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31. Jahrgang, Nr. 38/97

In den USA werden immer mehr Homosexuelle geheilt

In den USA ist ein heftiger Streit unter den Psychologen darüber ausgebrochen, ob man Homosexuelle in normal empfindende Menschen verwandeln kann. Durch die „reparative therapy“ gelingt es immer häufiger, Homosexuelle zu heilen. Diese Erfolge haben die Ideologen auf den Plan gerufen, die behaupten, diese Therapie verstoße gegen die ärztliche Ethik. Tatsächlich beweisen die Heilungen, daß es sich bei der Homosexualität nicht um eine angeborene Haltung handelt, sondern um eine Fehlentwicklung.

Hintergrund: Die politischen Gegner der „Reparatur-Therapie“ behaupten, es handele sich dabei nur um ein „scheinheiliges Getue“, das sich als Wissenschaft ausgebe. Die Behandlung sei Bestandteil einer religiösen Offensive der amerikanischen Rechten. Die Einordnung der Homosexuellen als Kranke zerstört das Bild der linken und liberalen „Experten“, die für die Verbände der Homosexuellen arbeiten. Ein Sprecher der Befürworter der Therapie ist Charles W. Socarides, Psychiater in New York und Präsident der amerikanischen Nationalen Vereinigung für die Erforschung und Heilung von Homosexualität. Seine Meinung: „Bei Homosexualität handelt es sich um eine geistige Störung, daran besteht kein Zweifel. Es ist eine in Lila gekleidete Gefahr, die den ordnungsgemäßen Aufbau der Gesellschaft, wie er durch den Unterschied zwischen den Geschlechtern vorgegeben ist, bedroht.“

Die große Zahl der Heilungen in den USA widerlegt die gesamte von den Homosexuellen finanzierte Literatur, mit der sie ihr Laster verteidigen. Dabei hat die seriöse medizinische Literatur schon seit ca. 20 Jahren keinen Zweifel mehr daran gelassen, daß Homosexualität eine krankhafte Entwicklung ist, die als eine Art perverse Modeerscheinung gewertet werden muß. Mediziner behaupten, viele Homosexuelle hätten sich nach einem ausschweifenden Leben mit Frauen männlichen Partnern zugewendet, um einen „neuen Reiz“ zu erleben. Der berühmte russische Ballettstar Rudolf Nurejew wird in der Biographie von Peter Watson wie folgt zitiert: „Er könne Frauen lieben, so erklärte er, doch Affären mit Frauen nähmen so viel Zeit in Anspruch, und diese Zeit habe er nicht, er müsse tanzen. Mit Männern sei der Sex schnell vorbei - er schnipste mit den Fingern. Sex habe für ihn eine ganz praktische Bedeutung; deshalb sei er auch homosexuell geworden.“ Die beste Antwort auf die Streitfrage sind geheilte verheiratete Ex-Homos, die ein glückliches normales Familienleben führen.

Immer wieder wird die Frage gestellt, wie die Kirche zur Homosexualität steht und was in der Heiligen Schrift dazu gesagt wird. Da modernistische Theologen wahrheitswidrig behaupten, die Homosexualität werde in der Bibel nicht genannt oder nicht verurteilt, wollen wir heute Hansjörg Bräumer zu Wort kommen lassen, der den folgenden Kommentar geschrieben hat:

Jesus, die Bibel und die Homosexuellen

Anfang des Jahres übertrug das ZDF einen Fernsehgottesdienst zum Thema „alternative Lebensgemeinschaften“. In ihm kam eine Frau zu Wort, die in einem lesbischen Verhältnis lebt, und ein junger Mann, der sagte: „Gott freut sich, wenn ich meinen Freund liebe und ihn umsorge.“ Die Gemeinde vor Ort war ausgesprochen klein, aber an diesem Sonntag waren 730.000 Zuschauer dabei. Die Predigt war ein leidenschaftlicher Appell, homosexuelle und lesbische Lebensgemeinschaften neben heterosexuellen Ehen zu akzeptieren.

