der nimmermüde Helfer in heimlicher und zärtlicher Fürsorge. - Er soll angerufen werden gegen Feindschaften und Entzweiungen, Haß und Rachsucht, Drohungen und Beleidigungen, Neid, Geiz und Bosheit. Er soll gebeten werden um das Heilen zerrissener Bande der Freundschaft und der Liebe.

Gebet: O gütiger, liebevoller Freund, der du in Liebe den Mantel Mariens über uns breitest, laß uns im Schutze Mariens auch geborgen bleiben vor jeder Feindschaft und Rachsucht. Wehre dem Bösen, der mit tausend Mitteln uns zu umgarnen und zu vernichten sucht. Verschließe unsere Sinne vor dem Schmutz aller Sünde und laß uns den geraden Weg über Maria zu Jesus, über Jesus zu Maria nicht verfehlen. Nur eines sollten wir fürchten: Das Gericht Gottes. Nur einer Freundschaft sollten wir uns versichern: Der Freundschaft Gottes. Sei du, Abgesandter Gottes, uns dazu Helfer, Freund und Wegweiser. Amen.

 

9. St. Sinah. Er ist Engel des 9. Chores und St. Zephiriel, Macht der nüchternen Klarsicht der Liebe im Engelchor der Mächte, zugeteilt. Er ist der Engel der Klarheit und ganz nahe dem Menschen. Er stützt ihn im besonderen Maße gegen alle geheimen Triebe, alle sinnlichen Versuchungen und Bedrängnisse von Leib und Seele. - Er soll angerufen werden gegen alle Sünden der geheimen Triebe, gegen alles Lüsterne, Sinnliche, Kokette, Geile, Verführerische, alle ungezügelte Phantasie, gegen die Willensschwäche gegenüber der Lust, gegen alle Verworrenheit und Hysterie.

Gebet: Wie notwendig brauchen wir dich zur Hilfe, du Stütze unserer Schwachheit. Niemals werden wir allein den Pfahl der geheimen triebhaften Regungen aus unserem Fleisch reißen können. Niemals werden wir frei bleiben vom Schmutz der sinnlichen Anwürfe in Wort und Bild und Schrift. Hilf uns zur Klarheit und Lauterkeit, heiliger Engel Gottes, daß dem Tier in uns die Fesseln nie gelöst werden und es seinen Schmutz nie über uns werfe. Laß uns die nüchterne Liebe Gottes erkennen und nur nach ihr leben. Hilf uns zum lauteren Kindsein vor Gott, dann ist alles gut. Amen.

 

10. St. Manuel. Er gehört zum 6. Chor und ist einer der „Stillen Fürsten", welche auf Erden im Verborgenen der heiligen Mutter Kirche dienen. Er ist der Engel der Bereitschaft als Knecht und steht überall dort, wo plötzliche Angriffe des Bösen zu erwarten sind. Er wehrt die heimtückischen Überfalle und Katastrophen ab, die gegen die heilige Kirche oder Mitglieder der Kirche gedacht waren. - Er soll daher angerufen werden bei gefährlichen Unternehmungen und drohender Gefahr, bei plötzlichen Überfällen, an unsicheren Orten, auf dunklen Wegen, gegen Annäherung unheimlicher Menschen.

Gebet: Heiliger, großer Engel St. Manuel, der du mit deinem großen Schild die Wucht aller heimtückischen Angriffe abwehrst und mit deinem blanken Schwert alle feindlichen Hiebe zurückschlägst, nimm uns unter deinen Schutz, denn der Böse geht um wie ein brüllender Löwe und schaut, wen er verschlingen könnte. Keinen Tag und keine Stunde sind wir vor seiner Bosheit sicher. Steh vor uns, um unseren Weg zu sichern, halte deinen Schild über uns und laß uns, geborgen in deinem Schutz, du Engel Mariens, das himmlische Vaterhaus erreichen. Amen.

 

11. St. Scheadar. Er gehört dem Chor der Versiegelten Fürsten an. Wenn sein Siegel gelöst wird, kommt der letzte Erntetag. Er nennt sich: „Der auf der Schulter trägt", denn er ist ein Engel der Ernte, der stofflichen wie der geistigen. Er trägt die Erntegarbe heim und trägt auch das verirrte und wiedergefundene Schäflein in den Schafstall zurück. - Er soll angerufen werden gegen Misswuchs und Verkrüppelung, gegen trockenen und sumpfigen Boden, gegen Unkraut, Dürre, Fäulnis, Querschläge, sowohl in Beziehung auf die Landwirtschaft als auch - in erster Linie - auf das Wachstum und das Reifen der Seele als Samenkorn und Frucht für die Ewigkeit.

