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Ich bin der Herr, dein Gott!

Es steht geschrieben (Ex 19; 20), dass der Herr sich auf Sinai kundgetan hat in seiner ganzen schrecklichen Macht, um mit dieser zu sagen: „Ich bin Gott. Dies ist mein Wille! Und dies sind die Blitze, die ich bereit halte für alle, die gegen den Willen Gottes aufbegehren.“ - Bevor er so sprach, verlangte er, dass niemand aus dem Volk emporsteige, um den, der ist, anzuschauen, und dass auch die Priester sich reinigten, bevor sie sich in die Nähe Gottes begaben, um nicht erschlagen zu werden. Und dies, weil es die Zeit der Gerechtigkeit und der Prüfungen war. - Die Himmel waren verschlossen wie von einem Stein über dem Geheimnis des Himmels und dem Zorn Gottes, und nur die Blitze der Gerechtigkeit fielen auf die schuldigen Söhne nieder.

Aber jetzt ist es nicht mehr so! Jetzt ist der Gerechte gekommen, um die Gerechtigkeit zu erfüllen, und die Zeit ist da, in der das göttliche Wort ohne Blitze und ohne Schranken direkt zu den Menschen spricht, um ihnen die Gnade und das Leben zu geben. Das erste Wort des Vaters und Herrn ist: „Ich bin der Herr, dein Gott!“ - Es gibt keinen Augenblick des Tages, an dem dieses Wort nicht ertönt und nicht kundgetan wird durch die Stimme und den Finger Gottes. - Wo? -  Überall! Alles spricht unaufhörlich davon. Vom Gras bis zu den Sternen vom Wasser bis zum Feuer, von der Wolle bis zur Nahrung, vom Licht bis zur Finsternis, von der Gesundheit bis zur Krankheit, vom Reichtum bis zur Armut, alles bekundet: „Ich bin der Herr!“

Durch mich erhaltet ihr alles! Ein Gedanke von mir gibt es dir, ein anderer Gedanke von mir nimmt es dir; es gibt keine Heeresmacht noch Verteidigung, die dich von meinem Willen abschirmen könnte! „Er ruft in der Stimme des Windes, er singt im Plätschern des Wassers, er duftet im Wohlgeruch der Blumen und er spaltet die Rücken der Berge; er flüstert, spricht, ruft und schreit in den Gewissen: „Ich bin der Herr, dein Gott!“

Vergesst es nie! Verschließt eure Augen, eure Ohren nicht, und unterdrückt nicht das Gewissen, um dieses Wort nicht zu hören! Es ist da, und es kommt der Augenblick, da es vom Feuerfinger Gottes an die Wand des Gastsaales, auf die stürmische Welle, auf die Lippen des lächelnden Kindes oder die Todesblässe des sterbenden Greises, auf die duftende Rose oder das übel riechende Grab geschrieben wird. Es kommt auch der Augenblick, wo es im Rausche des Weines und der Lust, aus den Rädern der Geschäftigkeit und der Ruhe der Nacht, bei einem einsamen Spaziergang, seine Stimme erhebt und sagt: „Ich bin der Herr, dein Gott!“ - Und weder das Fleisch, das gierig küsst, noch das Mahl, das du unmäßig verzehrst, noch das Gold, das du zusammenraffst, noch das Bett der Trägheit, ein Stillsein und kein Schlaf vermag, es zum Schweigen zu bringen.

„Ich bin der Herr, dein Gott!“, der Begleiter, der dich nicht verlässt, der Gast, den du nicht abweisen kannst! Bist du gut? Dann ist auch der Gast und Begleiter dein guter Freund. Bist du verdorben und schuldbeladen, dann wird der Gast und Begleiter zum erzürnten König und gibt keinen Frieden. Er verlässt dich nicht, er lässt dich nicht los. Nur den Verdammten ist es möglich, sich von Gott zu trennen. -  Aber diese Trennung ist eine unaufhörliche Qual, die ewig dauert. „Ich bin der Herr, dein Gott“, und er fügt hinzu: „der dich hinausgeführt hat aus dem Land Ägypten, aus dem Hause deiner Knechtschaft.“ - Oh, wie wahr sind diese Worte gerade jetzt! Aus welch einem Ägypten führt er dich heraus, hin zum verheißenen Land, mit dem nicht dieser Erden-Ort, sondern der Himmel gemeint ist!

Das ewige Reich des Herrn, wo es weder Hunger noch Durst, weder Tod noch Kälte gibt, sondern alles nur Seligkeit und Friede ist, und jeder Geist von Freude und Frieden gesättigt sein wird. Vom wahren Sklaventum befreit er dich jetzt. Er ist der Befreier! Ich bin es! Ich komme, eure Ketten zu zerbrechen. Jeder menschliche Machthaber wird den Tod kennenlernen, und durch seinen Tod werden die versklavten Völker befreit. Doch Satan stirbt nicht. Er ist ewig. Er ist der Bezwinger, der euch in Ketten gelegt hat, um euch hinzuschleppen, wohin er will.

Die Sünde ist in euch. Und die Sünde ist die Kette, an welcher Satan euch hält. Ich komme, die Kette zu zerbrechen. Im Namen des Vaters komme ich, und weil ich es wünsche. Dadurch erfüllt sich die Verheißung, die nicht verstanden wird: „Ich führte dich aus Ägypten heraus und entriss dich dem Sklaventum.“ Das findet jetzt seine spirituelle Erfüllung. Der Herr, euer Gott, entreißt euch dem Lande des Götzen, der die Stammeltern verführt hat. Er entreißt euch der Sklaverei der Schuld, bekleidet euch wieder mit der Gnade und lässt euch in sein Reich ein.

Wahrlich, ich sage euch: wer zu mir kommen will, wird die Stimme des Allerhöchsten voll väterlicher Zärtlichkeit im glücklichen Herzen hören können: „Ich bin der Herr, dein Gott, und ich ziehe dich, befreit und glücklich, an mich.“ - Kommt. Wendet euer Herz, euer Antlitz, euer Gebet, euren Willen zum Herrn! Die Stunde der Gnade ist gekommen.  – Jesus –

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