Gleichgeschlechtliche Beziehungen hat es zu allen Zeiten gegeben. Der Begriff Homosexualität ist vermutlich zuerst vom ungarischen Arzt K. M. Benkert 1869 in die Diskussion eingeführt worden. Er wurde durch die Begriffe Homophilie, Homoerotik und Homotropie ergänzt. Das aus dem Griechischen abgeleitete Wort bedeutet ganz allgemein „auf das gleiche gerichtet“. Entsprechend wird die Zuneigung zwischen den Geschlechtern als „Heterotropie“ bezeichnet (griechisch: heteron = das andere). Sowohl die homotrope als auch die heterotrope Zuneigung umfaßt drei Ebenen: die personale, erotische und sexuelle. So ist Homophilie die personale, Homoerotik die erotische und Homosexualität die sexuelle Ebene.

Homophilie und Homoerotik kann es auch ohne Sexualität geben. Bei Homosexualität liegt der Schwerpunkt der gleichgeschlechtlichen Zuneigung auf dem Gebiet der Sexualität. Die Differenzierung der Begriffe ist keine Wortklauberei, sondern die notwendige Voraussetzung für die Beurteilung all der Bibelstellen, die homotrop veranlagte Männer und Frauen anführen, um Homotropie biblisch zu rechtfertigen.

1. Wie eine biblische Rechtfertigung der Homotropie versucht wird. Homotrope Theologen gestehen zwar ein, daß es negative Aussagen über Homosexualität in der Bibel gibt. Gleichzeitig ist es ihre Grundüberzeugung, daß Homosexualität nicht der Schöpfungsordnung Gottes widerspreche und daß in Liebe gelebte Homosexualität nicht verdammungswürdig sei. Dabei gehen sie davon aus, daß es in der Bibel gleichgeschlechtliche Beziehungen gibt, die die Sexualität mit einbeziehen.

Freundschaft und Liebe: In seiner Totenklage um Jonathan sagte David: „Mächtiger war mir deine Liebe als Frauenliebe.“ (2. Samuel 1,26) Weder das Leben Davids noch irgendeine biblische Aussage läßt jedoch den Schluß zu, daß sich ihre Freundschaft auch auf sexuelle Weise geäußert hat. Die Stellen, in denen Paulus auf seine Ehelosigkeit hinweist (1. Korinther 7,1.2.73), oder die Erwähnung seiner Liebe zu Philemon und Onesimus (Philemon 7.13.16), können nur mit einer reichen und ausschmückenden Phantasie als latente Homotropie gedeutet werden. Gleiches gilt für Johannes, den Lieblingsjünger Jesu, unter Bezug auf seine Worte von der Bruderliebe (1. Johannes 3,14; 4,20).

Familiäre Beziehungen: In der Liebe, die Rut und Naomi verbindet (Rut 1,818), ist keine Spur einer homotropen Beziehung. Beide Frauen waren verheiratet, und Rut heiratete zum zweiten Mal. Die Auslegung, daß der Hauptmann von Kapernaum in einem homotropen Verhältnis lebte, stützt sich darauf, daß das Wort für Sohn und Knecht (griechisch: pais) auch „Lustknabe“ bedeuten kann. Indem Jesus den Liebling des Hauptmanns heilte, erwies sich Jesus nach homotroper Auslegung als mild und gut gegenüber Homotropen. Es gehört schon viel Unverfrorenheit und Kühnheit dazu, mit einer unwahren Exegese Homotropie zu rechtfertigen.

Kollegialität und gegenseitige Hilfe: Für Homotrope schließen sich Kollegialität und sexuelle Akte, die aus gleichgeschlechtlichem Zusammensein entspringen, nicht aus. Als Hauptbeleg führen sie dabei eine Stelle aus dem Buch des Predigers an, in der es heißt: „Legen zwei zusammen sich nieder, wird ihnen warm“ (Prediger 4,11). Der Zusammenhang dieser Stelle spricht von Reisenden auf einem einsamen Handelsweg, die sich gegenseitig vor Gefahren und Überfällen schützen. Bei kalter Nacht im Freien liegen sie zusammen. Sie decken sich gemeinsam mit ihren Obergewändern zu und wärmen sich so gegenseitig. Das Zusammenliegen spielt nicht auf eine sexuelle Vereinigung an und ist alles andere als eine mögliche Rechtfertigung für eine biblische Weihe homophiler Beziehungen.

