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Die Hungrigen speisen!

Es ist dies eine Pflicht der Dankbarkeit und der Liebe. Eine Pflicht der Nachfolge. Die Söhne sind dem Vater dankbar für das Brot, das er ihnen verschafft, und wenn sie größer sind, tun sie es ihm nach und verschaffen ihren eigenen Kindern Brot. Auch dem Vater, der aus Altersgründen nicht mehr arbeitsfähig ist, verschaffen sie durch ihre eigene Arbeit das Brot, als liebevolle und pflichtschuldige Rückerstattung des Guten, das sie einst empfangen haben.

Das vierte Gebot sagt: „Du sollst Vater und Mutter ehren!“ Und ihr sollt ihre Hilflosigkeit ehren und sie nicht dazu zwingen, ihr Brot bei anderen erbetteln zu müssen. Doch dem vierten Gebot geht das erste voraus: „Du sollst aus deinem ganzen Wesen Gott lieben“, und das zweite: „Du sollst den Nächsten lieben wie dich selbst!“ Gott lieben um seiner selbst willen und ihn im Nächsten lieben, das ist Vollkommenheit.

Man liebt ihn, wenn man dem Hungrigen Brot gibt, in Erinnerung daran, dass Gott so oft des Menschen Hunger durch Wundertaten gestillt hat. Aber auch ohne das Manna und die Wachteln zu nennen, beachten wir das fortwährende Wunder des Korns, das durch die Güte Gottes keimt. Gott macht die Erde für die Bebauung geeignet, regelt die Winde, den Regen, die Wärme und die Jahreszeiten, damit der Same Ähre und die Ähre Brot werde.

Und war es nicht ein Wunder seiner Barmherzigkeit, dass er mit seinem übernatürlichen Licht den sündhaften Sohn erleuchtet und ihn gelehrt hat, dass die hohen, zarten Gräser, die unter dem Einfluss der Sonnenhitze zu goldenen, in eine harte Hülle dorniger Spelzen eingeschlossenen Körnern werden und zur Nahrung dienen, wenn sie gesammelt, gedroschen, gemahlen, gesiebt und gebacken sind?

Gott hat den Menschen all dies gelehrt: wie das Korn gesammelt, gereinigt, gemahlen, vermengt und gebacken werden soll. Er legte die Steine neben die Ähren und ließ das Wasser neben den Steinen fließen; er entzündete durch die Spiegelung, den Reflex des Wassers und der Sonne, das erste Feuer auf Erden, und über das Feuer trug der Wind die Körner, so dass sie geröstet wurden und angenehmen Duft verbreiteten.

Der Mensch sollte verstehen, dass das geröstete Korn besser schmeckt als das rohe, das die Vögel fressen, oder das zu einem klebrigen Brei mit Wasser vermengte Mehl. Ihr denkt nicht daran, wenn ihr das gute Brot, das im Haus gebacken wurde, esst, wie viel Barmherzigkeit diese Vollkommenheit des Backens ausdrückt; welchen Weg das menschliche Wissen zurückgelegt hat, um von der ersten Ähre, die der Mensch wie das Pferd kaute, zum heutigen Brot zu gelangen.

Und durch wen? Durch den Geber des Brotes. Und das gilt für jede Art von Nahrung, die der Mensch durch das wohltätige Licht des Verstandes aus Pflanzen und Tieren gewinnt, mit denen der Schöpfer die Erde, den Ort der väterlichen Strafe für den sündigen Sohn, ausgestattet hat.

Die Hungernden zu speisen ist Gebet der Dankbarkeit dem Herrn und Vater gegenüber, der unseren Hunger stillt. Es ist eine Nachahmung des Vaters, der uns ohne unser Verdienst als sein Ebenbild erschaffen hat, das wir immer mehr vervollkommnen sollen, indem wir seine Handlungen zum Vorbild nehmen.  – Jesus –

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