Unwürdige Kommunionen

Die Schändung der hl. Kommunion auf dem sog. Ökumenischen Kirchentag in Berlin sind noch in unserem Bewusstsein und haben uns gezeigt, wie weit die Zeit des Niedergangs der Kirche fortgeschritten ist. Zu allen Zeiten war der Umgang mit dem Herrn in der konsekrierten Hostie der Maßstab für den Zustand von Glaube und Kirche. Da die heiligen Engel bei jeder gültigen hl. Messe am Altar stehen, um den Herrn in der unblutigen Erneuerung des Kreuzesopfers zu verehren und zu bewachen, sind sie immer auch Zeugen der Unwürdigkeit und Ehrfurchtslosigkeit, auch der Schändung und des Gottesraubes. Jede unwürdig empfangene Kommunion ist für den Empfänger eine Katastrophe. Christus sagte zu Maria Lataste, die unwürdig empfangene Kommunion sei eine größere Schuld als die der Juden an seiner Kreuzigung. Wer also im Zustand der schweren Sünde die Kommunion empfängt, zieht die schwersten Strafen auf sich.

Eine andere Frage ist, ob die Gläubigen an diesem Zustand allein die Schuld tragen. Das ist nicht der Fall, denn die Bischöfe und Priester, die ihnen die Möglichkeit zur hl. Beichte entzogen haben, werden der Bestrafung nicht entgehen. Auch sind diese schuldig, dass sie den Gläubigen nicht gesagt haben, welche Folgen eine unwürdige Kommunion hat.

Ist schon das Schicksal des Herrn in der Kommunion heute oft unvorstellbar grausam, wie muss es in den Engeln aussehen, die an jeder Messe teilnehmen, egal, wo sie auf der Welt zelebriert wird.

In einer Betrachtung heißt es: „Keine einzige unwürdige Kommunion lässt sich rückgängig machen und der Engel wird vor uns stehen: ‚Wo hast du den Herrn hingetan?’ Und vor jedem Priester, der gleichgültig konsekriert, wird er stehen: ‚Gib das Blut des Herrn heraus!’ Nimmermehr werden sie uns in die himmlischen Wohnungen aufnehmen, wenn wir das Schandmal auf unserem Angesicht tragen, selbst den Herrn in uns gekreuzigt zu haben, nicht nur durch die Sünde allein, sondern wirklich den Herrn (gekreuzigt) im Heiligsten Sakrament.“ Jeder von uns muss sich bewusst sein, dass er nur im Zustand der Gnade die hl. Kommunion empfangen kann. Wem es nicht möglich war, die hl. Beichte abzulegen, muss auf den Empfang der Kommunion verzichten. Dem bleibt dann die geistige Kommunion.

Als Mitglieder des Engelbundes können wir nicht teilnehmen an dem heute in fast allen Kirchen üblichen obligatorischen Kommunionempfang der ganzen Gemeinde, und schon gar nicht an der Handkommunion. In allem, was wir tun, müssen wir uns an das Vorbild der Engel halten. Was können wir von ihnen lernen? Zuerst die Ehrfurcht vor Gott. Während wir meistens sogar vergessen, dass sich der Herr im Tabernakel befindet, beten die Engel aus allen neun Chören die heiligste Dreifaltigkeit Tag und Nacht auf den Knien an. Die Engel sind ständig im Licht und spiegeln damit das Licht Gottes. Sie lehren uns also, wie auch wir unsere Liebe und Treue zu Christus zum Ausdruck bringen sollen, zu Seiner Kirche, zu Seiner hl. Schrift. Wenn wir uns schon Gottes Größe, Allmacht, Allwissenheit und Unendlichkeit nicht vorstellen können, so sind uns die Engel und ihre Königin als Mittler und Vermittler ständig nahe und behilflich.

