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7. August 1996

Zerstörung des Engelwerkes

von außen und von innen

Das Engelwerk, das von 1976 an Ziel einer beispiellosen Verleumdungskampagne von verschiedenen Bischöfen geworden ist, unterliegt seit Jahren auch der Zerstörung von innen. Zerbrochen ist die Einheit zwischen dem Engelwerk der Gründer und dem Orden der Regularkanoniker vom Heiligen Kreuz. Die frühere Führungsstruktur des Ordens und des Engelwerkes existiert nicht mehr. Das oberste Führungsgremium des Engelwerkes, die Brüder vom Kreuz, wurde aufgelöst. Hansjörg Bitterlich, Sohn der Gründerin und Empfängerin der göttlichen Offenbarung über die Engel, wurde aller Ämter enthoben und schon im Mai 1993 exclaustriert.

Hintergrund: Das Ausmaß der Zerstörungen und Spaltungen, unter denen Engelwerk und Kreuzorden heute leiden, sind nie nach außen gedrungen. Viele Förderer des Opus Angelorum leben noch immer in dem Glauben, die größten Feinde seien die Bischöfe Soden und Stecher, die mit unglaublichen Lügen das Engelwerk zu vernichten suchten. Daß die führenden Mitglieder aus Menschenfurcht, Angst vor Rom und den betrügerischen Verfolgern in die Knie gegangen und die Herkunft des Werkes verraten haben, davon wissen nur wenige Eingeweihte. Inzwischen geht die Spaltung so weit, daß auch das frühere gemeinsame Führungsgremium von Werk und Orden, der Brüderrat, stillschweigend aufgelöst wurde. Als besonders tragisch wird die Trennung der Brüder von den Schwestern im Orden angesehen.

Die Geschichte des Engelwerkes begann mit den Offenbarungen Gottes an Gabriele Bitterlich (1896 - 1978). Im Zentrum dieser Offenbarung stehen die Engel, ihr Wesen und Wirken. In der mystischen Theologie zählt diese Offenbarung zu den bedeutendsten der Neuzeit. In zwei Bänden erschien 1969 das sog. Kalendarium der Engel mit kirchlicher Druckerlaubnis für die Mitglieder des 0A. Zu den Offenbarungen gehören aber auch Aussagen über das Wirken der Dämonen. Über diese Schriften brachen die schwersten Konflikte schon zu Lebzeiten von „Mutter Bitterlich“ aus. Wie ihr Sohn Pater Hansjörg Bitterlich ORC in seinem 1990 erschienen Buch „Sie schaute die Engel“ feststellte, richtete sich die ganze Wut des Teufels gegen seine Mutter, die Familie und die Priester, die ihr zur Seite standen. Die Tragödie des Engelwerkes kann auch nur in etwa nachvollzogen werden, wenn man davon ausgeht, daß Satan hier leider ganze Arbeit geleistet hat. Und seine besten Helfer waren Bischöfe und Priester.

Mutter Bitterlich nahm in Kenntnis des teuflischen Wirkens viele Sühneleiden zum Schutz der Priester auf sich, weil sie vermutlich die Entwicklungen vorausgesehen hat. Sie betete ständig für Priester und Theologen, die zu Mitwissern geworden und die schon beim Lesen der Schriften in schwere Gefahren geraten waren. Aus der Sicht des Teufels ist dieser Haß verständlich, denn die Offenbarung über die Engel ist heilsgeschichtlich von ähnlicher Bedeutung wie die Visionen der Hildegard von Bingen oder der HI. Birgitta. Eine ganz andere Frage ist, warum sich Lehramt und Theologie nicht ernsthaft mit diesen Aussagen beschäftigt haben. Hier bieten sich Parallelen an zu Barbara Weigand, Maria Valtorta und Marie-Julie Jahenny, um nur einige zu nennen.

Die beiden Bände über die Tagesengel und die Engel der beweglichen Feste sind vom Inhalt her theologisch oder kirchlich unangreifbar, weshalb sich die Feinde auf die Lüge beschränkten, die dort genannten hebräischen Namen der Engel habe Mutter Bitterlich aus der jüdischen Kabbala „abgeschrieben“. Und im gleichen Atemzug wurde die Familie in die Reihen der Freimaurer eingeordnet, weil das eine wie das andere mit Okkultismus und Satanismus zu tun habe. In dem nun 20jährigen schmutzigen Krieg sind keine drei Sätze aus den Engelbüchern (außer im SB) zitiert und betrachtet worden, d. h. von den Engeln ist überhaupt keine Rede mehr. Schon damals sind in nächster Nähe von Gabriele Bitterlich führende Priester des Engelwerkes zu Fall gekommen. Oder später auf grausige Art ums Leben gekommen, wie Pater Blasco, dem am 29. 9. 1990 bei einem Autounfall bei Modena der Kopf abgerissen und zertrümmert wurde. Am 9. 6. 1991 starb Wolfgang bei einem Unfall in der Nähe von Rovereto. Auch ihm wurde der Kopf zertrümmert.

