Tauscht nicht Glaube und Vaterland

In einem Kapitel aus dem Valtorta-Buch „Das Morgenrot einer neuen Zeit“ (Parvis-Verlag) beruft sich Christus auf das Buch Haggai (Aggäus), 1-2, das uns - auch den meisten Priestern - völlig unbekannt ist. Es handelt vom Wiederaufbau und der Herrlichkeit des Tempels. Christus nimmt es zum Anlass einer harten Predigt, gegen jene, die das Werk Gottes „und den Tempel eures Leibes“ zerstört haben. Er wendet sich auch gegen jene, die den Glauben und das Vaterland eintauschen „für einen Teller Linsen oder für dreißig verfluchte Silberlinge“. Eine äußerst aktuelle Warnung:

Jesus sagt: „Immer wenn der Mensch sich von Gott und vom Übernatürlichen losgelöst hat, um sich seinem Ich und den natürlichen Dingen zu widmen, hat er für sich selbst das Glück, auch das Natürliche zu besitzen, vermindert.

Das erste, was abstirbt, ist die übernatürliche Freude, jene Sicherheit und jener Friede, der stark macht in den Wechselfällen des Lebens, weil sich der Mensch nicht allein fühlt, und sei er auch in der Wüste, auch wenn er in einem verwüsteten Land überlebt, da er über sich und um sich die Liebe eines Vaters fühlt und die Gegenwart immaterieller, aber seinen geistigen Sinne wahrnehmbarer Kräfte. Selig, die in dieser Freude sind! Diese besitzen die ewigen Reichtümer.

Das zweite, was zugrunde geht, ist das natürliche Wohlbefinden. Blickt nicht mit neidvollen Augen auf den, der, obwohl er in Schande vor Gott lebt, den Teller übervoll zu haben scheint. Ihr wisst nicht, welche und wie viele andere Dinge in seinem Haus fehlen, noch, wie lange jener Teller voll bleiben wird.

Auf jeden Fall wisst ihr, dass, je mehr sich das gegenwärtige Wohlsein für den gegen Gott Rebellierenden steigert, umso größer die Strenge in seinem Jenseits werden wird. Es werden nicht die Prasser im Schoße Abrahams sein, sondern die Lazarusse, deren Herz reich an heiligen Werken und voll Gehorsam gegen den heiligen Willen ist.

Das Leben der Rebellen und derer, die nie an Gott denken, besteht darin, sich abzumühen, um Geldtasche und Getreidespeicher, Häuser und Güter, Ämter und Ehren zu vergrößern. Oh unglückliche Getäuschte! Je mehr sie sich plagen, satte Zufriedenheit zu erlangen, desto mehr nagt der Keim der Sünde an ihnen wie ein Nagetier in einem Getreidesack, welcher sich immer vermindert, auch wenn er immer nachgefüllt wird, denn die Strafe Gottes liegt auf ihrem Werk!

Was habt ihr gemacht, was habt ihr heute aus der Gegenwart gemacht, dass der Sinn eures Lebens abstirbt und ihr weder Augen des Geistes mehr habt um Gott zu sehen, noch eine Regung des Geistes, um an Gott zu denken? Sind eure Unternehmungen gelungen? Haben sich eure Reichtümer vermehrt? Ist euer Glück gewachsen? Nein. Sie standen rasch in Flammen wie beim Brand eines Heuschuppens, was die Einfachen (nicht die Einfachen im Geiste) verführte, das aber nur solange dauerte, wie ein Strohfeuer dauert, das schnell verlischt und wenig Asche zurücklässt, die der Wind fortträgt, den Gaumen bitter macht und den Augen weh tut. Euer vermeintlicher Triumph verwandelte sich für euch in eine Niederlage und in Schmerz und hat euch und die von euch Verführten niedergeworfen.