Der Versuch, Homotropie mit biblischen Texten zu fundieren, ist unwahr! Es werden Vorstellungen und Wünsche in die Texte hineingelesen, für die es vom Zusammenhang und dem Wortbestand der Bibelstellen her keinerlei Anlaß gibt. Vielmehr ist auch für Homotrope unüberseh- und unüberhörbar eine Fülle von Bibeltexten, die speziell die homosexuelle Komponente der Homotropie abweisen und verurteilen.

2. Bibeltexte, die eindeutig jede Art von Homosexualität abweisen. Die in der Umwelt des Alten Testaments verbreitete Homosexualität hat immer wieder Eingang in die Sitten kanaanäischer und israelitischer Städte und Dörfer gefunden. Ein Zeitgenosse des Apostels Paulus mit Namen Petronius fand die Päderastie, die Homosexualität zwischen einem erwachsenen Mann und einem Jugendlichen, nicht unzüchtig. In den Heiligtümern Griechenlands gab es sowohl gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen Männern als auch zwischen Frauen. Die Texte des Alten und Neuen Testamentes, die die Homosexualität eindeutig zurückweisen, beziehen sich auf jede Art der in ihrer Umwelt üblichen homosexuellen Praktiken. Dabei erwähnt Paulus ausdrücklich sexuelle Handlungen zwischen Frauen (Römer 1,24-32). Im wesentlichen sind vier Gruppen von Texten zu unterscheiden:

1. Gesetzliche Stellen: Zwei Stellen im 3. Buch Mose sprechen deutlich über homosexuelle Akte. Sie bezeichnen diese als Greueltat, auf die nach damaligem Recht die Todesstrafe stand (3. Mose 18,22; 20,13). Beide Stellen sind eingegliedert in einen Zusammenhang, der auf die Reinheit und den Schutz von Ehe und Familie abzielt!

2. Kultische Stellen: Im Alten Testament wenden sich acht Stellen gegen homosexuelle Handlungen im Zusammenhang mit dem Kult in Heiligtümern (5. Mose 23,18.19;1. Könige 14,24; 15,12; 22,47; 2. Könige 23,7; Hiob 36,14; Hosea 4,14; Weisheit 14,26).

3. Geschichtliche Stellen: Zu erwähnen sind hier vor allem die Ereignisse in Sodom (1. Mose 19,1-11.24-29) und in Gibea (Richter 19,14-30). In beiden Fällen handelt es sich um die Schändung des Gastrechtes, die eindeutig mit einer homosexuellen Absicht verbunden war. Sowohl die Leute von Sodom als auch von Gibea hatten es auf gleichgeschlechtliche Beziehungen abgesehen. Sie waren entschlossen, „sich an Männer heranzumachen“, das heißt, mit diesen geschlechtlichen Umgang zu haben (1. Mose 19,5; Richter 19,22). In seiner Erwähnung von Sodom hebt Jesus auf die Verletzung des Gastrechts ab (Matthäus 10,15; 11,23.24; Lukas 10,12; 17,29). Dabei wird von Jesus das beabsichtigte homosexuelle Vergehen mit keinem Wort entschuldigt. Das Sodommotiv wird von Petrus (2. Petrus 2,6-8) und Judas (Judas 6.7) aufgenommen und mit der Sünde in 1. Mose 6,2 verbunden.

4. Paulinische Stellen: Für Paulus gibt es keine objektiv berechtigte Möglichkeit, homosexuelle Handlungen als erlaubt zu erklären (Römer 1,18-32; 1. Korinther 6,9.10; 1. Timotheus 1,8-11). Jeder homosexuelle Akt wird als gegen die Schöpfung verstoßend oder als „widernatürlich“ verurteilt (vgl. Römer 1,26).

