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Was hast du mit meinem Volk gemacht?

Maria Valtorta

… Das Herz des Menschen, welchen der Prophet gottlos nennt, ist ein Gemisch aus Stolz, Präpotenz und Rebellion. Die dreifache Wollust ist in ihm, ist der Thron, auf dem der Böse sitzt, um das Herz, das Gott verleugnet und seine Gerechtigkeit zurückgestoßen hat, mit dämonischen Gedanken anzufüllen. Es kann aus diesem Herzen nichts als Bosheit kommen, denn sein König ist der Geist des Bösen, welcher vergängliche Triumphe gewährt, die später mit dem ewigen Verderben gebüßt werden. Der Frevler, der unter dem Zeichen des Tieres herrscht, zieht wie ein reißender Strom aus Schmerzen und Verderbnis durch das Land der Heiligen — und Rom ist das Land der Heiligen — reißt andere, weniger Frevelhafte, zum Bösen hin und peinigt die Söhne des Herrn.

Es ist gerecht, dass der Herr seine Herrlichkeit vor dem Gottlosen verhüllt, in dieser und in der anderen Welt. Zweimal wird der Frevler meine Glorie sehen, und er wird sie nicht sehen wollen, denn sie wird für ihn schrecklich sein: bei seinem Tod und am Jüngsten Tag. Dann werde ich ihn fragen: „Was hast du mit meinem Volk gemacht? Was mit meinen Geschenken?“ Und das wird eine Frage sein, die ihn wie der Pfeil von einem Bogen in den Abgrund schmettern wird, aus dem es kein Entkommen gibt.

Mein zweites irdisches Jerusalem ist Rom. Vielgeliebtes Land, in dem ich meine Kirche wollte, und welches, da es das Zentrum der Welt ist, wie eine glänzende Reliquie von dem behandelt werden sollte, der darüber herrscht. Und wie haben sich hingegen die neuen Verhöhner Gottes verhalten? Sie haben sich an das todbringende Verbrechen gebunden, ihre Seele mit Satan vermählt und geglaubt, sich durch ein derartiges, prostituierendes Sakrileg vor dem Unheil zu retten, das sie über andere gebracht haben.

Nein. Die Lüge rettet nicht. Dies sagt euch der Vater der Wahrheit. Der Herr der Lüge zieht euch listig in die Lüge hinein, und im geeigneten Augenblick kehrt sie sich gegen euch, um euch zugrunde zu richten. Ich bin es, der rettet, und außer mir niemand.

Gerade in der Stunde, da euch meine Strafe treffen wird, werdet ihr eurer trügerischen Bewaffnung beraubt sein, denn Satan agiert auf diese Weise. Er kann auch nicht anders handeln, denn er kann euch nur vergängliche Früchte geben. Ich allein gewähre einen Schutz, der kein Ende kennt, und wenn ich erscheine, um zu retten oder zu verdammen, flieht Satan und lässt euch allein, oh törichte Söhne der Sünde.

Wer Gott ist und wer Luzifer, werdet ihr erst in der Bedrängnis der äußersten Qual verstehen. Furchtbare Lektion! Je mehr ihr sündigt, desto furchtbarer wird die Bedrängnis sein, denn auch meine unbeschränkte, aber intelligente Güte hat ihre Grenzen. Denkt daran.

Nichts ist dem Herrn verborgen von dem, was der Mensch in der Dunkelheit anzettelt, auch in jener geheimen Dunkelheit des Herzens. Und wenn eure armen Brüder nichts als das Äußere sehen und von eurer Heuchelei betrogen werden können, so sehe doch ich alles und handle so, wie es eure Taten verdienen. Und wie eine von einer kleinen Bresche unterhöhlte Mauer, so wird euer auf die Sünde gegründetes Gebäude einstürzen, wenn niemand es erwartet, weder ihr, die ihr euch im Bund mit dem Vater der Lüge sicher wähnt, noch das Volk, das euch fürchtet, da es euch für unbesiegbar hält.

Wehe, wehe, wehe euch, die ihr mein Volk dazu verführt, zu glauben, dass ich eure Übeltaten beschütze! Wehe euch, die ihr meine Kinder zum Misstrauen gegenüber meiner Gerechtigkeit verleitet! Auch dafür werdet ihr verantwortlich sein, denn das Ärgernis fällt auf den zurück, der es verursacht. Und welches Ärgernis wäre größer, als die Kleinen dazu zu verleiten, dass sie glauben, Gott würde ungerechterweise die Großen beschützen, die sündigen?

Wie viele Seelen habt ihr mir entrissen, ihr, deren Wirken nur Bosheit ist! Aber diese Seelen werden immer noch Töchter meines Erbarmens sein. Nicht aber ihr, denen ich alles gegeben hatte, um euch an mich zu ziehen und um euch zu Werkzeugen des Guten zu machen, und die ihr das alles vergessen und mich dem Satan hintangesetzt habt.

Wehe euch, die ihr Allianzen bildet, von denen für mein Volk nichts als Böses kommen kann: Böses für den Leib und Böses für den Geist. Und ihr wisst, dass es böse ist, und tut es dennoch, ihr missbraucht die Macht, nur damit eure Person auf der Erde triumphiere. Und wer ist dies, eure Person? Eine Hand voll Ton, der seine Form behält, solange die Barmherzigkeit ihn mit himmlischem Tau feucht hält, und der, einmal getrocknet, zu Staub zerfällt, wie gesiebter Lehm, und sich verliert.

Eure Allianzen, wahre Vereinigung der Vorläufer des Antichrist, haben kein Fundament und keine Kraft für den Sieg. Genau wie ihr selbst werden sie zu Staub zerfallen und von ihnen wird nur eine Erinnerung des Schreckens in den Leibern, in den Häusern und in den Seelen meiner armen Kinder zurückbleiben.

Wenn Gott donnert, was sind dann die vielen Pferde und die mutigen Reiter? Spreu, die der Wind in alle Richtungen zerstreut. Ich bin es, der den Heeren Kraft verleiht. Aber die Heere müssen aus einem gerechten Grund in Bewegung gesetzt werden und nicht aus Grausamkeit und Stolz.

Jede Schuld wird bestraft werden, und vergolten wird von Gott jede Verhöhnung, denn Gott, so spricht der Herr, lässt seiner nicht spotten, und es ist nicht erlaubt, die Kleinen zu unterdrücken.

Beachte jedoch eines, Maria. Auch von Seiten der Kleinen muss das Gesetz respektiert werden, damit ihr immer euren Gott mit euch habt.  – Jesus -

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