Top-GBrief-2

Du sollst nicht begehren …

„Du sollst nicht begehren eines anderen Frau“, steht in enger Verbindung mit dem Gebot: „Du sollst nicht ehebrechen“, weil die Begierde stets der Tat vorausgeht. Der Mensch ist zu schwach, als dass es bei der bloßen Begierde bleiben und er seinem Verlangen nicht nachgeben würde. Was letztlich sehr traurig ist, dass der Mensch nicht imstande ist, sich ebenso zu verhalten, wenn es um gute Wünsche geht. Man begehrt das Böse, und die böse Tat wird vollzogen. Gutes wünscht man zwar, hält jedoch inne, wenn man nicht sogar vom guten Vorsatz ganz abkommt. ... Das sage ich zu euch allen, denn die Sünde der Begehrlichkeit ist so verbreitet wie das Unkraut, das sich von selbst vermehrt. Seid ihr so kindisch, dass ihr nicht wisst, dass gerade jene Versuchung giftig ist und gemieden werden muss? „Ich bin versucht worden!“ Der alte Spruch. Aber da es auch ein altes Beispiel dafür gibt, der erste Sündenfall, müsste der Mensch sich an die Folgen erinnern und imstande sein, „Nein“ zu sagen. In unserer Geschichte fehlt es nicht an Vorbildern keuscher Menschen, die es blieben, trotz aller Versuchungen des Fleisches und trotz aller Drohungen von Gewalttätern. Ist die Versuchung etwas Böses? Nein, sie ist es nicht. Sie ist das Werk des Bösen. Doch sie verwandelt sich in Ruhm für denjenigen, der sie besiegt.

Der Ehemann, der anderen Liebschaften nachgeht, ist der Mörder seiner Ehefrau, der Kinder und seiner selbst. Wer in das Haus eines anderen eindringt, um Ehebruch zu begehen, ist ein Dieb und zwar einer der niederträchtigsten. Er ist wie ein Kuckuck, der ohne eigenen Aufwand das Nest eines anderen genießt. Derjenige, welcher seinem Freund das Vertrauen ablistet, ist ein Fälscher, weil er eine Freundschaft bezeugt, die er in Wirklichkeit nicht hat. Wer so handelt, entehrt sich selbst und seine Eltern. Kann auf diese Weise Gott mit ihm sein?

... Doch Unkeuschheit erregt in mir einen derartigen Widerwillen, dass ich darob angeekelt bin. Meine Seele hat einen Schrei der Abscheu vor der Unkeuschheit ausgestoßen. Alles Elend umgibt mich und für alle bin ich der Retter. Doch ziehe ich es vor, einen Toten zu berühren, einen Gerechten, der schon zu verwesen anfängt und dessen Geist bereits in den Frieden eingegangen ist, als mich einem zu nähern, der nach Unkeuschheit riecht. Ich bin der Retter, aber ich bin der Unschuldige. Alle jene, die hierher kommen oder über mich sprechen, sollen sich daran erinnern, wenn sie mich mit ihrem Schmutz besudeln. - Ich verstehe, dass ihr anderes von mir erwartet, doch ich kann nicht. Der Ruin einer kaum erblühten Jugend, die durch die Wollust zerstört worden ist, hat mich mehr erschüttert, als wenn ich den Tod berührt hätte.  – Jesus –

- 15441002.0427 -

Seite noch oben

Index:Gebote

Mystik

AKE-Visionen

       Bitterlich   

Exorzismus

GB-Visionen

 

Zeitung

Mystik

SB