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Der heilige Petrus schafft Ordnung

Vision von Elisabeth Canori Mora

Während nun Elisabeth aufs innigste mit Gott vereint war, sah sie den Himmel sich öffnen. Der glorreiche Apostelfürst Petrus, in prachtvolle Pontifikalgewänder gekleidet, den Hirtenstab in der Hand, stieg zur Erde herab. Er war von einer Schar Engel begleitet, die zu seiner Ehre die Antiphon sangen: «Constitues eos principes.» Sie sah ihn zu den vier Weltgegenden gehen. Auf jeder derselben zeichnete er mit seinem Hirtenstab ein Kreuz. Dort wuchs ein großer, geheimnisvoller Baum in Kreuzesgestalt empor mit grünenden Zweigen und kostbaren Früchten.

Hierauf sammelte er alle den Gesetzen Jesu treugebliebenen Gläubigen und barg sie unter dem Schatten der vier Bäume, die die Kirche und die Verdienste Jesu versinnbildlichten. Dann öffnete er die Pforten aller Männer- und Frauenklöster, sonderte aus ihnen, wie auch aus dem Weltklerus, die Treugebliebenen von jenen, «die den falschen Grundsätzen der Philosophie huldigten».

Diejenigen, die sich im Geist und in der Liebe Jesu erhielten, sah sie unter dem Bilde weißer Lämmer in den Schatten der geheimnisvollen Bäume geführt werden. Die anderen verblieben inmitten der Welt, den furchtbaren Strafgerichten ausgesetzt, die Gott auf die verderbte Menschheit schicken wollte. Nachdem die kleine Herde der Auserwählten unter den geheimnisvollen Schatten geführt worden war, stieg der heilige Petrus mit den Engeln wieder zum Himmel empor. Jetzt bedeckte sich das Firmament mit schwarzen Wolken. Ein furchtbarer Orkan erhob sich, in großer Verwirrung töteten sich gegenseitig Tiere und Menschen. Zur Bestrafung der Stolzen, die in gottloser Selbstüberhebung die Kirche Gottes bis in die Grundmauern zerstören wollten, erlaubte Gott den Mächten der Finsternis, die Abgründe der Hölle zu verlassen. Eine Legion von Dämonen durcheilten die Erde, zerstörten als Diener der göttlichen Gerechtigkeit Häuser und Paläste, vernichteten Dörfer, Städte, ja ganze Provinzen und töteten eine Menge rebellischer Menschen auf grausame Weise. Die Dienerin Gottes sah dem Schlund des höllischen Abgrundes alle jene Ungeheuer in den hässlichsten Gestalten entsteigen, die alle Orte dem Erdboden gleichmachten, wo Gott schwer beleidigt und Sakrilegien verübt worden waren. Nicht eine Spur blieb von ihnen übrig.

Mit einem Male heiterte sich der Himmel auf. Der heilige Petrus stieg abermals vor einer lobsingenden Engelschar zur Erde herab und ließ sich auf einem herrlichen Thron nieder, während ihn die Engel als den Fürsten der Erde anerkannten. Mit fast gleicher Herrlichkeit und Majestät stieg auch der Völkerapostel Paulus zur Erde, mit großer Macht von Gott ausgerüstet, zwang er alle jene bösen Geister wieder in den höllischen Abgrund zurück. Wie ein Vorbote der großen Versöhnung zwischen Gott und den Menschen erleuchtete und erfreute ein herrliches Licht die Erde. Die heiligen Engel führten die kleine Herde Jesu Christi, die sich unter den Schatten der geheimnisvollen Bäume versammelt und um die Fahne der katholischen Kirche geschart hatte, vor den Thron des Apostelfürsten. Sie bezeugten dem Apostel ihre Ehrfurcht, lobpriesen Gott und dankten ihm, dass er die Kirche regiert und erhalten und nicht zugegeben hatte, dass sie in die falschen Grundsätze der Welt geraten war. Der Heilige erwählte den neuen Papst. Die ganze Kirche wurde nach den Vorschriften des heiligen Evangeliums wieder neu geordnet, die geistlichen Orden erneuert und die christlichen Familien in ebenso viele kleine Ordensgemeinschaften umgestaltet «so groß war der Eifer für die Ehre Gottes. Der katholischen Kirche wurde von allen Beifall gezollt, sie wurde von allen geachtet von allen geehrt, und der Papst als der Stellvertreter Christi anerkannt.» So endete diese Vision.

 

Am Ende des harten Kampfes, den die Dienerin Gottes im Februar 1821 mit den Mächten der Finsternis ausfocht, sah sie die heiligen Apostelfürsten Petrus und Paulus wieder. Sie schreibt:

«Gott gab mir große Dinge zu erkennen, welche die streitende Kirche betrafen. Aber alles wurde mir nicht mit Worten, sondern durch die innere Erkenntnis mitgeteilt.»

An den künftigen Sieg seiner Kirche anspielend, fügte der Heiland bei:

«Ich werde mein Volk und meine Kirche erneuern, ich werde eifrige Priester senden, die meinen Glauben verkünden, ich werde ein neues Apostolat bilden und meinen Geist ausgießen, der das Angesicht der Erde erneuern wird. Die Orden werde ich durch gelehrte und heilige Männer reformieren. Meiner Kirche werde ich einen neuen Hirten geben, der von meinem Geist erfüllt und von Eifer beseelt, meine Herde leiten wird.»

Gott gab Elisabeth noch andere deutliche und bestimmte Umstände zu erkennen, welche die ganze Christenheit, die Staaten und Völker betrafen, die sich zum katholischen Glauben bekehren und in den Schoß der wahren Kirche eingehen werden.

 

Sie erzählte davon auch ihren Töchtern.

«Jetzt sage ich euch so viele schöne Dinge, weil Gott vor den Augen meines Verstandes das Buch seiner göttlichen Weisheit geöffnet hält, so dass ich das lese, was ich spreche. Wenn aber dieses Buch wieder geschlossen wird, kann ich euch nichts mehr sagen.»

So kam es auch. Die Töchter erinnerten sich nicht mehr. Ihrem Beichtvater konnte sie nicht gleich über alles Bericht erstatten. Später erlaubte es Gott nicht mehr, dass sie Mitteilungen machen konnte.

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