Kehrt zu Gott zurück. Ich sage es noch einmal. Über den individuellen Interessen, und auch den nationalen, gibt es ein höheres Interesse: das Interesse Gottes. Und dieses ist es, das immer den Vorrang haben sollte. Wenn es so wäre, würdet ihr nicht in jene Irrtümer und Verbrechen stürzen - individuelle oder nationale, was immer - in die ihr fallt, denn das Interesse Gottes besteht nicht aus bösen, sondern aus heiligen Dingen. Und wo Heiligkeit ist, gibt es nicht Irrtum noch Verbrechen. Indem ihr so arbeitet, wie ihr es tut, bringt ihr Gott nicht nur dazu, euch auf euren Feldern und in euren Herden dadurch zu bestrafen, dass Er euch Hunger und Trockenheit schickt, ihr verhindert auch, dass ein Tau vom Himmel fällt, der viel mehr Leben spendet als der Tau der Nacht, welcher mit Perlen die Gräser der Wiesen bedeckt und Ernten und Weiden wachsen lässt. Es ist der Tau der Gnade in den Herzen, den ihr damit zurückweist. Es ist Christus, der in euch nicht wirken kann.

Unnütz zu sagen: ‚Die Himmel mögen den Gerechten auf die Erde herabregnen‘. Er ist einmal herabgestiegen, aber ihr seid unfruchtbares Land und trockener Kiesel geblieben und immer mehr dazu geworden. Eingesperrt seid ihr in euren von Fleisch und Blut gefesselten Geistern, getötet vom Fleisch und vom Blut, und der Retter kann nicht eintreten, euch zu retten. - Und dennoch werde ich kommen. Ich werde unermüdlich und einzig dazu kommen, an die Türen der Herzen zu klopfen, und wo ich jemanden finde, der mir öffnet, werde ich eintreten und euch zu einer Wohnstätte des Friedens machen. Ich werde kommen, denn immer noch bin ich für die Gerechten der Ersehnte der Erde und für die Heiligen der Ersehnte für die Welt. Ich werde kommen, um mein Reich zu übernehmen für mein zweites Kommen und für meinen endgültigen Triumph.

Ich werde die Welt der im Geist Lebendigen an mich ziehen, und Rassen und Nationen werden sich bei mir versammeln, um meine Herrlichkeit zu sehen, deren Krone das Kreuz ist. Ausströmen wird der Friede, denn ich bin der Herr des Friedens. Er wird sich wie ein Strom von Milch über die Welt ergießen und sie jungfräulich rein machen nach so viel Blut, welches auf allen Kontinenten seinen Schmerz zu Gott hinauf schreit, dass Ihm durch Bruderhand die Adern geöffnet worden waren.

Alles Blut von Abel bis zum Tag meines Sterbens habe ich mit meinem Blut von dieser Erde gewaschen. Aber dann hat das Verbrechen des menschlichen Hasses, der eine satanische Frucht ist, neuerlich die Welt schmutzig gemacht, und es gibt keine Erdscholle auf eurem Planeten, die nicht den Geschmack des Blutes kennengelernt hätte. Von diesen mit menschlichem Blut getränkten Schollen steigt ein Gestank auf, der euch immer bestialischer macht. Es gibt nichts als meine Macht, die das reinigen könnte, was euch umgibt und was ihr in eurem Inneren habt. Und wenn es an der Zeit ist, werde ich kommen, um euch und die Welt vom menschlichen Hass zu reinigen, damit sie mit ihren Lebenden vor Gottes Angesicht treten könne.

Die letzte Schlacht wird die des rein satanischen Hasses sein, und da wird niemand hassen als Satan und seine Söhne. Jetzt hasst ihr alle. Auch die Heiligen unter euch hassen mehr oder weniger den Feind und den Nachbarn. Und das erleichtert die Werke Satans und behindert die Werke Gottes bei den Einzelnen und bei den Nationen.

