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Neue Warnungen vor den Freimaurern

- November 1991 -

Die römische Jesuiten-Zeitschrift „Civilta cattolica“ und Kurienkardinal Edouard Gagnon haben die ablehnende Haltung der Kirche gegenüber den Freimaurern bekräftigt und vor den Gefahren gewarnt, die der Kirche durch die Logen drohen. Wie raffiniert die internationalen Hochgradfreimaurer vorgehen, zeigt die Verleihung von Auszeichnungen der jüdischen Loge Bnai Brith (BB) an Kardinal Decourtray und Weizäcker. In Italien beginnt nach zehnjährigen Ermittlungen der Prozess gegen Mitglieder der berüchtigten Loge „Propaganda due“ (P-2).

Hintergrund: Der christliche Glaube sei mit der Philosophie und Religiosität der Freimaurer nicht vereinbart, schreibt die in Rom erscheinende Jesuiten-Zeitschrift „Civilta cattolica“ in ihrer neuen Ausgabe. Die Freimaurerei sei die „vielleicht repräsentativste Frucht der Aufklärung“ und leite sich aus einem natürlichen, rationalen und universalen Religionsverständnis ab, das „auf jede Offenbarung und auf jede Autorität und Tradition der Kirche“ verzichte. Aus diesen Gründen sei die katholische Kirche offiziell „auf Distanz zu den Freimaurern gegangen“, zuletzt in einer Grundsatzerklärung der vatikanischen Glaubenskongregation im November 1983, heißt es in der Jesuiten-Zeitschrift.

Was das eher liberale Jesuitenblatt vornehm als Distanzierung umschreibt, war in Wirklichkeit eine klare Verurteilung und die Feststellung, dass jeder Katholik, der einer Loge angehört, automatisch exkommuniziert ist. Sehr viel deutlicher wurde der kanadische Kurienkardinal Edouard Gagnon mit der katholischen Zeitschrift „30 Giorni - 30 Tage in Kirche und Welt“ (Nr. 3/91) als er an die Aussage von Papst Johannes Paul I. erinnerte, der nach glaubwürdigen Darstellungen nicht eines natürlichen Todes gestorben ist. Der Papst habe zu einem venezianischen Priester gesagt: „Vergessen Sie nicht, dass die offene und verdeckte Freimaurerei lebendiger ist denn je... sie ist eine Kraft des Bösen. Wir müssen ihren perversen Taten mutig entgegentreten.“ Der „Bote von Fatima“ zitiert diese Aussage in Nr. 5/91 und betont, der Kardinal teile die Auffassung des Luciani-Papstes aus eigener Erfahrung. Er berichtete von Hostiendiebstählen im Auftrag der Freimaurer in Kanada.

Auf die Frage, ob die Logen Druck auf die Kirche ausübten, antwortete der Kardinal: „Ja, aber immer sehr geschickt - unter dem Vorwand des Dialogs.“ Zur Feststellung von Paul VI., der Rauch Satans sei in die Kirche eingedrungen, meinte Gagnon, dies sei nicht erst in neuerer Zeit geschehen. Die Kirche habe in ihrer ganzen Geschichte gegen die Mächte des Bösen gekämpft. Der „Bote von Fatima“ weist auf die Rückkehr der Freimaurer in die Länder des früheren Ostblocks hin.

Bemerkenswert: Nachdem der Versuch der Freimaurer gescheitert war, mit Hilfe von Kardinälen und Bischöfen eine Aufhebung der kirchlichen Verurteilung zu erreichen, hofiert man Katholiken mit Ehrungen und Auszeichnungen. Diese Masche verfolgt die jüdisch-zionistische Geheimloge Bnai Brith (BB, andere Schreibweise B`nai B'rith), die sich modernistisch-liberale Kleriker aussucht, um sie für „Toleranz“ und „Humanität“ zu ehren. So empfing der Innsbrucker Bischof Dr. Reinhold Stecher die BB-Ehrenmedaille für sein Verbot der Verehrung des sel. Anderl von Rinn, der im Mittelalter einem jüdischen Ritualmord zum Opfer gefallen war.

