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Unkeuschheit, was ist das eigentlich?

„Du sollst nicht Unkeuschheit treiben!“ - Männer, wer hat noch nie die sexuelle Befriedigung gesucht, praktiziert und hierbei seine Kraft vergeudet. Wer ekelte oder schämte sich nicht danach wegen seines Tuns. - Als Unkeuschheit gilt sicher nicht nur der heimliche Weg zu einer Prostituierten. Als ein legalisiertes Laster ist auch das entweihte Zusammenleben mit der Ehefrau anzusehen, wenn dabei nur die gegenseitige Befriedigung der Sinnlichkeit gesucht wird, aber die Folgen daraus innerlich abgelehnt werden.

Der Vollzug der Ehe ist die Zeugung mit Befruchtung, sonst ist sie unmoralisch. Jede Ehe wird also geheiligt durch gewollte Mutterschaft. Sinnliche Ausschweifungen beschmutzen die Ehe und machen sie zu einen Ersatz-Bordell. Vergleichen wir die Ehe mit der Vermehrung in der Natur. Der Mann ist hier der Same, die Frau das Erdreich und das Kind die Ähre. Sich weigern, eine Ähre zu bilden und die Kraft im Laster zu vergeuden, ist Sünde, ist Buhlerei auf dem Ehe-Lager, die noch verschlimmert wird durch den Ungehorsam dem Gebote Gottes gegenüber, das besagt: „Seid ein Fleisch und vermehrt euch in den Kindern“ (Gen 1,26-28 usw.) - Daher seht ihr Frauen, die ihr absichtlich unfruchtbar bleiben wollt, ihr rechtmäßigen und ehrbaren Frauen, - nicht in den Augen Gottes, aber in jenen der Welt, - dass ihr trotzdem Dirnen gleichkommt und Unkeuschheit treiben könnt, selbst wenn ihr nur eurem Ehegatten angehört, weil ihr nicht die Mutterschaft sucht, sondern viel zu oft dem Sinnengenuss frönt. Ihr überlegt nicht, dass die Sinnenlust - welchem Schlund auch ihre Begierde entspringen mag - ein Gift ist, das in Leidenschaft entbrennen lässt. Nach Befriedigung lechzend, durchbricht sie Schranken und wird in ihrer Gier immerzu unersättlicher. Was zurückbleibt ist ein herber Geschmack von Asche unter der Zunge, ein Widerwille, ein Ekel und die Verachtung eurer selbst und des Gefährten eurer Lust. Könnte es denn anders möglich sein, als dass in einem nicht diese Selbstverachtung aufkommen würde, wenn das Gewissen wiedererwacht - und das tut es zwischen einem Sinnenrausch und dem nächsten - weil man sich bis unter das Tier erniedrigt hat?

„Du sollst nicht Unkeuschheit treiben“, ist gesagt worden. Unkeusch ist ein Großteil der wollüstigen Handlungen des Menschen. Betrachtet nicht einmal jene absurden Verbindungen, die man allgemein verurteilt: „Mann, du darfst nicht einem Mann beiwohnen, als ob es eine Frau wäre“, und „Du darfst nicht einem Tier beiwohnen, um dich nicht mit ihm zu beflecken“. Dasselbe gilt auch für die Frau, sie darf sich nicht mit dem Tier vereinigen, denn das wäre verbrecherisch (Lev 18,22-23)!