Was wir weiter von den Engeln lernen können, ist der absolute Gehorsam. Den Aufstand der Engel im Himmel hat es nur einmal gegeben, als Gott ihnen mitteilte, dass Sein Sohn eine irdische Mutter haben würde. Da kam es zur Revolte, weil einer der größten Engel meinte, nur er könne in diesem Fall der Sohn Gottes sein. Der Ausgang ist bekannt: St. Michael führte mit dem Ruf „Wer ist wie Gott?“ den Sturz der ungehorsamen Engel aus dem Himmel an. Gott hat die stolzen Engel bestraft, indem er sie verworfen und in die Hölle gestoßen hat (2 Petr 2,4). Nun verfolgen sie uns als Teufel und böse Geister. Sie versuchen, den Menschen die unsterbliche Seele zu entreißen, was unser Ende in der Hölle bedeuten würde. In erster Linie verfolgen sie die Menschen, weil Gott angekündigt hat, dass diese die Plätze der gefallenen Engel im Himmel einnehmen werden.

Es wird immer wieder gefragt, wo wir in der hl. Schrift über die Engel nachlesen können. Paulus schrieb um 62 aus der römischen Gefangenschaft an die Kolosser: „In Ihm besitzen wir die Erlösung, die Nachlassung der Sünden. Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung. Denn in Ihm wurde das Universum erschaffen, alles, was in den Himmelsräumen und auf Erden ist: das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften, oder Fürstlichkeiten und Gewalten. Alles ist durch Ihn und auf Ihn hin geschaffen worden. Er selbst ist jedoch vor allem, und das ganze Weltall hat in Ihm Bestand.“ (Kol 1, 14-17)

Vier der neun Chöre sind in diesem Text genannt. Die Engel und Erzengel, die Cherubim und Seraphim werden in anderen Texten genannt. Im Psalm 103, 20 heißt es: „Preiset den Herrn, ihr, Seine Engel, ihr starken Helden, die ihr Sein Wort vollstreckt, (da ihr auf die Stimme Seines Wortes hört). Preiset den Herrn, all Seine Heerscharen, Seine Diener, die Seinen Willen vollziehen.“ In der heutigen Kirche ist von den starken Helden und den Heerscharen keine Rede mehr. Auch die Schutzengel kommen meistens nur noch in alten Märchen oder Legenden vor.

Weitaus schlimmer für den Menschen ist jedoch, dass die Kirche den Teufel und die bösen Geister nicht mehr erwähnt. In der Liturgie der tridentinischen Messe wird das Evangelium nach Johannes (14,30-31) verkündet: „Ich werde nun nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der Fürst dieser Welt. An Mir hat er zwar keinen Anteil; aber die Welt soll erkennen, dass Ich den Vater liebe, und dass Ich tue, was der Vater Mir aufgetragen hat.“ Christus verließ die Erde, sandte uns den Heiligen Geist und kündigte an: „... denn es kommt der Fürst dieser Welt“. Das ist Luzifer, der einstige Engel des Lichts, der seine Macht mitgenommen hat wie auch die anderen gefallenen Engel.

Eine schreckliche Situation: Wir haben das Kommen des Fürsten dieser Welt vergessen, aber auch die Existenz unserer wichtigen Helfer. In seinem Buch „Die Welt der Engel“ hat Alois Winklhofer versucht zu ergründen, warum die Engel so an den Rand gedrängt wurden und macht dafür zum Teil die Kunst verantwortlich, die aus den Engeln oft „fliegenhafte Wesen, fast nur geflügelte Köpfe, dann im Quattrocento liebliche Mädchenwesen und schließlich unter dem Einfluss der Renaissance Puttenkinder voll Schelmerei und praller Rundlichkeit“ gemacht habe. Man kann dagegenhalten, dass es in der religiösen Kunst aber auch viele Darstellungen gibt, die der Größe und Schönheit der Engel gerecht geworden sind.

Die zweite Ursache, die Winklhofer nennt, ist ernst zu nehmen: Durch die Aufklärung und die Entdeckungen der Wissenschaftler über die Naturgesetze wurde die Existenz der Engel als Aberglaube zurückgewiesen. Dabei übersahen die klugen Leute, dass es für die Naturgesetze auch nur den einen Urheber gibt, der die Engel und die Menschen erschaffen hat.

Durch die Engeloffenbarungen von Maria Magdalena und Gabriele Bitterlich wissen wir, dass es sich mit den heiligen Engeln exakt so verhält, wie die hl. Schrift des Alten und Neuen Testamentes an zahlreichen Stellen berichtet. Das sollte uns trösten.  ... (April 2003)   – (cpc) † -

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