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Zum Volk gewandt

In alten Schriften ist festgehalten, was sich vor 471 Jahren im Großen Münster von Zürich abgespielt hat. Leider ist als Quelle nur „Contre Reform Catholique“ bekannt: In den Kartagen des April 1525 war der Kult, der im großen Münster von Zürich vor sich ging, nach ganz neuem Stil. Das Deutsch hatte das Latein der Liturgie vollständig verdrängt. Die Kirchenchöre sangen nicht mehr. Im Vordergrund des Chores erklangen nur die Stimmen von Zwingli und seinen beiden Priestern. Abwechselnd trugen sie Auszüge aus den Psalmen und dem Glaubensbekenntnis vor. Manchmal antwortete des Volk: „Gelobt sei Gott!“ Oder sie beteten kniend mit dem Volk das Vaterunser. Das Mahl ersetzte die Messe. Brot und Wein waren auf einem gewöhnlichen Tisch aufgestellt. Zwingli amtierte, das Gesicht dem Volke zugewandt. Die Altardiener teilten dann das Brot unter den Gläubigen in den Bänken aus. Sie nahmen sich selbst davon ein Stück mit der Hand und führten es zum Munde. Während einiger Jahre durften die Katholiken der alten Tradition noch außerhalb von Zürich in die Kirche gehen, wo sie alles vorfanden, was aus den Kirchen von Zürich verschwunden war... Doch bald nach der Reform von 1528 hörte diese Toleranz auf...

Man könnte den Text leicht verändern: Nach dem Konzil standen der Papst, die Kardinäle, Bischöfe und Priester plötzlich an „Volksaltären“ und wandten ihr Gesicht dem Volke zu... - 31/1996 -  - (cpc) †

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