Gebet: Großer Himmelsfürst, der du nicht nur als Verwalter aller Äcker und Felder bestellt bist, sondern auch über jene Ernte zu wachen hast, die für die himmlische Scheune bestimmt ist, halte den bösen Feind von uns fern, der in der Nacht und Dunkelheit, wenn wir uns dessen gar nicht bewusst sind, das Unheil sät. Gib uns Kraft, auch das Unkraut der Gewohnheits- und Charakterfehler aus unserem Herzen auszureißen, damit es nicht das wenige Gute, das wir vorweisen möchten, noch überwuchere und ersticke. Hole uns wieder zurück, wenn wir sagen: „Es nützt doch alles nichts!" und wir uns drücken wollen. Gehe uns nach und trage uns heim. Amen.

 

12. St. Raphael. Er ist neben St. Michael und St Gabriel der den Menschen vertrauteste Erzengel. Sein Name ist: „Arznei Gottes." Er ist der Engel der Liebe und Patron der Ärzte und der Wanderer, er ist Engel der Scheidung und Entscheidung. Er trägt als Symbol das Horn gegen die dämonischen Angriffe. - Er soll angerufen werden bei wichtigen Entscheidungen, bei Reisen und Operationen, gegen Wassergefahr und Unglück auf Reisen, gegen Fehlentscheidungen und Gefangennahme, gegen Verschleppung, gegen giftige Speisen und Medikamente, gegen alle Not und alles Kreuz in der Liebe.

Gebet: Heiliger Erzengel Raphael, du fürsorglicher Betreuer unserer Wanderschaft, gib uns die Klarsicht, immer die Wahrheit zu sprechen und alle Fehlurteile in Liebe richtigzustellen. Laß uns immer die Liebe Gottes als einzige Richtschnur vor Augen haben und immer nach dem Willen Gottes entscheiden. Hilf die Kranken heilen, die Gefangenen erlösen, die Verschleppten wieder heimbringen in ihre Familien. Hilf uns auch, die Toten in Liebe zu begraben und ihrer in Treue zu gedenken. Laß uns so durchdrungen werden von der Liebe Gottes, daß wir nur mehr in ihr leben und in ihr sterben. Amen.

 

13. St. Bilael (Berael). Er ist einer der Stillen Fürsten, die ihre Namen nicht zu nennen pflegen, die im Stillen und Verborgenen arbeiten. Er hat große Arbeit zu leisten auf dieser Erde, und so wie er ist auch die meiste seiner Arbeit und der Hauptteil seiner Hilfeerfolge völlig im Verborgenen. Er hat als Aufgabe, den Bekennermut und Starkmut Gottes im entscheidenden Moment denen zu bringen, die durch die Gnade für Gott geöffnet sind. - Er soll angerufen werden gegen Feigheit und Menschenfurcht, gegen Schwindel, Vorteilshascherei und falsche Überredungskünste, gegen Korruption und Schiebertum, gegen dunkle Geschäfte und irdischen Vorteil, gegen Gottlosigkeit und Bedrängnis durch den Bösen.

Gebet: Wie sehr müssen wir die Augen niederschlagen, wenn wir an unseren Bekennermut denken, daß wir sogar im Alltag zu feig sind, den Herrn im Tabernakel zu grüßen, wenn wir an einer Kirche vorüberkommen. Dann aber, wenn wir in Ketten schmachten, dann rufen wir zu dir, Engel des Bekennermutes. Siehe unsere Schwäche, unsere Charakterlosigkeit! Wir bitten dich: Nimm sie von uns und mach uns stark, daß wir dem Namen „Katholiken" Ehre machen. Stehe uns bei, wenn es gilt, tapfer und treu zu Gott und zu Seinen Geboten zu stehen, und zeige uns die himmlische Siegeskrone, die Himmelspforte, die uns aufnehmen wird. Gib uns die Gnade, Gott immer zu bekennen und lieber zu leiden, als die Wahrheit um eines Vorteils willen zu verleugnen. Amen.

 

14. St. Berubiel. Er ist aus dem 9. Chor der Engel und unser treuer Freund. Er ist der Engel der Armut und St. Michael, dem Erzengel, zugeteilt. Er trägt die Aufgabe St. Michaels ganz nahe an die Menschen heran: „Wer ist wie Gott?" Er ringt um jede Menschenseele, daß sie sich löse, und hebt sie hinauf zur Einfachen Wesenheit Gottes. - Er soll angerufen werden gegen alle Kompliziertheit, Zersplitterung, Zerfahrenheit, Oberflächlichkeit, gegen Komplexe, Unrast, Ehrgeiz, Eigendünkel, Geiz und Reichtum.

Gebet: Du gütiger Engel der Einfachen Wesenheit Gottes, wie einfach siehst du aus, und wie schwer sind deine Gaben zu verwerten! Alles in uns sträubt sich gegen dich: Wir wollen wie vielflächige Kristalle glänzen, wir wollen etwas gelten, wir wollen alles gelesen und gesehen und getan haben und vergessen dabei das ganz einfache Sein vor Gottes Angesicht. Lehre uns die Armut des Geistes im richtigen Licht erkennen. Gib uns die Gnade, die Einfache Wesenheit Gottes zu erflehen und nichts zu wollen als Gott allein. Amen. 

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