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Du sollst keine Götter neben mir haben

Es steht geschrieben: „Du sollst keine Götter neben mir haben. Du sollst dir keinerlei Statue oder Bildnis machen von dem, was im Himmel oder auf der Erde oder in den Wassern unter der Erde ist. Du sollst solche Dinge nicht anbeten noch ihnen Ehre erweisen. Ich bin der Herr, dein Gott, mächtig und eifersüchtig. Ich bestrafe die Bosheit der Väter an den Söhnen bis ins dritte und vierte Geschlecht, wenn sie mich hassen, und schenke tausendfaches Erbarmen denen, die mich lieben und meine Gebote befolgen.“

„Du sollst keine Götter neben mir haben!“ Ihr habt gehört, dass Gott mit seinem Blick und seiner Stimme allgegenwärtig ist. Wir sind immer unter seinen Augen . . . ebenfalls alle Werke des Menschen. - Alle menschlichen Handlungen! Schreckliches Wort! Und tröstliches Wort! Schrecklich, wenn die Werke sündhaft sind; tröstlich, wenn sie heilig sind! Das Wissen um Gottes Gegenwart ist Zügel bei der bösen Tat, Hilfe bei der guten Tat. Gott sieht, wenn ich gut handle. Ich weiß, dass er nicht vergisst, was er gesehen hat. Ich glaube, dass er die guten Taten belohnt. Daher bin ich sicher, diesen Lohn zu erhalten, und auf diese Sicherheit verlasse ich mich. Sie wird mir ein ruhiges Leben und einen friedlichen Tod geben, denn im Leben und im Sterben wird meine Seele vom Sternenschein der Freundschaft Gottes getröstet. So denkt, wer Gutes tut. Doch warum denkt, wer Böses tut, nicht daran, dass unter den verbotenen Handlungen die Götzendienste sind? Warum sagt er nicht: „Gott sieht, dass ich heiligen Dienst vortäusche und einen lügnerischen Götzen oder falsche Götter anbete, denen ich einen den Menschen verborgenen Altar errichtet habe, der aber Gott bekannt ist.“

Welche Götter, werdet ihr fragen, wenn nicht einmal im Tempel ein Bildnis Gottes ist? Was für ein Gesicht haben diese Götter, wenn es unmöglich ist, ein Bild des wahren Gottes anzufertigen? Ja, es ist unmöglich, sein Bild zu machen; denn er ist der Vollkommene, der Reinste und kann von den Menschen nicht in würdiger Weise dargestellt werden. Nur der Geist ahnt seine unkörperliche und unerreichbare Schönheit, hört seine Stimme und erfreut sich der Liebkosung, wenn er sich in einen seiner Heiligen ergießt, den er göttlicher Berührung für würdig erachtet. Doch das Auge, das Gehör und die Hand des Menschen können nicht sehen, hören und berühren und daher auch nicht mit dem Klang der Zither oder mit Hammer und Meißel in Marmor darstellen, was der Herr ist.

O Glückseligkeit ohne Ende, wenn die Geister der Gerechten Gott sehen werden. Der erste Blick wird die Morgenröte der Glückseligkeit sein, die für alle Ewigkeit eure Begleiterin sein wird. Was er aber nicht für den wahren Gott tun kann, macht der Mensch für die verlogenen Götter. - Einer errichtet der Frau einen Altar, der andere dem Gold, der dritte der Macht, noch ein anderer der Wissenschaft und wieder einer militärischem Triumph. Der eine betet den Mächtigen an, der seiner Natur ähnlich, doch im Willen oder Glück überlegen ist; der andere betet sich selbst an und sagt: „Niemand ist mir gleich.“ Das sind Götter von Personen, die zum Volke Gottes gehören.

Wundert euch nicht über die Heiden, die Tiere, Reptilien oder Sterne anbeten! Wie viele Reptilien, wie viele Tiere und erloschene Sterne werden in euren Herzen angebetet! Die Lippen sagen verlogene Worte, um zu schmeicheln, zu besitzen, zu verderben. Sind es nicht Gebete verborgenen Götzendienstes? Die Herzen brüten Rachegedanken, Gedanken des Betrügens und der Unzucht. Ist es nicht Götzendienst, wenn man den Genuss, das Geld, die Gier und das Böse anbetet?

