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Die Machtbereiche des Fürsten der Welt

Während die neun Rangordnungen der Geister das gesamte Reich des Fürsten der Welt umfassen, also auch die Natur, sind die Machtbereiche ausschließlich auf den Menschen ausgerichtet. In den Rangordnungen sind nur gefallene Engel, während in den Machtbereichen auch Seelen jener Verdammten tätig sind, die schon zu Lebzeiten dem Bösen wissentlich und freiwillig verschrieben, diesem in Hörigkeit Dienste taten.

Man kann die Machtbereiche am ehesten mit sieben Hüllen um einen Zellkern vergleichen. Während die Machtbereiche der Himmelskönigin in wahrhaft göttlicher Weite die ganze Schöpfung, Himmel und Erde und Fegefeuer in ihren Wirkungskreis einbeziehen, befinden sich die Machtbereiche des Bösen geballt, sowohl wie Hüllen um den einzelnen Menschen als um die Welt. Diese sieben Hüllen bilden jeweils nach abwärts die Angriffsschichten gegen die göttlichen Einflüsse. Wird also - als Beispiel - ein Mensch unter den Einfluss des sechsten satanischen Machtbereiches gebracht, so muss die Gnade Gottes durch sechs Abwehrschichten hindurch, um auf die bloße Seele des Menschen zu stoßen.

Der erste Machtbereich ist das Licht der nach abwärts gebogenen Erkenntnis, die „göttliche“ Vernunft, der praktische Vorteil, das „mit dem Strom schwimmen“. Es ist der Bereich der kleinen, millionenfachen Dämonen, Versucher und Quäler, emsig wie die Ameisen, unausrottbar wie das Ungeziefer, immer schon eine Stunde früher auf im Menschen, ehe er dessen gewahr wird. Sie hantieren mit Vernunftgründen, Gewohnheiten und Feigheiten, mit Schwindeleien und Zermürbungen.

Der zweite Machtbereich ist ein Sumpf mit trügerischen blumigen Moospolstern, ach so weich und verführerisch! Das sind die Triebe und Süchte. Es ist das Reich der mittleren Dämonen, die schon recht widerstandsfähig und zäh, klebrig wie Harz sind. Sie hantieren mit Einschläfern und Beschwichtigen, mit Entschuldigen und Beschönigen, zum Teil auch schon mit Brutalität. (Hierher gehört „Die Königin der Nacht“ und alle Dämonen der Laster und Süchte.)

Der dritte Machtbereich gehört schon den höheren Dämonen, Seelen jener Verdammten, die Luzifer wertvolle und folgenschwere Dienste leisteten. Sie sind wie mächtige Verwalter ganzer Landstriche, sie verschieben ihre Untergebenen da- und dorthin, treiben sie an, bedrängen in starker Macht (Anhauch) den Menschen und stürzen ihn dadurch in plötzliche Unglücksfälle oder Krankheiten, besonders des Nervensystems. Man nennt sie auch Haucher.

Der vierte Machtbereich gehört den Zerstörern. Es sind schon gefallene Engel. Sie haben Macht über alle Urstoffe der Welt, sie sind es, die sowohl sichtbare Zerstörungen verursachen, Kriege, wo das Blut in Strömen fließt, als auch Zerstörer des Körpers durch fressende Krankheiten und Morde, endlich auch Zerstörer des Geistes durch zerfressende Irrlehren.

Der fünfte Machtbereich gehört den Hassern. Es sind gefallene Engel von großer Macht. Ihr Symbol ist ein großes kalkgrünlich leuchtendes unbewegliches Auge von Eiseskälte, klirrend von Hass. Sie hassen alles Gute, alles Warme, alles Ruhige, alles Harmonische, vor allem alles, was mit Gott zusammenhängt. Sie predigen den Hass, Hass ist Tendenz ihrer Völkerverführung, Hass liegt dem Anarchismus, dem Bolschewismus, dem Nihilismus, dem Atheismus zugrunde.

Im sechsten Machtbereich finden wir die gefallenen Cherubim und Seraphim. Dieser Bereich ist ganz geistig. Alles Geheimnisvolle und Verlockende, alle rein übersinnlichen Kräfte, aber auch aller Zauber von Schönheit und Kunst gehören hierher, alles was an Göttliches erinnert, so dass man es nur mit dem Licht Gottes auseinander halten kann. Hier ist Präsidium und Zentrum der Loge, die ihre Mitglieder in allen Machtbereichen hat. Es ist der Machtbereich der Blender und Täuscher, der geheimen Drahtzieher hinter den Kulissen.

Der siebente Machtbereich ist das eigentliche Götterhaus. Hier hat Luzifer seinen Thron, wo er sich ununterbrochen anbeten und hochleben lässt. Hier ist nur mehr Selbstanbetung, Selbstbespiegelung, Selbstbefriedigung. Die Kraft dieses Bereiches wird erst zum Ende der Zeiten in Wirksamkeit treten, wenn alles unverhüllt kämpft.

Und wie jedem Menschen durch die Barmherzigkeit Gottes ein Schutzengel zuteil wird aus einem der sieben Machtbereiche der gütigsten Mutter, der auf den Menschen durch seine Führung abfärbt, so der Mensch nur guten Willens ist, so ist auch jeder Mensch von seinem bösen Schatten begleitet. Die Versucher umwimmeln ihn wie Bremsen im Hochsommer. Ist ein Mensch aber von einem Dämon überwältigt worden, so sagt der Volksmund richtig: „Den reitet der Teufel!“ Das ist das typische Zeichen der Geringschätzung, dass der Mensch tatsächlich vom Bösen nur wie ein Tier, wie ein Sklave gewertet wird, trotz aller süßlichen Einflüsterungen. Aber trotzdem lässt sich der Mensch doch immer wieder durch die dreifache umfassende Bedrängnis - die Schwäche des Fleisches, die Labilität der Sinne, den Stolz vom Bösen - besiegen.

Die beiden ersten Machtbereiche wirken durch Überzeugung durch die angebliche Vernunft, durch Schwäche und Zermürbung. Der dritte und vierte Machtbereich wirken durch Erzeugung von Angst, Druck und Gewalt. Der fünfte und sechste Machtbereich wirken durch Hass und Täuschung. Der siebente tritt nur ganz selten in Wirksamkeit, er ist durch sein atemberaubendes Fluidum gleich kenntlich. Die sogenannte „dicke Luft“ kommt aus den mittleren Bereichen oder von Leibeigenen, die im Auftrag ihres Herrn eine spezielle Sendung haben. Man kann sie sofort von ihren Herren unterscheiden durch grobes Anschnauzen, das sich der Diener ohne weiteres gefallen lässt, aber niemals sein Herr. – (cpc) †

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