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Antwort des Ewigen an Selbstmörder

„Was soll ich lassen, Meister? ...“

„Alles, von dem du weißt, dass es dich beunruhigt. Denn Gott ist Friede, und wenn du den Weg Gottes beschreiten willst, musst du deinen Geist, dein Herz und dein Fleisch freimachen von allem, was nicht Frieden, sondern Beunruhigung erzeugt. Ich weiß, dass es schwer ist, sich selbst zu erneuern; doch ich bin hier, um dir dabei zu helfen. Ich bin gekommen, um den Menschen zu helfen, wieder Kinder Gottes zu werden, sich wie in einer zweiten Erschaffung zu erneuern - eine Selbsterneuerung, die man selbst will. Doch will ich dir auf deine Fragen antworten, damit du nicht sagen kannst, dass du meinetwegen im Irrtum geblieben bist. Es stimmt, dass Selbstmord dem Mord gleichkommt. Sowohl eigenes als auch fremdes Leben ist ein Geschenk Gottes, und nur Gott, der es gegeben hat, hat das Recht, es wieder zu nehmen. Wer sich selbst entleibt, bekennt damit seinen Hochmut, und Gott hasst den Hochmut.“ …

„Warum verzweifelt jemand? Entweder weil er meint, wenn ein Unheil auf ihn zukommt, allein damit fertig werden zu müssen, obwohl er es nicht kann, oder weil er schuldig ist und glaubt, dass Gott ihm nicht verzeihen könne. Ist nicht sowohl im ersten als auch im zweiten Falle der Hochmut die Ursache? Der Mensch, der sich selbst helfen will, hat die Demut nicht, die Hand zum Vater auszustrecken und ihn zu bitten: „Ich kann nicht, doch du kannst. Hilf mir, denn auf dich hoffe und warte ich.“ Der andere Mensch sagt: „Gott kann mir nicht verzeihen“, da er Gott mit seinem eigenen Maßstab misst und glaubt, dass einer, der so beleidigt worden ist, nicht mehr verzeihen könnte. Also auch hier Hochmut. Der Demütige bemitleidet und verzeiht, auch wenn ihn die Beleidigung schmerzt. Der Hochmütige verzeiht nicht. Er ist auch hochmütig, weil er seine Stirne nicht beugen und sagen kann: „Vater, ich habe gesündigt, verzeihe deinem armen, schuldbeladenen Kinde!“ Weißt du denn nicht, dass der Vater alles vergeben kann, wenn er um Verzeihung gebeten wird mit einem aufrichtigen und zerknirschten Herzen, das demütig und willig zur Auferstehung im Guten ist!“

„Doch bestimmte Vergehen werden nicht verziehen, können nicht verziehen werden!“

„Du sagst es. Und es ist wahr, weil der Mensch es so will. Doch in Wahrheit, ja in Wahrheit sage ich dir, wenn der Schuldige selbst nach dem größten aller Verbrechen zu den Füßen des Vaters eilen würde - er nennt sich deswegen Vater, und er ist der Vater von unendlicher Vollkommenheit - und weinend um Verzeihung bäte und sich zum Sühnen anböte, aber ohne Verzweiflung, dann würde der Vater ihm die Möglichkeit der Sühne geben, um ihn der Verzeihung würdig zu machen und seine Seele zu retten!“

„Somit sagst du, dass die Menschen, die die Schrift nennt und die sich selbst töteten, schlecht gehandelt haben?“

„Es ist nicht erlaubt, jemandem Gewalt anzutun, auch nicht sich selbst. Es ist immer Unrecht. In ihrer ungenügenden Kenntnis des Guten werden sie aber in bestimmten Fällen noch Barmherzigkeit von Gott erhalten. Doch wenn das Wort jede Wahrheit geklärt und mit seinem Geiste die Geister gestärkt haben wird, von da an wird keinem mehr verziehen werden, der in Verzweiflung stirbt. Nicht im Augenblick des besonderen Gerichtes und auch nicht nach Jahrhunderten von Höllenqualen beim letzten Gericht! Niemals! Ist das Härte von Seiten Gottes? Nein: Gerechtigkeit! Gott wird sagen: „Du hast gerichtet, du, Geschöpf, mit Verstand und übernatürlichem Wissen begabt, von mir erschaffen mit einem freien Willen; du hast gesagt: ‚Gott verzeiht mir nicht. Ich bin von ihm für immer getrennt. Ich richte mich für meine Verfehlung selbst. Ich werde aus dem Leben scheiden, um den Vorwürfen zu entgehen’, ohne dabei zu bedenken, dass die Vorwürfe dich nicht mehr erreicht hätten, wenn du dich an mein väterliches Herz geflüchtet hättest. Und so, wie du dich gerichtet hast, bist du jetzt! Ich vergewaltige die Freiheit nicht, die ich dir gegeben habe.”

So wird der Ewige dem Selbstmörder antworten. Denke daran! Das Leben ist ein Geschenk und muss geliebt werden. Doch was für ein Geschenk ist es? Ein heiliges Geschenk! Daher soll es auf heilige Weise geliebt werden. Das Leben dauert, solange der Körper die Kraft dazu hat. Dann beginnt das große Leben. Das ewige Leben. Voller Seligkeit für die Gerechten, voll der Qualen für die Ungerechten. Ist das Leben Zweck oder Mittel? Es ist Mittel! Es dient zum Endziel, das Ewigkeit heißt. Also geben wir dem Leben das, was ihm genügt, um sich zu erhalten und dem Geiste zu dienen zur Erreichung seines Zieles. Enthaltsamkeit des Fleisches mit all seinen Begierden - allen! Enthaltsamkeit des Geistes mit all seinen Wünschen - allen! Enthaltsamkeit des Herzens mit all seinen Leidenschaften, die menschlich sind. Ungehemmt bleibe jedoch der Auftrieb der Leidenschaften, die des Himmels sind: der Liebe zu Gott und dem Nächsten; des Willens, Gott und dem Nächsten zu dienen; des Gehorsams gegenüber dem Wort Gottes; des Heldentums im Guten und in der Tugend.“ -  Jesus –

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