Es steht geschrieben: „Du sollst deinen Gott allein anbeten, den wahren, den einzigen, den ewigen Gott.“ Es steht geschrieben: „Ich bin der starke und eifersüchtige Gott!“ - Stark: keine andere Kraft ist gewaltiger als die seine. Der Mensch ist frei in seinem Tun. Satan ist frei zu versuchen. Aber wenn Gott sagt: „Genug!“ dann kann der Mensch nicht mehr schlecht handeln, und Satan kann nicht mehr versuchen. Er wird in seine Hölle geworfen, niedergeschlagen infolge seines Übermaßes seiner bösen Taten; denn es gibt Grenzen, die zu überschreiten Gott nicht erlaubt.

Eifersüchtig: Worauf? Welche Art von Eifersucht ist das? Die armselige Eifersucht der kleinen Menschen? Nein! Vielmehr die heilige Eifersucht Gottes auf seine Kinder. Die gerechte Eifersucht, die liebende Eifersucht. Er hat euch erschaffen. Er liebt euch. Er will euch. Er weiß, was euch schadet. Er kennt, was dazu treibt, euch von ihm zu trennen. Und er ist eifersüchtig auf den, der sich zwischen den Vater und seine Söhne schiebt und sie ablenkt von der einzigen Liebe, die Heil und Friede ist: Gott! Ihr müsst diese erhabene Eifersucht zu verstehen suchen, die nicht kleinlich und grausam und keine Kerkermeisterin ist. Die vielmehr unendliche Liebe, unendliche Güte und Freiheit ohne Grenzen ist; die sich auf das Geschöpf bezieht, um es an sich zu ziehen, um es in der Ewigkeit an sich und an seiner Unendlichkeit teilhaben zu lassen. Ein guter Vater will sich an seinem Reichtum nicht allein erfreuen, sondern möchte, dass sich seine Söhne mit ihm daran erfreuen. Im Grunde hat er ihn mehr für seine Kinder als für sich selbst angehäuft. Ebenso Gott. Aber er legt in diese Liebe und diesen Wunsch die Vollkommenheit, die allen seinen Werken eigen ist.

Enttäuscht den Herrn nicht! Er verheißt Strafe für die Schuldigen und die Kinder der schuldigen Kinder. Gott lügt nie in seinen Verheißungen. Doch verliert nicht euren Mut, o Menschenkinder und Kinder Gottes! Hört und freut euch der anderen Verheißung: „Und ich werde Barmherzigkeit walten lassen bis zu tausendmal für alle, die mich lieben und meine Gebote beobachten.“ - Bis zur tausendsten Generation der Guten und bis zur tausendsten Schwäche der armen Menschenkinder, welche nicht aus Bosheit fallen, sondern infolge der Bosheit und der Schlingen Satans. Mehr noch. Ich sage euch, dass er euch die Arme öffnet, wenn ihr mit reuigem Herzen und einem in Tränen gereinigten Antlitz sagt: „Vater, ich habe gesündigt. Ich weiß es. Ich verdemütige mich und bekenne es vor dir. Verzeihe mir! Deine Vergebung wird meine Kraft sein, um zurückkehren zu können und das wahre Leben zu leben.“

Fürchtet euch nicht! Bevor ihr aus Schwäche sündigt, weiß der Vater, dass ihr sündigen werdet. Aber sein Herz verschließt sich nur, wenn ihr im Sündigen verharrt und sündigen wollt und so aus einer bestimmten Sünde oder aus vielen Sünden eure abscheulichen Götter macht. Zerschlagt jedes Götzenbild, schafft Platz dem wahren Gott! So wird er mit seiner Herrlichkeit niedersteigen und euer Herz heiligen, wenn er sich allein in ihm sieht. - Gebt Gott seine Wohnstatt wieder. Sie ist nicht in den steinernen Tempeln, sie ist im Herzen der Menschen. Reinigt seine Schwelle, befreit das Innere von allem unnützen und schuldvollen Kram! Für Gott allein! Das Herz eines Menschen, in welchem Gott wohnt, ist vergleichbar mit dem Paradiese; es ist das Herz eines Menschen, dessen Liebe seinen göttlichen Gast lobpreist.

Macht aus allen euren Herzen einen Himmel! Beginnt das Zusammenwohnen mit dem Allerhöchsten! In eurem ewigen Morgen wird es vollkommen werden in Macht und Freude. Aber schon wird es die verzückte Verwunderung Abrahams, Jakobs und Moses finden. Denn es wird nicht mehr die von Blitzen umzuckte, schreckensvolle Begegnung mit dem Allmächtigen sein, sondern das Verbleiben mit dem Vater und Freund, der herniedersteigt, um zu sagen: „Meine Freude ist es, unter den Menschen zu weilen!“  - Jesus –

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