 

Das Alte und Neue Testament sieht den Menschen als Mann und Frau, die einander ergänzen. Die vom Schöpfer dem Menschen verliehene Sexualität ist nicht auf das gleiche Geschlecht, sondern auf den anderen gerichtet. Homotropie, die nichts aus-, sondern alles einschließt, ist wie Ehebruch und Unzucht nicht der Schöpfungsordnung gemäß. Homotropie - und speziell die Homosexualität - muß auf dem biblischen Hintergrund verstanden werden als „Schöpfungsstörung, als das von Gott nicht so Gemeinte“ (so Helmut Thielicke). Daran ändern auch die verschiedenen Entstehungstheorien der Homosexualität nichts. Der homotrope Mensch, unabhängig davon, ob seine Homosexualität angeboren oder erworben ist und mit welcher Deutungsvariante sie auch immer erklärt werden kann, muß sich, sofern er Christ ist, den Herausforderungen der biblischen Aussagen stellen.

1. Die Heilige Schrift mißbilligt und bestraft sexuelle Akte, die aus gleichgeschlechtlicher Zuneigung entspringen, nicht strenger und nicht schärfer als zum Beispiel Ehebruch (vgl. 3. Mose 20,10.13).

2. Wo immer im Alten und Neuen Testament von Homosexualität die Rede ist, wird diese mit keinem Wort gerechtfertigt oder gar entschuldigt, sondern abgewiesen und verurteilt. Gleichgeschlechtliche Beziehungen stehen im Widerspruch zur Schöpfungsordnung Gottes, auch wenn sie Ausdruck eines homotropen Ich-Du-Verhältnisses sind.

3. Zur Aufgabe christlicher Seelsorge gehört es, homotropen Menschen ohne Diffamierung und ohne Diskriminierung, aber auch ohne Verwischung und Einnivellierung der biblischen Aussagen zu helfen. Der Homotrope kann in der Begegnung mit Gott, dem Schöpfer, und Jesus, seinem Erlöser, zu einer heterosexuellen Beziehung finden.

4. Bekennt ein Homotroper seine sexuellen Handlungen als Schuld, so wird er genauso wenig wie der, der sich heterosexuell versündigte, von Jesus zurückgestoßen. Auch ihm gilt Jesu befreiendes Wort: „Geh und sündige hinfort nicht mehr“ (Johannes 8,11).

5. Der Homotrope, der nicht zu einer heterosexuellen Beziehung findet, bleibt wie der Ehelose mit seiner Sexualität allein. Er steht vor der ständigen Herausforderung, auf sexuelle Akte, die aus gleichgeschlechtlicher Zuneigung entspringen, bewußt zu verzichten. Seine Kontakte zum gleichen Geschlecht beschränken sich - wie bei David und Jonathan - auf eine Freundschaft.

6. Die von Gott gesegnete Lebensform ist die Ehe zwischen Mann und Frau. Das Neue Testament bezeichnet daneben die Ehelosigkeit als eine ebenfalls unter dem Segen Gottes stehende alternative Lebensform zur Ehe. „So wenig die Kirche Sakramente, die Christus nicht gestiftet hat, erfinden kann, so wenig kann sie segnen, was Gott nicht gesegnet hat“, schreibt der evangelische Theologe Gerhard Hennig.

In dem eingangs erwähnten Gottesdienst wurde die Anerkennung homosexueller und lesbischer Lebensgemeinschaften mit dem Gebot der Liebe eingefordert. An keiner Stelle jedoch wurde deutlich, daß das Liebesgebot des Alten und Neuen Testamentes (3. Mose 19,18; 22,39; Markus 12,31; Lukas 10,27) nicht gegen die Einzelgebote oder über sie hinweg verwirklicht werden kann. Das Liebesgebot ist an keiner Stelle der Bibel die Aufhebung eines Einzelgebotes (vgl. Römer 13,9). Das Liebesgebot kann nur zusammen mit allen heiligen Geboten und Worten Gottes verwirklicht werden. (idea)   - (cpc)† -

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