Nun hat man sich den Erzbischof von Lyon, Kardinal Albert Decoutray, ausgesucht, der mit dem „Menschenrechtspreis“ der jüdischen Loge ausgezeichnet wurde. In der Begründung heißt es, der Kardinal habe sich intensiv für die „historische Wahrheit und den Respekt vor anderen“ eingesetzt. Verliehen wurde der Preis von Marc Aron, dem Präsidenten von Bnai Brith in Frankreich. Der Kardinal bedankte sich mit den Worten: „Ich nehme diese Auszeichnung an mit allen, die vor mir und mit mir am Aufbau interreligiöser Beziehungen gearbeitet haben.“

Seit Jahren bemüht sich die jüdische Loge, die in der „Pyramide“ der Freimaurer den 5. Platz der Hochgrade einnimmt, auch um deutsche Ordensträger. Einer der deutschen Repräsentanten von BB ist Heinz Galinski, Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland.

B'nai B'rith wurde am 13. Oktober 1843 von dem aus Hamburg eingewanderten Freimaurer Henry Jones (früherer Name Heinrich Jonas) in New York gegründet, nannte sich zuerst Bund, dann Orden und endlich Loge. An der 70-Jahrfeier 1913 im Tempel Beth-El in New York nahmen die ranghöchsten Freimaurer aus aller Welt teil, darunter Präsident Taft, der - „geschmückt mit der Ordenmedaille“ - die Festrede hielt. Noch heute verbirgt sich BB hinter weltweiten kulturellen und humanitären Aktivitäten, ähnlich wie die von Freimaurern gegründeten Lions und Rotarier.

Das Hauptziel der Freimaurer ist nach wie vor die Zerstörung der katholischen Kirche. Der Weg dahin wurde immer wieder in geheimen Plänen festgelegt, so u. a. in einer Schrift aus dem Jahre 1819, die mit dem Bekenntnis beginnt, man wolle das „Endziel“ Voltaires und der Französischen Revolution: „Die vollständige Vernichtung des Katholizismus und schließlich sogar der christlichen Idee überhaupt ...so muss unser ganzes Streben und unsere Erwartung darauf gerichtet sein, einen Papst zu bekommen, wie wir ihn brauchen. Mit Hilfe eines Papstes müssen wir zum Triumph der Revolution gelangen.“ (Crtineau-Joly, L'Eglise et la Revolution, Paris, Neuauflage von Dokumenten, die im 19. Jahrhundert in die Hand der Kirche gelangten)

Im April 1976 veröffentlichte Pablo Maria de la Porcion in der Wochenzeitung „Que Pasa“ den folgenden Artikel:

„Im Laufe der Jahre 1928 und 1929 sind mir wichtige freimaurerische Dokumente in die Hand gefallen, die ich genau untersuchen konnte. Für die Politik und die Religion waren sie bedeutungsvoll. So fand ich auch ein Werk von Jacques de Boyer (1820), in dem zum ersten Mal die Rede von einem Punkt ‚Z‘ ist... (Theorie eines sich bildenden ‚Gottes‘, der sich - wie der ganze Kosmos - evolutionär weiterentwickelt, was übrigens auch der Freimaurer-Jesuit Theilhard de Chardin lehrte).

Interessant war eine Korrespondenz zwischen Guaita, Encausse und Roca. Besonders erwähnen möchten wir einen Brief von Stanislas Guaita, schwarzer Magier und satanischer Dichter, an Paul Roca, die ‚graue Eminenz‘ der Logen und selbst Eingeweihter bis zum 33. Grad. Eine Passage des Briefes lautet: ‚Wir müssen aktiv daran arbeiten, dass die Gläubigen der katholischen Kirche die Kommunion stehend empfangen. An dem Tag, an dem uns dies gelingen wird, wird unser Triumph vollkommen sein‘. Roca antwortete auf diesen Vorschlag: ‚Ich bin in diesem Punkt mit Ihnen völlig einverstanden, aber hier müsste eine zweite Reform unternommen werden, damit das Brot auf die Hand dieser fanatischen Kannibalen gelegt wird.‘

Der Ex-Domkapitular von Perpignan (Roca) wusste, dass die Handkommunion den Glauben aus dem Herzen dieser ‚Fanatiker‘ reißen würde. Im Jahre 1889 schrieb Guaita an Roca: ‚Sind diese zwei Ziele erreicht, fällt uns der Rest wie eine reife Frucht in die Hand, da die Eucharistie nichts weiter ist als eine Agape der universellen Brüderlichkeit‘. Einige Jahre später konnte der Ex-Priester Mélinge schreiben: ‚Der Vorsitzende der Gemeinschaft setzt die Schale voller Brot auf den ritualen Tisch neben den Krug mit Wein... und so kann sich jeder Bruder selbst bedienen. Das nämlich ist die Eucharistie, das Symbol der universellen Brüderlichkeit‘. Mélinge wiederholt die Worte Guaitas, die Sprache der Hochgradfreimaurer und der Triumph der kalvinistischen Thesen.

