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Über das zweite Gebot!

Es steht geschrieben: „Du sollst meinen Namen nicht missbrauchen!“- Wann missbraucht man ihn? Nur wenn man flucht? Nein! Auch wenn man ihn nennt, ohne dass man sich Gottes würdig erweist. Kann ein Sohn sagen: „Ich liebe meinen Vater und ehre ihn“, wenn er dann alles überhört, was der Vater ihm gebietet? - Nicht wenn man „Vater, Vater“ sagt, liebt man den Vater. - Nicht wenn man „Gott, Gott“ sagt, liebt man den Herrn.

In Israel gibt es viele Götzen, die in den Herzen verborgen sind, aber es gibt auch ein heuchlerisches Lob Gottes. Ein Lob, dem die Werke derer, die Gott loben, nicht entsprechen. - In Israel herrscht die Neigung, viele Sünden in äußerlichen Dingen zu suchen, und sie nicht dort finden zu wollen, wo sie wirklich sind, im Innern.- In Israel gibt es einen dummen Hochmut, eine menschenwidrige und antispirituelle Gewohnheit als Fluch zu betrachten, wenn von heidnischen Lippen der Name unseres Gottes genannt wird. - Das geht soweit, dass man den Heiden verbietet, sich dem wahren Gott zu nähern, da man dies als Sakrileg verurteilt.

So war es. Nun aber soll es anders werden. Der Gott Israels ist derselbe Gott, der alle Menschen erschaffen hat. Warum also verhindern, dass die Geschöpfe die Anziehung ihres Schöpfers verspüren? Glaubt ihr nicht, dass die Heiden etwas Unbefriedigtes in sich spüren, das ruft, sich regt, sucht? - Wen? Was? Den unbekannten Gott! - Und glaubt ihr nicht, dass, wenn ein Heide aus sich selbst zum Altare des unbekannten Gottes strebt, zu diesem „geistlichen Altare im Innern“, der die Seele ist, in welcher stets eine Erinnerung an den Schöpfer lebt; glaubt ihr nicht, dass es die Seele ist, die darauf wartet, von der Herrlichkeit Gottes in Besitz genommen zu werden?

Die Seele trauert, solange sie nicht in diesem Besitz ist. - Glaubt ihr, dass Gott ihr Anerbieten als eine Schändung zurückweist? - Glaubt ihr, dass ein solcher Akt der Seele, der erweckt worden ist durch ein eigenes, ehrliches Verlangen und durch himmlische Anrufe, nicht bedeutet: „Ich komme!“ für Gott, der erwidert: „Komm!“

Glaubt ihr, dass der Gottesdienst eines Israeliten heilig sei, der nur das opfert, was ihm nach seinen Vergnügen noch bleibt, und der vor Gottes Gegenwart hintritt und ihn, den Reinsten, beim Namen nennt mit einer Seele und einem Leib, die beide nur ein Gewürm von Sünden sind?- Nein! In Wahrheit sage ich euch, dass das vollendete Sakrileg vom Israeliten begangen wird, der unreinen Herzens den Namen Gottes missbräuchlich ausspricht. - Er missbraucht den Namen Gottes, weil er aufgrund seiner seelischen Verfassung weiß, denn dumm ist er nicht, dass er ihn vergeblich ausspricht. - Oh, ich sehe das betrübte Antlitz des Herrn, das sich mit Abscheu anderswohin abwendet, wenn ein Heuchler ihn anruft, ein Unbußfertiger ihn nennt!

In mehr als einem Herzen lese ich den Gedanken: „Also, dann kann niemand den Namen Gottes nennen, außer den Kindern, denn in jedem Menschen ist Unreinheit und Sünde.“ Nein, sagt das nicht! - Gerade von den Sündern soll dieser Name angerufen werden, und von allen, die sich von Satan umklammert fühlen und sich von der Sünde und dem Verführer befreien wollen. Wollen! Das ist es, was das Sakrileg in Gottesdienst umwandelt. Geheilt werden wollen! - Den Mächtigen anrufen, um Verzeihung und Heilung zu erlangen. Ihn anrufen, um den Verführer in die Flucht zu schlagen.

In der Genesis (3,1-8) steht geschrieben, dass die Schlange Eva in der Stunde verführte, da der Herr nicht im Paradiese wandelte. Wäre Gott im Garten Eden gewesen, hätte Satan nicht dort sein können. Hätte Eva Gott angerufen, wäre Satan geflohen. Habt diesen Gedanken stets in euren Herzen! Und ruft den Herrn mit Aufrichtigkeit an! Sein Name bedeutet Rettung! - Viele von euch möchten sich reinigen. Doch reinigt euer Herz unaufhörlich, indem ihr mit der Liebe das Wort „Gott“ hineinschreibt! - Keine lügnerischen Gebete! Keine gewohnheitsmäßigen Übungen! Sagt vielmehr mit eurem Herzen, mit eurem Denken, mit euren Werken, mit eurem ganzen Sein den Namen: Gott! Sagt ihn, um nicht allein zu sein! Sagt ihn, um unterstützt zu werden! Sagt ihn, um Verzeihung zu erhalten!

Begreift die Bedeutung des Wortes Gottes vom Sinai: Missbrauch ist, wenn man „Gott“ ohne Bekehrung zum Guten ausspricht. Das ist Sünde! - Missbrauch ist es nicht, wenn sich euch, wie der Pulsschlag des Herzens, in jeder Minute des Tages, in jedem eurer Werke, in euren Nöten, Versuchungen und Schmerzen das kindhafte Wort der Liebe auf die Lippen drängt: „Komm, mein Gott!“ Dann sündigt ihr wahrlich nicht, wenn ihr den heiligen Namen Gottes anruft. Der Friede sei mit euch, und mit dem Frieden mögen auch Licht und Heiligkeit über euch kommen! – Jesus –

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