Ihr sollt keine Empfindungen von Groll oder Verachtung hegen, wenigstens ihr, die ihr mir teuer seid. Ich bin für alle gestorben, denkt daran. Italiener, Franzosen, Engländer, Spanier, Deutsche oder Rumänen sind gleichermaßen von meinem Blut gefärbt. Ich habe euch alle mit meinem Blut an den Stamm des göttlichen Weinstockes gebunden. Warum hasst ihr euch also? Weder Trennungen nach Rassen noch Trennungen nach Kulturen rechtfertigen euren Groll.

Ich bin der Richter. Wer gegen seinesgleichen im Namen des Glaubens oder des Vaterlandes wütet, steht im Gegensatz zur Liebe und daher auch zu Gott. Ich werde nicht jene verdammen, die ausgesandt werden, um zu kämpfen, denn ich habe Gehorsam gegenüber der Autorität gelehrt. Aber mein Bannfluch ist schon ausgesprochen und wird mit seinem Donner das Firmament füllen für jene am Tag des Letzten Gerichtes, die unter einem lügnerischen Mantel von Patriotismus und der Verteidigung des Glaubens für sich das Recht in Anspruch nehmen, zu plündern und zu töten, um sich selbst zu dienen.

Schwenkt nicht ein Banner, an das ihr nicht glaubt. Bringt keine Verteidigung für das vor, was ihr im Herzen verachtet. Sagt nicht: ‚Ich bin der Verteidiger Gottes oder des Vaterlandes, der Sache Gottes oder der Sache des Vaterlandes‘. Ihr lügt. Ihr seid die ersten, die nach diesem oder jenem trachten und die nicht Gott schaden, der größer ist als eure Attentate, sondern dem Vaterland. Beginnt in euch, Gott zu verteidigen und das Vaterland und tauscht nicht Glaube und Vaterland für einen Teller Linsen oder dreißig verfluchte Silberlinge ein.

Zerstörer und Lügner. Ehebrecher des Glaubens und des Vaterlandes. Verspotter eurer Lehre und eures Geistes, denn ihr sagt eine Sache und tut eine andere, weil ihr wisst, dass das, was ihr tut, schlecht ist, und dennoch tut ihr es, denn ihr vermählt euch mit einer Idee oder mit dem Glauben und betrügt ihn dann für eine niedrige Liebe, denn ihr belügt euch und die anderen, denn ihr zerstört das, was die anderen kultiviert haben, um es euch zum Erbe zu geben. - Oh Grausame, die ihr auch das Werk Gottes und den Tempel eures Leibes zerstört, in dem eine tote Seele ist, und die ihr den Tempel Gottes tötet. Denn in den Kirchen gibt es schon viel zu wenige ‚lebendige‘ Gläubige und ‚lebendige‘ Priester!

Was sind eure Riten wert, die mit toter Seele vollzogen werden? Erinnert ihr euch nicht, dass man Gott lebendige Hostien opfert, die Vollkommenen und die Erstgeborenen? Und ihr opfert die Reste, die Lahmen, die Toten? Tot, denn, was ihr mit der toten Seele berührt, tötet ihr. Lahm, denn, was ihr Gott mit kranker Seele gebt, entstellt ihr. Reste, denn für Ihn bewahrt ihr nur, was euch übrig bleibt, nachdem ihr euch zu eurem Genuss vollgegessen habt.

Kehrt zu Gott zurück. Kehrt zu Christus zurück. Priester, kehrt zurück, um ‚Priester‘ zu werden. Ihr braucht seine Konsekration, dieses Öl, das vom ewigen Priester herabtropft. Zu viele von euch sind Lampen ohne Öl geworden, und die Gläubigen verirren sich, weil sie in der Finsternis kein Licht haben. Bringt ihnen das Licht. Ich bin das Licht der Welt. Aber ihr könnt mich nicht bringen, wenn ihr mich nicht in euch habt.“ - (cpc) †

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