Am Anfang des 20. Jahrhunderts baten die Modernisten Papst Pius X., er möge die Handkommunion erlauben. Sie argumentierten, die Juden hätten das Osterlamm stehend gegessen - Symbol und Verheißung der Eucharistie. Sie bekamen eine scharfe Antwort des Papstes: ‚Symbole und Verheißungen kann man stehend empfangen, die Wirklichkeit aber empfängt man mit Liebe, auf den Knien‘. Zwischen Pius X. und dem Eucharistischen Heiland gab es keinen Schlitz, wo der Teufel sich hätte einschleichen können.“ - Pfarrer Arnette -

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In dem Buch „Das Geheimnis der Freimaurer“ von Jacques Ploncard d'Assac, 1979, herausgegeben 1989 von der Priesterbruderschaft St. Pius X. heißt es: „Stanisla de Guaita, ein apostatischer Priester vom Ende des letzten Jahrhunderts, notorischer Kabbalist, wichtiges Mitglied der luziferischen Gesellschaften, hat u. a. dieses gotteslästerliche Gedicht (vom März 1883) hinterlassen:

Die schwarze Messe

„Bevor ich in den ewigen Schatten rolle, wo mein Fleisch in einem finsteren Riesenbecken gebraten wird, balle ich die Fäuste zum Himmel und werde dreimal schreien: ‚Monstrum sei verflucht‘! Und mein erhabener Groll wird, zusammen mit den Blitzen meiner Stimme, aufsteigen als Weihrauch des Hasses, den mein Verbrechen ausströmt... Und du, Luzifer, du vom Himmel gefallener Stern, strahlender, in die Finsternis gestoßener Geist... erschlossest mir den Ozean tiefer Wollust.“ (S. 199)

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Ungehört blieben die Warnungen von Leo XII.: „Von daher kommt es, dass selbst lange Zeit, nachdem die Fackel der Revolution von den Geheimgesellschaften zum ersten Mal in Europa angezündet und durch ihre Agenten in die Weite getragen worden war, auch nach den glänzenden Siegen der mächtigsten Fürsten Europas, die Uns die Unterdrückung dieser Gesellschaft erhoffen ließen, die strafbare Tätigkeit dieser Gesellschaften immer noch kein Ende genommen hat.“ Leo XII. war übrigens sicher, dass alle Logen unter einer einheitlichen Führung stehen, auch wenn es viele verschiedene Sekten davon gibt.

In diesem Zusammenhang: In Rom ist am 19. November Anklage gegen den früheren Chef der Geheimloge P-2, Licio Gelli, und 15 weitere Personen, darunter weitere acht Logenmitglieder, erhoben worden. Die P-2 war nach Auffassung der Staatsanwälte eine kriminelle Vereinigung, der politische Konspiration, die Unterwanderung von Staatsorganen und die Zerstörung der Verfassung vorgeworfen wird. Licio Gelli kann nur wegen Korruption im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Banco Ambrosiano und wegen falscher Aussagen angeklagt werden. Er wurde 1987 von der Justiz der Schweiz unter der Bedingung nach Italien ausgeliefert, dass er „nicht wegen politischer Delikte“ belangt werde. Hier zeigt sich die Macht der Logen, die von ihren Hochburgen in Basel und Zürich aus die Aufdeckung der politischen Machenschaften der P-2 zu verhindern suchten.

Doch dies wird nicht gelingen, denn die römischen Staatsanwälte setzen nicht nur Umberto Ortolani auf die Anklagebank, sondern auch die Generäle Picciotti, Maletti, Giudice, Musumeci und Grassini sowie weitere Offiziere. Der Geheimloge gehörten mehrere hundert Staatsbeamte, Politiker aller Parteien, Bankiers, Journalisten und vermutlich auch Kleriker an. Die Anklage geht davon aus, Ziel von P-2 sei der politische Umsturz in Italien gewesen. Verwickelt in den Skandal sind auch Erzbischof Marcinkus und andere Verantwortliche der kath. römischen Ordensbank I0R. – (cpc)†

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