Jetzt noch die Unkeuschheit zwischen Mann und Frau, Unzucht aus gegenseitiger Lasterhaftigkeit oder gegen Bezahlung in Form von Geld oder Geschenken. - Der menschliche Körper ist ein herrlicher Tempel, der einen Altar in sich birgt. Auf dem Altare müsste Gott sein. Doch Gott ist nicht da wo die Verderbtheit herrscht. Daher hat der Körper des Unreinen den Altar entweiht und ist so ohne Gott. Ähnlich einem Menschen, der sich betrunken im Schlamm und dem Erbrochenen seines Rausches wälzt, so erniedrigt sich der Mensch selber in der Bestialität der Unzucht und wird schlimmer als das schmutzigste Tier. - Fragt jemanden, der sich so erniedrigt hat, dass er mit seinem Körper Handel treibt, wie man es mit Korn und Tieren macht, was ist ihm daraus Gutes erwachsen? War jene Frucht wirklich so süß, dass dieses Herz, das rein geboren, diesen Schmerz verdient hätte, gezwungenermaßen in einem unreinen Körper zu wohnen und mit seinem Schlagen der Unkeuschheit Leben und Glut zu verleihen, um sich schlussendlich im Laster zu verbrauchen?

Seid ihr so verkommen, dass ihr nicht einmal im geheimen schluchzen müsst, wenn ihr eine Kinderstimme hört, die „Mama“ ruft, und ihr dann eurer Mutter gedenkt, ihr Freudenmädchen, die ihr von zu Hause weggelaufen oder fortgejagt worden seid, damit ihr - die faulende Frucht - mit eurer zersetzenden Absonderung nicht auch noch die Geschwister verderbt? Wenn ihr an eure Mutter denkt, die vielleicht aus Gram gestorben ist, weil sie sich sagen musste: „Habe ich ein Scheusal geboren?“ - Fühlt ihr nicht euer Herz zerspringen, wenn ihr einem einsamen, ehrwürdigen Greis begegnet und dabei an euren Vater denkt, auf den ihr Schmach mit vollen Händen geworfen habt, und mit der Schmach den Spott seines Heimatdorfes? - Spürt ihr nicht, wie eure Eingeweide sich verkrampfen, wenn ihr das Glück einer Braut oder die Unschuld einer Jungfrau seht und ihr euch sagen müsst: „Auf all das habe ich verzichtet, und ich werde es nie mehr haben!“ Spürt ihr nicht euer Gesicht vor Scham brennen, wenn ihr dem Blick der Männer begegnet, der voller Gier oder voller Verachtung ist? - Spürt ihr nicht eure Erbärmlichkeit, wenn ihr euch nach dem Kuss eines Kindes sehnt und nicht mehr zu sagen wagt: „Gib mir einen Kuss“, weil ihr es abgetrieben habt, getötet wie eine unangenehme Last oder ein unnützes Hindernis, von dem Baum gebrochen, dessen Frucht es doch ist, und auf den Misthaufen geworfen, und weil nun die kleinen Leben euch zurufen: „Mörderinnen!“ - Erzittert ihr nicht vor jenem Richter, der euch erschaffen hat und euch erwartet, um euch zu fragen: „Was hast du aus dir gemacht? Habe ich dir etwa das Leben dafür gegeben? Stinkendes Nest der Würmer und der Verwesung, wie wagst du es, vor mein Angesicht zu treten? Du hast alles gehabt, was für dich Gott bedeutete: die Sinnenlust! Nun geh in die Verdammnis ohne Ende!

Die Keuschen wissen, was die vollkommene Liebe ist, Keiner weiß so gut, was die vollkommene Liebe ist, wie der, der die fleischliche Lust nicht kennt. Denn Gott offenbart sich dem Keuschen in seiner ganzen Fülle, aus Freude, sich dem Reinen schenken zu können, da er, der Reinste, in diesem jungfräulichen Geschöpf etwas von sich selbst wiederfindet, und um es für seinen Verzicht aus Liebe zu ihm zu entschädigen. - Doch werden gewisse Wahrheiten, die man den Unkeuschen sagt, für diese zum Gegenstand des Gelächters und nicht der Verehrung.