Was die Unterstellung angeht, die Engelnamen seien der Kabbala entnommen, so ist längst der Beweis erbracht worden, daß diese Namen tatsächlich existierten. Schon 1982 fragte Msgr. Hamer von der Glaubenskongregation nach wissenschaftlichen Arbeiten über die Engelnamen. Noch im gleichen Jahr wurden Gutachten über Engelnamen von Schalom Ben-Chorin, Prof. Lapide und Prof. Pater E. Testa vorgelegt. In Italien erschien 1994 mit Druckerlaubnis des Ordens das Buch „Nomi Personali Semitici, Biblici Angelici Profani, von Pater Emmanuele N. Testa OFM. Das gerade auch im Hinblick auf den Konflikt um das Engelwerk so wichtige Dokument wurde bis heute nicht ins Deutsche übersetzt. . . .  Voraussetzung ist die Beherrschung der aramäischen und der lateinischen Sprache) Tatsächlich scheint aber kaum jemand Interesse daran zu haben, sich um die Sache zu kümmern. Auch das Opus Angelorum hat sich schon so weit von Mutter Bitterlich entfernt, da man eine solche Übersetzung wohl für überflüssig hält.

Bemerkenswert: Rom hat nach 6jähriger Prüfung keine Glaubensirrtümer in den Schriften des OA gefunden. Damit ist alles andere, was Soden und Stecher verbrochen haben, hinfällig. Der Heilige Stuhl hat das Engelwerk immer gefördert und mit großem Wohlwollen behandelt. Nur in einem Punkt blieb man der traditionellen Linie treu: Die Berufung auf „Privatoffenbarungen“ in den Statuten eines Ordens wird nicht zugelassen. Hätte man die Prüfung der Offenbarungen durch die Glaubenskongregation abgewartet, wäre vielleicht eine andere Entwicklung eingetreten. Doch dafür ist es heute ohnehin zu spät. Es geht auf das Ende des Werkes zu, denn man wird alles unternehmen, um den Beteiligten klarzumachen, daß Orden und Engelwerk nichts miteinander zu tun haben und man in diesem Sinne die Beziehungen „regelt“. Und dahinter steht immer nur das „Dogma“, wonach man eine Privatoffenbarung nicht als Grundlage für die Spiritualität oder Ausrichtung eines Ordens nehmen dürfe.

Natürlich ist das falsch, wie viele Beispiele in der Kirchengeschichte beweisen, man denke nur an die Ordensregel der hl. Birgitta, die ihr von einem Engel diktiert wurde. Außerdem hat sogar das Konzil eingeräumt, daß der Heilige Geist seine Gaben „nach Belieben“ verteilt und die Kirche dann die Echtheit der Charismen prüfen müsse. Im Falle des OA oblag diese Prüfung Glaubenskongregation. Die Religiösenkongregation wartete zwei Jahre vergeblich auf dieses Urteil und mußte dann wegen der zu langen Dauer des ersten Noviziates eine Entscheidung fällen. Und um der Glaubenskongregation nicht vorzugreifen, erklärte man die völlige Unabhängigkeit des Kreuzordens vom Engelwerk. Auch dies stand schon im Zeichen der deutschen Hetzkampagne.

Fazit: Der entstandene Trümmerhaufen kann nur eine logische Konsequenz haben: Das Engelwerk muß unter einem anderen Namen von neuen Leuten - möglichst Laien - neu gegründet und ausschließlich auf das Fundament der an Mutter Bitterlich gerichteten Offenbarung ausgerichtet werden. Da Engelwerk und Orden an diesen Offenbarungen überhaupt nicht mehr interessiert sind, auch Rom nicht, wäre es praktisch kein Problem, eine private Engel-Bewegung zu gründen. Da Pater Bitterlich der rechtliche Besitzer aller Dokumente seiner Mutter ist, könnte er alleine entscheiden, wie es in Zukunft weitergehen soll. Dabei sollte er bedenken, daß der 20jährige Krieg die Verbreitung der Offenbarung zum Nutzen der Kirche und der Gläubigen verhindert hat. Das war die Absicht Satans. Seine Rechnung ist aufgegangen. Welchen Sinn haben Offenbarungen, wenn das Volk Gottes sie nicht erfährt? Die Spielregeln Roms besagen, daß man alles drucken und verbreiten kann, solange die Kirche nicht entschieden hat und der Verfasser keine andere als rein menschliche Glaubwürdigkeit beansprucht.  – (cpc)† -

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