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Angriffspläne Moskaus

- Februar 1992 -

Die Führung der Sowjetunion plante bis zum Untergang des kommunistischen Systems im Ostblock einen Angriffskrieg gegen die Bundesrepublik Deutschland und ihre Nato-Partner. Dies beweisen Dokumente, die Bundesverteidigungsminister Stoltenberg am 31. Januar 1992 in Bonn der Presse vorlegte. Etwa 25.000 Dokumente zu den strategischen und operativen Kriegsplanungen des Warschauer Paktes fielen der Bundeswehr nach dem 3. Oktober 1991 in den Kommandozentralen der Nationalen Volksarmee (NVA) in die Hände.

Hintergrund: Das Ergebnis der Untersuchung, das Gerhard Stoltenberg in Bonn präsentierte, ist eindeutig: Der Warschauer Pakt hat unter sowjetischer Führung bis in die Amtszeit Gorbatschows hinein den Angriffskrieg gegen Westeuropa geplant, geübt und vorbereitet. Wie schon im 2. Weltkrieg gab es für die Rote Armee keine Verteidigungskonzeption, es galt nur der Angriff. In der ersten Phase war das Ziel die Nordflanke über Dänemark und die BR Deutschland. Der zweite Vorstoß richtete sich gleichzeitig gegen Frankreich mit dem Ziel, die Atlantikküste zu erreichen. Während Dänemark und Deutschland innerhalb von 14 Tagen erobert sein sollten, wollte man in 30 bis 35 Tagen die spanische Grenze und die französische Biskaya-Küste erreichen.

Beim Angriff mit fünf Armee-Gruppen sollten von Beginn an atomare Gefechtsfeldwaffen und taktisch-operative Atomwaffen an allen Fronten eingesetzt werden, wobei jedes unkontrollierbare Risiko in Kauf genommen werden sollte. Der frühere DDR-Verteidigungsminister, Armeegeneral Heinz Hoffmann, notierte auf einem Sprechzettel für das „Sojus 83“-Manöver: „Diesen strategischen Gruppierungen aus Truppen und Flottenkräften der Streitkräfte der UdSSR, Polens, der DDR und der CSSR wurde folgende Aufgabe gestellt:

„Die Hauptziele der ersten 1. Strat. Operation mit den Truppen von vier Fronten (Armeegruppen) durch den Vorstoß zu den Grenzen Frankreichs am 13. und 15. Tag zu erreichen und dabei die Territorien Dänemarks, der BRD, der Niederlande und Belgiens einzunehmen und den Austritt dieser westeuropäischen Staaten aus dem Krieg zu erzwingen, die strategische Operation durch das Einführen von zwei weiteren Fronten in die Tiefe Frankreichs zu entwickeln, die strategischen Reserven auf seinem Territorium zu zerschlagen, am 30. und 35. Tag die Biskaya und die Küste Spaniens zu erreichen und mit der Herausführung Frankreichs aus dem Krieg die Endziele der 1. Strat. Operation zu erreichen.“ Dazu die FAZ am 1.2.1992: „Das ist zwar schlechtes Deutsch - aber eine klare Sprache.

Die Pläne blieben auch in der Amtszeit Gorbatschows unverändert, denn noch 1988/89 heißt es in den „Anweisungen des Oberkommandierenden der Vereinigten Streitkräfte zum operativen Einsatz der Truppen und Flottenkräfte“: „Ziel der Operation ist es... das Territorium der DDR und der CSSR zu befreien, die ökonomisch wichtigen Gebiete der BRD östlich des Rheins zu besetzen sowie die Bedingungen für den Übergang zum allgemeinen Angriff mit dem Ziel der Herauslösung der europäischen Nato-Staaten aus dem Krieg zu schaffen.“

„Der massive Einsatz von Atomwaffen war in allen Plänen vorgesehen, um einen „Durchbruch durch die gegnerische Verteidigung zu erzielen.“ Dazu der Oberbefehlshaber des Warschauer Pakts, Marschall Kulikow, in einer Notiz zu „Sojus 83“: „Der zukünftige Krieg wird ohne Kompromisse bis zur vollständigen Zerschlagung des Gegners zu führen sein. Das zwingt dazu, den Einsatz des Gesamtmaterials der Vernichtungsmittel in Rechnung zu stellen - mit nicht kontrollierbarem Ausmaß der strategischen Handlungen.“

Für den Erstangriff waren 840 taktische Atomwaffen geplant, wobei die erste Staffel 20 „Scud“-Raketen, 55 „Frog“-Raketen und zehn Atombomben zur Verfügung hatte. Die Flugzeuge der ersten Front waren mit 125 Atombomben, 60 operativ-taktischen und 50 taktischen Raketen bestückt, mit denen die nuklearen Waffenlager der Nato, Flughäfen und Kommandozentralen sowie Armeeverbände und Stützpunkte vernichtet werden sollten. Bei einer NVA-Stabsübung im Jahre 1989 wurde der Einsatz von 76 Atomwaffen auf den östlichen Teil von Schleswig-Holstein geübt.  – (cpc)† - 151092107.1103 -

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Rote Armee wollte angreifen

- November 1992 -

Stalin wollte Deutschland angreifen und Hitler ist ihm zuvorgekommen. Dies ist die nicht mehr ganz neue Erkenntnis über das Unternehmen „Barbarossa“, wie der Feldzug gegen die Sowjetunion genannt wurde. In der neuen Ausgabe des russischen Militärbulletins berichtet Oberst a.D. Alexej Filippow, Mitglied der Militärischen Forschungsanstalt, über die „Kriegsbereitschaft der Roten Armee im Juni 1941“. Danach hat Stalin zur Vorbereitung des geplanten Krieges gegen Deutschland die rote Armee zwischen 1939 und 1941 von 98 auf 303 Divisionen aufgestockt. An der sowjetischen Westgrenze wurden 186 Divisionen der ersten und 16 Divisionen der 2. Staffel für den Angriff konzentriert. Filippow wörtlich: Die strategische Entfaltung der Roten Armee bis zum Kriegsausbruch in eine 5,4 Mio. starke Armee der Kriegszeit, der Aufbau der riesigen Deckungsarmeen, die verdeckte Einberufung von 793.000 Reservisten usw. gestatteten praktisch die meisten Maßnahmen im Rahmen der allgemeinen Mobilmachung durchzuführen. Daher war eine Mobilmachung vor dem Krieg nicht mehr nötig. Insgesamt wurden 303 Divisionen bereits in der Friedenszeit aufgestellt, die für den Kriegseinsatz bestimmt waren.“ (Quelle: IAP-Dienst, Nr. 21/3.11.92, 4800 Bielefeld, Werther Str. 18)  – (cpc)†

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