Das Leben ist ein heiliges Geschenk und muss daher heiligmäßig geliebt werden, weil es den Zweck hat das ewige Leben zu erlangen. Geben wir also dem Leben, was es dazu braucht: Enthaltsamkeit in den Gelüsten des Fleisches, Enthaltsamkeit in den Wünschen des Verstandes, Enthaltsamkeit in allen menschlichen Leidenschaften des Herzens, und ein unbegrenzte Energie in den Leidenschaften, die zum Himmel führen: die Liebe zu Gott und dem Nächsten, den Willen, Gott und dem Nächsten zu dienen, den Gehorsam gegenüber der Stimme Gottes und den Heroismus im Guten und in der Tugend.

Jung und kraftvoll zu sein ist keine Entschuldigung für das Laster. Keuschheit ist eine geistige Neigung, eine Regung, die sich auf das Fleisch überträgt und es durchdringt, erhebt, mit Duft erfüllt und bewahrt. In dem, der von Keuschheit erfüllt ist, ist für andere ungute Regungen kein Platz. Das Verderben kann nicht in ihn eindringen. Es ist kein Platz dafür vorhanden.

Das Verderben dringt nicht von außen ein. Die Regung dringt nicht von außen ins Innere. Es ist eine Regung, die aus dem Inneren, dem Herzen, den Gedanken kommt und dann in die Hülle, das Fleisch, vordringt und es dann durchdringt. - Das Verderben kommt aus dem Herzen. Jeder Ehebruch, jede Unzucht, jede Sünde der Sinne hat ihren Ursprung nicht in Äußerem, sondern entspringt den verdorbenen Gedanken, die alles aufreizend erscheinen lassen, was man sieht. Alle Menschen haben Augen, um zu sehen. Wie kommt es dann, dass eine Frau, die zehn Männer gleichgültig lässt, weil sie in ihr ein ihnen ähnliches Geschöpf sehen oder sie als ein schönes Werk der Schöpfung betrachten, das aber keine obszönen Gefühle und Phantasien in ihnen hervorruft, den elften betört und zu unwürdigen Begierden verleitet? Es kommt daher, dass dieser elfte ein verdorbenes Herz und unreine Gedanken hat und dort, wo zehn die Schwester sehen, die Frau sieht. - Wo keine Zustimmung in der Versuchung ist, gibt es keine Sünde. Es ist schon Sünde, wenn man, auch ohne die Tat auszuführen, der Versuchung soweit nachgibt, dass man sie betrachtet. Es ist eine lässliche Sünde, aber es ist schon der Weg zur Todsünde und bereitet sie vor. Denn, die Versuchung wirken zu lassen und in Gedanken bei ihr zu verweilen, im Geist die Phasen einer Sünde zu verfolgen, bedeutet, sich selbst zu schwächen. Satan weiß dies, und daher greift er mit immer neuen Flammen an in der Hoffnung, dass eine von ihnen eindringt und wirkt. Danach ist es leicht zu erreichen, dass aus dem Versuchten ein Sünder wird. - Die abgewiesene Versuchung gibt Ruhe gibt ... Sie gibt keine Ruhe, wenn man sie nicht gänzlich zurückweist. Man begeht die Tat nicht, aber man denkt ständig an sie. Heute so, und morgen... morgen begeht man die eigentliche Sünde.

Daher ist es weise den Vater im Himmel um Hilfe zu bitten gegen jede Versuchung. Wer Gott nicht um Schutz und um Rettung bittet, ist stolz. Daher sinkt er immer tiefer.

Der Hunger der Sinne, der uns treibt, sich gierig an einem Fleisch zu sättigen, ist nicht Liebe sondern Wollust! Obwohl man so liebt und glaubt, es sei Liebe, wird man nicht miteinander fühlen, einander helfen und nicht verzeihen. Was ist also diese Liebe? Sie ist Hass. Einzig und allein ein irrer Wahn, der antreibt, den Geschmack verdorbener Speisen der gesunden, kraftspendenden Nahrung der erhabenen Gefühle vorzuziehen. Wahlloser Geschlechtsverkehr und die vielen Scheidungen heute zeigen dies ganz deutlich.  – Jesus –

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